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Stian Dahl (22. April 2008):

… das Feedback und alles andere haben uns so viel Energie gegeben, um richtig hart an mehreren Sachen zu arbeiten und ich denke, wir können viele gute Sachen aufwarten.

Stian Dahl von SOUNDBORNE spricht über zukünftige Pläne, momentane Probleme, und Rückschläge.

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Interview by rob
Interview...

Euer Album „Hallucinations“ ist jetzt seit fast einem Monat auf dem Markt – wie ist das Feedback bis jetzt?

Das Feedback ist richtig gut und ich bin sehr glücklich damit. Eigentlich habe ich mir nicht gedacht, dass es so gut sein wird. Natürlich gibt es auch Kritiken in die andere Richtung, aber die meisten Kritiken sind positiv.

Wie laufen die Arbeit en an eurem neuen Album?

Das neue Album ist praktisch noch ungeschrieben. Da wir parallel noch andere Projekte am laufen haben ist es schwieriger die Zeit für die Aufnahmen zu finden. Wir versuchen weiter zu gehen, als bei dem letzten Album – ein bisschen längere Songs, aber wir versuchen denselben Rhytmus beizubehalten, den das letzte Album hatte und versuchen eine Stufe höher zu gehen.

Wie ihr schon bekannt gegeben habt plant ihr den Sänger Rick Holmen euren Fans im neuen Album vorzustellen. Warum habt ihr euch für einen Sänger entschlossen, während „Hallucinations“ ein Instrumental Album war?

Das stimmt. Wir dachten es sei ein logischer Schritt nach vorne, da man auf verschiedene Weise singen kann. Man kann die Songs traditionell mit einer Stimme machen, aber man kann auch große Chöre verwenden – das erzeugt einen gewaltigen Sound und erzeugt auch die Stimmung, die wir in einem Song festhalten wollen. Wir wollen uns aber auch nicht zu sehr von den ersten Zuhörern distanzieren. Ich finde es ist eine natürliche Entwicklung.

Also versucht ihr den Stil des ersten Albums beizubehalten und den Gesang darin zu integrieren.

Stimmt. Um ehrlich zu sein haben wir einfach so viel Material, sodass wir uns hinsetzen können und erst mal auswählen können, was wir machen wollen – wir haben also so zu sagen ein kleines luxuriöses Problem (lacht). Wir haben jetzt verschiedene Wege, wie wir das machen können: Wir könnten ein neues Instrumental Album machen, wenn wir wollten, oder wir könnten Gesang haben. Also sitzen wir momentan da und denken: „Sollen wir viel mit Gesang machen, oder machen wir die Vocal-Songs als eigenes Projekt?“ Diese Frage ist noch immer offen. Es ist ein echter Luxus, dass wir unlängst so kreativ waren. Es war echt toll – das Feedback und alles andere haben uns so viel Energie gegeben, um richtig hart an mehreren Sachen zu arbeiten und ich denke, wir können viele gute Sachen aufwarten. Natürlich mag ich „Hallucinations“, ich liebe dieses Album – ich hätte es nicht anders machen können, aber das war dieses Album und wir müssen nach vorne blicken (lacht).

Also könnte es sein, dass – auch wenn das neue Album mit einem Sänger sein wird – das übernächste Album wieder ein Instrumental Album wird, da ihr genug Material dafür hättet?

Ja, das stimmt.

Befürchtet ihr nicht, dass die Fans von „Hallucinations“ das neue Album aufgrund der Vocal Parts nicht mögen werden?

Natürlich versuchen wir den Sound von SOUNDBORNE beizubehalten – wir wollen auch innerhalb bestimmter Grenzen bleiben, auch wenn zwischen diesen Grenzen ziemlich viel Platz ist – wir haben einfach eine Menge verschiedener Musik anzubieten. Leute hören zum Beispiel Progressive Rock, weil sie es mögen, dass die Musik sich verändert. Ich denke also wir werden keine derart großen Veränderungen vornehmen, dass wir eine neue Hörergruppe bräuchten. Ich denke wir bewegen uns noch immer im selben musikalischen Rahmen.

OK. Habt ihr schon irgendwelche Konzerte in Planung?

Nein, wir haben sehr hart an der Entwicklung der kommenden Musik gearbeitet und es gab auch während dem Release von „Hallucinations“ eine Menge Arbeit. Es gab so viel Arbeit, dass wir noch keine Zeit hatten live zu spielen.

Ist es nicht auch ein Problem, dass jeder von euch nebenbei auch noch bei anderen Bands spielt?

Stimmt. Zum Beispiel war Lasse, der Keyboarder, unlängst auf Tour mit SYMPHONY X und er tourte mit seiner Band CIRCUS MAXIMUS durch ganz Europa. Und Morten, der Bassist, hat in Amerika mit einer anderen Band gespielt. Es gibt auch viel Aktivität innerhalb der Band, aber das wird SOUNDBORNE keinesfalls stoppen. Alles braucht einfach nur etwas mehr Zeit und wir müssen etwas mehr voraus planen.

