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:: EARTH CRISIS


Scott Crouse (11. April 2009):

Wir sind aggressiv und energiegeladen und das sollte man auch auf der neuen Platte hören

Das Sprachrohr der Veganer und Straight Edge Bewegung ist back! EARTH CRISIS und ihr Comeback Album "To The Death" - Gitarrist Scott Crouse hat in unserem Gesrpäch alle Details parat

Interview by reini
Interview...

Hey Scott, zuerst möchte ich anmerken es tut gut, verdammt gut, dass ihr wieder aktiv seid – ehrlich!

Oh Thank you very much, i appreciate that!

Sag mal, wann habt ihr Jungs Euch jetzt tatsächlich entschlossen wieder unter EARTH CRISIS aktiv zu werden, Euer letztes reguläres Album „Slither“ erschien ja 2000 – und da klammern wir das reine Coveralbum „Land of the Sane“ von 2001 mal aus – OK!

Ja! 2000 war „Slither“, aber im Endeffekt waren wir immer in Kontakt in den ganzen Jahren. Einige von uns, darunter auch unser Fronter Karl, waren bzw. sind nach wie vor bei FREYA aktiv, dann haben wir gemeinsam ein Projekt mit dem Namen Path of Resistance gemacht. Du siehst also wir waren eigentlich permanent in Kontakt und haben sogar viel zusammen gearbeitet. In dieser Zeit kamen auch immer wieder irrsinnig viele Angebote Shows zu spielen. Es war dann irgendwann 2006 wo wir uns dann zusammengesetzt haben und uns die Frage stellent: Warum sollen wir das eigentlich nicht tun? Der Hauptgrund war sicher, dass EARTH CRISIS wieder so was wie der Mittelpunkt unserer Leben wurde. Darum entschieden wir uns dann auch schlussendlich die ganze Sache wieder durchzuziehen. Natürliich unter anderen Voraussetzungen als im Jahr 2000. Mittlerweile haben alle in der Band Familie, manche wohl auch differenziertere Karrierevorstellungen, aber wir wollten das jetzt unbedingt machen, es musste halt in unsere geänderten Lebensumstände passen.

Wie schwierig oder nicht war es eigentlich eine vernünftige Company nach der Reunion zu bekommen. Und wie glücklich seid ihr jetzt ein Mitglied der Century Media Familie zu sein?

Also um ehrlich zu sein, das war überhaupt kein Thema. Theoretisch waren wir ja nach wie vor bei Victory Records unter Vertrag. Da hatten wir aber mittlerweile das Gefühl, dass wir zu diesem Label überhaupt nicht mehr passen würden, einfach weil die in eine komplett andere musikalische Richtung abgedriftet sind. Ich hab nach wie vor den tiefsten Respekt vor Victory, die haben in der Vergangenheit immens viel für uns und unseren Erfolg gearbeitet und wir sind mit vielen von der Company nach wie vor gut befreundet, aber wie schon erwähnt in deren Rooster hätten wir jetzt wohl nicht mehr wirklich hineingepasst. Es war dann auch Victory, die uns ermutigten uns anderwärtig umzuschauen. Century Media wollten uns ja schon in der Vergangenheit mal signen, jetzt hatten dann beide Seiten das Gefühl es wäre der perfect Match

Euer neues Album – „To The Death“ – das habt ihr Jungs ja gleich selbst produziert, einfach aus dem Grund, weil ihr haargenau wisst wie ein EARTH CRISIS Album zu klingen hat?

Ja das kommt in etwa hin! Wir hatten natürlich die komfortable Ausgangssituation, dass wir uns unsere alten Platten anhören konnten und da genau analysieren konnten was hat funktioniert und was nicht. Wir haben uns da „Firestorm“ oder „Destroy the Machines“ angehört. Die Soundqualität kann zwar mit modernen Produktionen nicht mehr mithalten, aber da war definitiv Energie drinnen, mehr als auf „Breed The Killers“ oder „Slither“ zum Beispiel. Jetzt nichts gegen die beiden Platten, aber im Nachhinein haben wir herausgefunden, dass sie uns einfach eine Spur zu steril klingen, das ist fast zu präzise das Ganze. Das passt auch überhaupt nicht zu EARTH CRISIS, wir sind aggressiv und energiegeladen und das sollte man auch auf der neuen Platte hören. Da spielt es dann keine Rolle ob wir perfekt im Timing sind oder so, es geht ums Feeling! Das hat uns die ganze Geschichte natürlich erleichtert, wir wussten wie die neue klingen soll, der Rest war dann relativ einfach!

