ELVENKING

:: ZERO DEGREE


André (24. März 2012):

Jeder in der Band hat seinen individuellen Geschmack und der muss nicht unbedingt immer im Metal liegen, aber zum Großteil frönen wir natürlich den harten Stromgitarren.

Auf "Surreal World" verneigen sich ZERO DEGREE vor den Großmeistern der Göteborger Schule. Wie die Band zu Maiden, Skatepunk und anderem steht, erfahrt ihr hier.

Interview by Luka
Interview...

Hallo, erstmal danke dass ihr euch Zeit für ein Gespräch nehmt. Bitte stellt kurz ZERO DEGREE vor.

ZERO DEGREE ist eine sechsköpfige Melodic Death Metal Band aus dem Südharzer Raum, um genau zu sein aus der Korn- und Metalstadt Nordhausen. Die Band wurde 2006 gegründet und ist seitdem auch auf den Bühnen unterwegs.

„Surreal World“ ist ein starkes Album mit hörbarer Verbeugung an Großmeister des Melodic Death Metal wie IN FLAMES oder DARK TRANQUILLITY. Sind das eure Vorbilder, und welche anderen Bands haben euch geprägt?

Ja die beiden Bands kommen immer auf den Plan, wenn es um unsere Musik geht. Ein großer Einfluss für uns ist zudem auch immer IRON MAIDEN gewesen. Wobei ich sagen muss, dass MAIDEN für mich etwas wichtiger sind. Im Großen und Ganzen sind wir aber im Sound der Göteborger Schule angesiedelt. Davon abgesehen inspirieren uns natürlich diverse Bands im Metalbereich aber auch einige andere Musikrichtungen.

Gibt es ein Konzept (textlich oder musikalisch) hinter „Surreal World“?

In gewisser Weise steckt schon ein Konzept hinter „Surreal World“, jedoch war die Platte nicht als Konzeptalbum geplant. Erst im Laufe der Produktion wurde uns klar, dass einige Texte recht gut zueinander passen und als unser Sänger Thomas mit dem Text zum Song „Surreal World“ um die Ecke kam, dachten wir, dass er am besten das ganze Album widerspiegelt. Inhaltlich geht es um die Beeinflussung der Gesellschaft in unserer modernen Zeit.

Das Album wurde ja zuerst als Eigenproduktion herausgebracht. Wie ist es dann zur Zusammenarbeit mit Massacre Records gekommen?

Im Prinzip ging das recht einfach vonstatten. Wir haben ihnen einfach ein Promopaket zugeschickt und die Platte hat ihnen sehr gut gefallen. Eins kam zum anderen und nun sind wir Teil der Massacre-Familie, was uns überaus freut.

Habt ihr in die (hörbar gute) Produktion viel investiert? Würdet ihr den Weg, zuerst selbst ein Album herauszubringen und so erst ein Label zu suchen, anderen (jungen) Bands empfehlen?

Für die Produktion selbst fielen nur die Kosten für Mix und Mastering an. Alle Aufnahmen haben wir selbst gemacht, also aus der Sicht war es wohl eine nicht ganz so teure Produktion und wir haben uns zudem auch ein großes Stück Unabhängigkeit erhalten. Ob das nun aber ein gutes Patentrezept für junge Bands ist weiß ich nicht. Ich würde sagen in der heutigen Zeit ist die Eigenständigkeit von kleineren Bands erst einmal selbstverständlich. Plattenfirmen „signen“ kaum noch frische Bands von denen sie nur ein Demo gehört haben. Ich will darüber auch nicht urteilen. Wer kauft schon die Katze im Sack? Zudem ist das Risiko für kleine Labels sehr groß geworden. Auf der anderen Seite bleibt musikalisches Potential mangels finanzieller Mittel heute oftmals unentdeckt. Ich kann also nur sagen: energisch dran bleiben! Viele Wege führen nach Rom.

Schon bei der damaligen Eigenproduktion waren die Kritiken durchwegs gut. Hat euch das überrascht oder wart ihr von eurer Musik vorher schon überzeugt?

