Interview...
Hallo Anna und Kay, es freut mich sehr, dass ihr beiden euch Zeit genommen habt nuns einige Fragen für strombringer.at zu beantworten. Euer Bandname lautet ins deutsche übersetzt „Ich der Helvetier“. Welche Bedeutung hat der Bandname für euch und wie seid ihr auf die Idee gekommen euch so zu nennen?
Anna:
Das ist eine schwierige Frage für uns, denn wir waren nich von Anfang an in der Band, das war Chringels Projekt und der Name beschreibt unser Konzept es geht um die Geschichte der Helvetier, das verbindet uns auch mit dem Namen, das Interesse von wo wir stammen.
Kay:
Ich bin da erst seit einem Jahr dabei ich kann da auch nicht viel dazu sagen.
Was denkst ihr, ist das Besondere bzw. Einzigartige an eurer Band?
Kay:
Die Instrumente, bevor ich zu Eluveitie gegangen bin hab ich nicht mal gewusst, dass es gewisse Musikinstrumente überhaupt gibt.
Anna:
Wir können sozusagen auch auf das Keyboard verzichten, was ja sehr beliebt ist in der Paganszene. Der Folk Anteil ist bei uns gleichermaßen angesiedelt wie der normale Metal. Es ist die Mischung was es bei uns ausmacht.
Bis dato habt ihr schon viele Alben veröffentlicht, welche sehr verschieden sind. Was sind die unterschieden zwischen diesen Alben?
Anna:
Zu Beginn waren wir eine Undergroundband, die noch nicht ausgereift war. Die Spirit war dann schon etwas Slania ähnlich. Und Slania ist die Art von Produktion wie es sich Chringel schon immer vorgestellt hatte. Bei Spirit waren die Folkinstumente noch recht laut, und dominanter gegenüber dem Metal. Slania war dann genau dass von der Produktion her was wir wollten. Hier hört man die schöne Gleichberechtigung von Metal und Folk die fliesenden Übergange. Eben ein sehr harmonisches Album. Evocation ist dann wieder was ganz anderes da fehlt der Metal komplett.
Euer neues Album „Evocation I – The Arcane Dominion“ ist vor kurzem veröffentlich worden. Was hat euch dazu bewegt ein solches Konzeptalbum zu schreiben welches zum größten Teil Instrumental ist?
Anna:
Ja, das stimmt. Ein großer Teil des Konzeptes war es, die wenigen Texte die es gibt in gallischer Sprache zu singen. Es sind sehr alte Texte und handeln von der Geschichte und sie sind sehr verschieden von der Thematik her.
Was wollt ihr mit euren Songs, die großteils auf gallisch gesungen werden aussagen? Denn dies ist doch eine sehr alte und geheimnisvolle Sprache.
Anna:
Eigentlich ist es eher eine Darstellung. Wir wollen, dass die Sprache wieder mehr in den Vordergrund gesetzt wird. Denn auch in der Schweiz wissen nicht viele, dass wirklich Gallisch gesprochen wurde. Und das wollen wir den Leuten wieder vermitteln, die alten Wurzeln von früher. Wir wissen es auch nicht wie man es genau ausspricht, wir können es nur erahnen und uns ein Bild davon machen.
Wie verläuft das Songwriting bei euch? Macht ihr das alle gemeinsam oder steuert jeder etwas bei und einer zieht die Fäden zusammen?
Kay:
Die Grundidee der Songs kommen meistens von Chringel, aber jeder kann sich irgendwie einbringen. So habe ich es bis jetzt in dem Jahr kennengelernt. Es ist genügend Raum für jeden da seine Instrumente und Ideen einzubringen.
Was bevorzugst du? Große Festivals oder kleine Konzerte, wo dir die Fans nahe sind?
Kay:
Tour, eine eigene Tour wäre für uns das Größte. Eine Show macht Spaß, aber eine Tour ist schon etwas anderes. Hauptsache der Spaß stimmt da ist es auch egal ob es eine kleine Halle mit 50 oder ein Festival mit 10.000 Zuschauern ist. Wichtig ist, dass es rockt.