Das Mix und Mastering hat dann aber schlussendlich er Tue Madsen in Dänemark erledigt. Normalerweise macht der ja eher moderner ausgerichtete Bands – war das Eure alleinige Entscheidung, oder hat Euch da vielleicht Century Media einen kleinen Tipp gegeben?

Nein, nein das war unsere Entscheidung. Ich bin ein riesengroßer Fan von Tue Madsen und seinen Produktionen. Ich mag Arbeiten die er mit MAROON oder HEAVEN SHALL BURN gemacht hat. Der Tue versteht es die Livepower einer Band authentisch umzusetzen und das alles in einer Produktion die perfekt in das Jahr 2009 passt. Das ist die perfekte Kombination dieser beiden Komponenten, der Sound klingt sehr klar, aber die ganze Aggression ist nach wie vor vorhanden. Und genau das wollten wir von ihm bekommen und genau das haben wir auch bekommen. Und ich kann Dir heute schon sagen, wir werden auch in der Zukunft mit Tue Madsen zusammenarbeiten.

Eine Sache bei Euch wird sich aber wohl nie ändern. Auch „To The Death“ ist nahezu Gitarrensolo Freie Zone! Schaut so aus, als ob Erick und Du nicht unbedingt die größten Freunde von Gitarrensolis seid!

*lacht*
Also ein ganz kurzes Solo haben wir ja in den Song „When Slaves Revol“ eingebaut, aber das dauert gerade mal knappe zehn Sekunden oder so. Das haben wir auch manchmal in der Vergangenheit gemacht, auf „Destroy The Machines“ zum Beispiel. Aber um ehrlich zu sein, passt das ja gar nicht zu EARTH CRISIS. Wir sind nicht die besten Gitarristen und konzentrieren uns eher auf gute Rhythmen als auf Solis, auch weil es in unseren Songs ja kaum Platz dafür gibt.

Century Media weisen ja in ihren Promotexten sehr offensiv darauf hin, dass EARTH CRISIS das Sprachrohr der militanten Veganer und Straight Edge Bewegung waren und auch noch sind. Das ist alles sehr begrüßens- und auch unterstützungswert, aber glaubst du nicht auch, dass gerade das Wort militant vielleicht doch ein wenig zu gewalttätig klingt?

Ja das sehe ich genauso wie Du. Darum haben wir das jetzt auch aus unserer Bio herausgenommen und auch den Leuten von Century Media gesagt sie sollen es doch bitte weglassen. Wobei ich muss hier schon dazusagen, dass für uns das Wort militant wohl eine andere Bedeutung hat als für den durchschnittlichen Bürger. Darum hatten wir anfangs auch kein wirkliches Problem damit, wir unterstützen nun mal Gruppen wie die Animal Liberation Front oder dergleichen, die einfach auf mehr direkte Aktionen aus sind um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Ich bzw. die ganze Band steht hinter diesen Organisationen ohne Wenn und Aber. Doch haben wir eingesehen, dass gerade das Wort militant dann vielleicht doch etwas zu gewagt war in diesem Konnex.

Jetzt schmeißt ihr Euch ja im Mai zusammen mit WALLS OF JERICHO, REIGN SUPREME und UNHOLY auf große US Tournee – was uns Europäer viel mehr interessiert ist aber, dass ihr im Herbst bei der „Hell on Earth“ Tour dabei sein werdet - richtig?

Ja das stimmt. Soweit ich informiert bin sind bis jetzt auch schon UNEARTH und SWORN ENEMY bestätigt. Auf diese Geschichte freuen wir uns natürlich schon ungemein, auch weil das ein ziemlich starkes Paket werden wird und für uns ja die erste Tour bei Euch mit dem neuen Album sein wird.

Letztes Jahr hat ja I SCREAM RECORDS Euer „Breed The Killers“ Album mit zwei Bonusstücken neu aufgelegt – inwieweit war die Band in diese Widerveröffentlichung mit einbezogen worden?

Da waren wir komplett mit einbezogen. War auch einen coole Sache. Das lustige war allerdings, dass wir erst nach der Veröffentlichung erfahren haben welches Label jetzt tatsächlich das Ding released hat. Aber in der Entstehung waren wir voll dabei, haben am neuen Layout mitgearbeitet, die beiden unveröffentlichten Stücke ausgesucht.

Scott – Danke für Deine Zeit! Es war mir eine Freude! Ich hoffe wir sehen uns bei der „Hell on Earth“ Tour!

Das wäre mir eine Freude Man!

Dann trinken wir einen Orangensaft zusammen OK!

Das klingt wunderbar!

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