Interview...
Stefan: Wie bist du auf die Idee gekommen, “Blood On The Highway” in Angriff zu nehmen?
Ken: Die eigentliche Idee stammt vom Chef meiner Plattenfirma „Membran“ in Hamburg. Er las die erste Ausgabe meiner Autobiographie (Ende Juli wird die zweite Ausgabe veröffentlicht) und fragte mich, ob wir nicht einen Teil der Geschichte musikalisch erzählen wollten. Ich habe daraufhin ein paar neue Songs geschrieben, bei denen ich mich voll auf die Story konzentriert habe und wir haben dann entschieden, die Sache durchzuziehen. Der Titel „Blood On The Highway“ schoss mir irgendwann mal durch den Kopf und schlug einfach ein.
Stefan: Würdest du sagen, dass im speziellen Fall von „Blood On The Highway“ die Texte wichtiger sind als die Musik?
Ken: Nein! Aber sie sind mindestens genauso wichtig. Leute, die während dem Hören der CD auf die Texte geachtet haben, haben unmittelbarer auf die Songs reagiert. Für mich sind die Lyrics immer wichtig.
Stefan: Was machte die 70er so einzigartig und wie würdest du dieses Jahrzehnt mit den 80ern vergleichen?
Ken: Die 70er waren eine Zeit, die sich einfach nicht wiederholen lässt!! Damals wurde so viel gute Musik gemacht und all die alten Regeln gebrochen. (Jegliche Bindungen, kurze Haare, ...) Wir haben auch zum ersten Mal richtig laut gespielt und den Grundstein dafür gelegt, was danach im Rock passiert ist. Und das alles ohne Hadys, Laptops, E-Mail, Internet und ... AIDS! Aus dieser Situation heraus mussten wir einfach kreativ sein!!
Stefan: Wie denkst du über die heutige Rock- und Metal-Szene?
Ken: Ich beschäftige mich nicht wirklich damit weil mir ein wichtiger Teil zumeist abgeht. Und das sind die „Songs“.
Stefan: Als ich mir das Cover von „Blood On The Highway“ ansah und den Promotext las, war ich in Erwartung eines musikalisch eher heftigeren Albums. Aber irgendwie ist die CD sehr nachdenklich, ruhig und melancholisch geworden...
Ken: Ich stimme dir zu, dass die CD ihre nachdenklichen, ruhigen und melancholischen Momente hat, aber wenn’s drauf ankommt, rockt sie auch gewaltig!
Stefan: Wie war das Release-Konzert in Hamburg?
Ken: Toll! Nicht perfekt, aber der Spirit war unglaublich und die Energie zwischen Band und Publikum einfach perfekt.
Stefan: Wenn du auf dein Leben und deine Karriere zurückblickst und drei Wörter hättest, sie zu beschrieben, welche wären das und warum?
Ken: Es war ungewöhnlich! Ich habe etwas erreicht, von dem viele nur träumen - so wie ich als Kind. Und dies habe ich zu einer Zeit geschafft, wo es noch möglich war.
Stefan: Würdest du alles in deinem Leben noch mal genauso machen?
Ken: Nein! Ich würde nie im Leben wieder Drogen anfassen! Dies war der größte Fehler meiner persönlichen und professionellen Karriere.
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