Habt ihr, was die Besetzung betrifft, Änderungen geplant?

Es wird für das neue Album einen neuen Drummer geben. Torkil von PREMACY hat entschlossen, dass es zuviel für ihn ist, so viele Projekte zu haben. Also werden wir einen neuen Drummer haben – momentan haben wir einen Haufen talentierter Leute, die bei uns mitmachen wollen, aber wir haben uns noch nicht entschlossen, wen wir auswählen werden.

Kannst du uns einen Tipp geben, wann das neue Album in etwa herauskommen wird?

Nein, es ist sehr schwierig für mich ein Datum zu nennen, da wir noch nicht mit den Aufnahmen begonnen haben. Daher können noch so viele Dinge während der Aufnahme passieren. Also ist es sehr gefährlich ein Datum bekannt zu geben. Es kann während der Aufnahme einiges passieren – zum Beispiel könnte die Person, die das Album abmischt, krank werden und wir müssten uns nach jemand neuem umschauen, was sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Also können wir kein Datum nennen, bevor wir mit den Aufnahmen begonnen haben, aber ich würde sagen, dass es unser Ziel ist, Ende dieses Jahres damit fertig zu sein, oder im ersten Monat des nächsten Jahres.

Verstehe. Wie läuft es übrigens bei PREMACY?

PREMACY läuft momentan gar nicht. Um ehrlich zu sein haben wir uns entschieden die Band niederzulegen. Da ist sehr viel passiert – wir haben zwar ein Album für PREMACY aufgenommen, aber Thomas, der Sänger, hat ein großes Problem mit seinem Rücken. Er hatte dieses Problem von Geburt an und dann hatte er auch noch einen Unfall mit seinem Snowboard und konnte für vier Jahre nicht arbeiten. Er hatte eine Menge Operationen und so weiter und während wir das PREMACY Album aufnahmen war es zu hart für ihn jeden Tag im Studio zu sein und am Mikro zu stehen und zu singen, weil es für seinen Rücken eine zu große Belastung war. Für mich ist seine Stimme eine der besten Stimmen hier im Umkreis, aber da er nicht so auftreten kann, wie er es gern würde, ist es sehr schwierig für unser Projekt. Es war sehr traurig für ihn, dass er uns nicht mehr bei den Vocals helfen konnte. Wir haben es zwar mit ein paar neuen Sängern probiert, aber es war nicht das Gleiche - sie waren nicht auf demselben Level. Und dann dachten wir uns, dass dieses Projekt nicht mehr das Recht hätte zu leben (lacht). Ich finde, dass die Vocals das wichtigste sind, da sie quasi die Band tragen. Nimm zum Beispiel IRON MAIDEN: Paul Di’Anno war zwar ein großartiger Sänger, aber als Bruce Dickinson kam brachte er die Band auf ein ganz neues Level. Und als dann Blaze Bayley nach ihm kam, stürzte die Popularität der Band ab. Sie spielten in einer Konzerthalle für 400 Leute (lacht). Es lag alles am Sänger, OK vielleicht machten sie in dieser Phase auch nicht die besten Songs, aber es lag vor allem daran, dass sie keinen guten Frontman hatten. Der Sänger ist sehr wichtig und das Gleiche fühlten wir auch bei PREMACY. Thomas hat uns wegen seiner gesundheitlichen Probleme verlassen und mit ihm haben wir die Schlüsselfigur der Band verloren. Und es fühlte sich einfach nicht richtig an diese Songs mit jemand anderem zu machen. Ich würde gerne mal eine Band mit dem Stil von PREMACY machen, aber dann würde es etwas komplett Neues mit einem neuen Sänger werden.

Das gute daran ist, dass du dich jetzt mehr auf SOUNDBORNE konzentrieren kannst.

Ja, Stimmt. Wie ich schon gesagt habe haben wir so viel Material für das neue SOUNDBORNE Album, dass wir eine Band präsentieren werden, die viel mehr in Richtung Progressive gehen wird, die womöglich auch etwas härter sein wird - mit mehr Metal. Daran arbeite ich momentan richtig hart.

Danke für das Interview und ich freue mich schon darauf mehr von SOUNDBORNE zu hören.

Danke und das wirst du. Ich bin sehr stolz auf das erste Album und darauf, mit Leuten wie Daniel Bergstrand gearbeitet zu haben. Es ist echt toll mit jemandem wie ihm zu arbeiten, der so genau weiß was er tut. Und es wird auf dem nächsten Album sogar noch besser jedem zu zeigen, was wir tun.

Viel Glück und ich hoffe, wir werden bald wieder von euch hören.

Daran besteht kein Zweifel (lacht). Und wir werden nach Deutschland kommen, das ist sicher. Aber wie schon gesagt können wir momentan kein konkretes Datum nennen, aber Deutschland ist für uns ein sehr wichtiges Land und es wird sicher einer der ersten Orte sein, den wir besuchen werden um dort zu spielen.

Vielleicht macht ihr dann auch einen kleinen Sprung über die Grenze nach Österreich?

Klar!

OK! Danke für das Interview!

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