Wir kannten zum damaligen Zeitpunkt nur die Reaktionen unserer Freunde und näheren Fanbase und wussten nicht wie ein Unabhängiger die Platte beurteilen würde. Wir hatten demzufolge auch keine klaren Erwartungen und waren eher skeptisch, ob wir auch alles richtig gemacht haben. Aber „Surreal World“ kam durchweg positiv an und hat uns davon überzeugt, dass das was wir machen passt und es den Leuten wie uns gleichermaßen gefällt. Es hat uns also eher überrascht.

Wie ist es zu der Konstellation mit 3 Gitarren gekommen? War das geplant, oder ist das zufällig zustande gekommen?

Pascal, der die Idee für die Band hatte, wollte von Anfang an mit drei Gitarren loslegen, weil ihm missfiel, dass IN FLAMES beispielsweise ihre Musik gar nicht live reproduzieren konnten. Es ist aber recht schwierig drei Gitarren unter einen Hut zu bekommen, dabei entstehen doch Probleme die nicht ganz unwesentlich sind. Das Songwriting muss dem angepasst werden und man braucht immer einen Tontechniker der damit klarkommt.

Ihr spielt ja auf dem Album viel mit Synth-Sounds. Wie macht ihr das live (Keyboarder habt ihr ja nicht)?

Wir haben einen Sampler mit dabei. Bei den Liedern, die Keyboards beinhalten spielt unser Drummer Tobi nach Klick. Wir wollten den Samples aber nie einen so hohen Stellenwert in unserer Musik geben, dass wir dafür noch einen Keyboarder brauchen. Sie sind halt etwas Beiwerk und funktionieren bei manchen Songs sehr gut, bei anderen nicht. „Virus“ beispielsweise lebt live von der Dynamik, die ein Klicktrack kaputt machen würde. Bei „Grapes Of Wrath“ oder „Surreal World“ sind die Keyboards essentiell.

Was steckt hinter dem Namen ZERO DEGREE?

Tobi kam damit an und uns hat gleich die Mehrdeutigkeit des Namens gefallen. Das passte zur Vielseitigkeit der Musik und zu den interpretierbaren Texten. Es klang auch gleich nach Metal.

Auf eurem Bandfoto sieht man auf den T-Shirts neben Metal-Größen wie Kreator und Bolt Thrower auch Skatermarken. Absicht oder Zufall? Und hört ihr privat auch andere Musik?

He he, nein, das ist keine Absicht. Witzigerweise haben wir tatsächlich einige Fans von Skatepunkbands in der Band aber Pascal hat damit wohl am wenigsten zu tun. Ich weiß auch nicht, ob er jemals ein Skateboard unter den Füßen hatte. Unsere Musikgeschmäcker sind ansonsten sehr vielfältig. Jeder in der Band hat seinen individuellen Geschmack und der muss nicht unbedingt immer im Metal liegen, aber zum Großteil frönen wir natürlich den harten Stromgitarren.

Wie schauen eure kurz- und langfristigen Pläne aus (Tour, nächstes Album,…)?

Wir arbeiten gerade an beidem. Shows kommen in näherer Zukunft dazu und ein Album ist auch in der Mache. Eine Tour wäre natürlich großartig, leider hat sich in der Richtung bis jetzt noch nichts angeboten. Das Album ist noch in einer frühen Phase, aber wir kommen gut voran. Wir hoffen also bald mit neuem Material auf der Bühne zu stehen. Das Album kommt frühestens Ende des Jahres.

Danke für eure Antworten und alles Gute für die Zukunft. Habt ihr noch eine Botschaft an unsere Leser?

Nichts zu danken und immer wieder gerne! Danke auch den Leuten fürs Lesen und wenn ZERO DEGREE euch gefällt, befreundet euch mit uns auf Facebook.

Jobs bei Stormbringer.at
Bitte log Dich ein um Kommentare schreiben zu können.
Username:   Passwort:          Registrieren | Passwort vergessen?
Noch keine Kommentare vorhanden.
Schreibe jetzt den ersten Beitrag zu diesem Artikel!
Überblick...
Bandinfo & Links...
ZERO DEGREE: Profilseite
Reviews...
ZERO DEGREE - Surreal World (CD, 2012)
Interviews...
ZERO DEGREE - André (24.03.2012)
News...
Stormbringer CD Tipp
Stormbringer Unsigned Tipp
NEWS