Wenn du es dir aussuchen könntest, mit wem würdet ihr am liebsten touren?
Anna:
Mit Bands die überhaupt nicht zu uns passen, ich würde am liebsten Desaster oder meiner Lieblingsband mit Pink Floyd touren, aber das wird wohl nie passieren. Oder mit Bands mit denen es nicht möglich wäre, das wäre eine tolle Herausforderung.
Kay:
Bei mir wäre es Nevermore, weil das die Metalband schlechthin für mich ist.
Wie sieht dein durchschnittlicher Tour Tag bzw. Festivaltag aus? Wie vertreibst du dir die Zeit wenn du im Tourbus unterwegs bist?
Anna & Kay:
Wir machen viel Schwachsinn in der Gruppe. Und haben daher sehr viel Spaß miteinander.
Was war das verrückteste Erlebnis während einer Tour?
Kay:
Du das kann ich dir nicht erzählen, das ist nicht jugendfrei.
Anna:
Es gibt da soviel, es ist schwierig zu sagen. Wenn wir auf Tour sind, da passiert immer soviel.
Kay:
Naja wir machen immer blöde Witze.
Auf der Tour „Chaos over Europe“ wart ihr mit einigen Bands gemeinsam unterwegs. Wie gut hat Kay das spezielle Schlaflied „Der Mond ist aufgegangen“ von Emergency Gate gefallen?
Kay:
Das war grauenhaft das war so mein Tour Albtraum, wenn ich mich ins Bett lege dann will ich einfach nur meine Ruhe haben, und ich könnte ihn heut noch dafür töten mich damit gequält zu haben. Aber es wurde dann zum Tourritual. Das war dann schon OK. Die Tour war wirklich sehr cool, vor allem da wir verschiedene Bands waren. Wir haben viele neue Orte gesehen an denen wir noch nie waren, und einige waren wirklich verdammt kalt. Die Tour war auch sehr lange. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Aftershowparty in Wien, das war eine der besten der ganzen Tour.
Was sind eure Zukunftspläne? Dürfen wir euch auch mit einer Headliner Show in Österreich erwarten?
Anna:
Ja, aber das entscheiden ja nicht wir ob wir headliner sind oder nicht, aber ich denke schon, dass dies bald kommen wird.
Wenn du kein Rockstar geworden wärst, was wäre deine Alternative?
Kay:
Rockstar, denn ich wollt nie was anderes werden als Musiker. Wenn das nicht möglich wäre, dann würde ich Pornodarsteller werden. *lacht* Nein du, ich weiß es wirklich nicht.
Anna:
Ich hätte Philosophie studiert und dann nicht gewusst was ich damit machen soll.
Welche 3 Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
Anna:
Eine Flasche Gin, meine Drehleier und der MP3 Player
Kay:
Eine Gitarre auf jeden Fall, Sonnenbrille sehr wichtig für mich, und ein hübsches Mädl oder irgendwas Alkoholisches.
pic by Manuel Vargas Lépiz (www.manvarle.com)
Wie kann man ein hübsches Mädl und irgendwas Alkoholisches auf eine Stufe setzten?
Ich sagte ja entweder oder. *gg*
Und zu guter letzt: Was können wir in deinem Kühlschrank finden?
Anna:
Also bei mir sind es meistens irgendwelche Kochreste, denn wenn ich für 2 koche wird es meistens für 10 Personen und merke das nicht.
Kay:
Mein Kühlschrank ist meistens leer, und wenn was drinnen ist es meistens Käse, sonst ist da nicht viel zu finden.
Hast du noch etwas auf dem Herzen was du den stormbringer.at Fans noch mit auf den Weg geben willst?
Anna:
Ein großes Dankeschön denn ohne sie wären wir nichts.
Kay
Danke für die ganze Unterstützung auf allen Touren und Konzerten sowie den Festivals.
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