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:: NAME


Jeremy (26. April 2010):

,Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie sich ein Lied, an dem wir zusammen arbeiten, im Endeffekt entwickelt.

Chaotisch, energiegeladen und abwechslungsreich. So könnte man die Spielweise von NAME beschreiben. Hier ein paar Statements von Bassisten Jeremy zu ihrem neuen Album ''Internet Killed The Audiostar":

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Interview by Philipp
Interview...

Ihr spielt ja ziemlich ausgeprägten Mathcore. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, so viele verschiedene Stilrichtungen zu mischen?

Jeremy: Ich denke nicht, dass wir unsere Musik jemals so ausgesucht haben. Es ist und war auch immer eine natürtliche Entwicklung unserereits. Wir glauben einfach, dass sich unsere Musik von Tag zu Tag durch Ideen, Gedanken und Stimmungen entwickelt hat. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie sich ein Lied, an dem wir zusammen arbeiten, im Endeffekt entwickelt. Nämlich ganz anders als es unsere anfängliche Absicht war. Natürlich lieben wir den Aspekt harter Musik und das durchaus reizvolle Gefühl energiegeladene Songs zu hören die einen dazu verleiten, sich zu bewegen. Ob nun durch Intensitäts- oder Tempoveränderungen. Aber manchmal sollte man einfach jemanden anschreien umauf sich aufmerksam zu machen. Aus dem Grund auch das Geschrei in unseren Songs. Haha. Auch finde ich den Ausdruck ''Mathcore'' sehr lustig, weil ich der einzige in der Band bin, der ziemlich gut in Mathe kann ist. Haha.

Welche Bands gefallen Euch am besten? Und haben Euch diese auch inspiriert?

Jeremy: Wir haben immer die Kunst ethischer Bands von den späten 60ern und frühen 70ern bewundert und respektiert. Bands wie Led Zeppelin waren schon so weit voraus mit dem was sie taten. Sie hätten eine komplette Methamorphose ihrer Lieder live machen können und sie verwandelten einen 6 minütigen Song in ein 30 minütiges Werk. Denn sie hatten das Gefühl, eine richtige Sache zu machen. Zu dieser Zeit war es die Idee, so lange zu touren, bis du vor Erschöpfung beinahe tod bist. Led Zeppelin hatten kein Myspace, der Zugang zu zur Welt war einzig und allein durch Shows gegeben, oder halt wenn dein Kumpel dir die Musik vorspielte.Für mich definitiv ein bewundernswertes Stück Ethic.

Mögt ihr lieber die ruhigeren Parts oder die aggressiveren Teile eurer Songs spielen?

Jeremy: Ehrlich, ich möchte einfach mal sagen, dass ich wirklich stolz bin und das meiste liebe, das wir produzieren. Wir widerholen uns nur sehr selten in unseren songs. Das ständige und konstante Wechseln verschiedener Parts unserer Songs läuft so flüssig, dass man fast schon ein Stück zurückspulen muss, um vollkommen zu realisieren, was da gerade passierte. Ich kann auf jeden Fall behaupten, ein großer Fan unserer energiegeladenen Songs zu sein, die einen auch mal dazu verleiten können, sich in den Brustkorp zu fassen, so als wenn jemand dort hineingeschlagen hätte. Zum Beispiel das Ende unseres Songs ''Charmer'' oder das Ende von "Your Sun Machine, Your Space Embracer" sind kalsse. Das sind die Segmente unserer Songs die ich immer wieder gerne höre und spiele.


LYV Photography

Wie wichtig ist für Euch eine gute Performance wenn ihr Konzerte gebt?

Jeremy: Wir sind sehr stolz auf die Musik, die wir kreieren. Allerdings sind unsere Live Shows einfach unser Brot und Butter. Wir wollen unseren Zuhörern die volle Bandbreite präsentieren und ein angenehme Erfahrung geben. Dann fange ich an mich wie ein protziger Hippi anzuhören, Haha. Aber ehrlich, wir halten uns bei unseren Shows nie zurück, und erwarten auch von unseren Zuhörern das Selbige zu tun.

NAME steht ja für ''New Approach to Martyrs Expressions''. Was genau steckt den hinter diesem Namen und wie seid ihr darauf gekommen?

Jeremy: Wes hatte den Titel ''New Approach'' schon Jahre lang. Ich glaube, er schrieb es sogar in sein Notebook für die hohe Schule und es kursierte eine Zeit lang überall. Dieser bestand, bis sich unsere Kindheits-Band löste (welche aus mir, Wes und Bobby bestand), über sieben Jahre zuvor. Dann reformierte wir uns mit einer aggressiveren, ethischen Abeitsweise und kamen zurück auf den "the new approach to martyr's expressions" Titel. Im Nachinein ist dieser Name ja schon etwas selbsterklärend. Aber wir wollen damit zum Ausdruck bringen, eine Band zu sein, die sich immer weiterentickelt, und dabei nicht stehen bleibt. Wir wollten das mit ausreichend Überzeugung zeigen. Und mit dem Namen ''name'' drückt man schon etwas Anonymität aus, was manche dann auch interessiert. Mit Bandnamen wie Cannibal Corpse oder Dying Fetus kann man ja ziemlich sicher davon ausgehen, dass es Death Metal Bands sind. ''Name'' ist ein wenig formloser, der die Linien zwischen den Titeln und Genres etwas vermischt. Wir verstehen ja, dass es ein bißchen schwieriger ist, uns beispielsweise online zu finden, aber wenn wir gefunden werden, dann weil man es wirklich wollte. Haha.

Wie verbringt ihr Eure Zeit, wenn ihr gerade keine Musik macht? Was sind Eure Lieblingsbeschäftigungen?

Jeremy: Die meisten von uns leben sehr gesund, während sie nicht auf tour sind. Sie erledigen typische Arbeiten, gehen raus und ernähren sich gesund. Aber ehrlich gesagt besuchen wir gewöhlich viele Shows. Und das nicht nur um die Musik-Szene zu unterstützen, sondern auch um uns zu neuen Ideen inspirieren zu lassen und einfach um neue Sounds zu hören. Wenn wir mal nicht unterwegs sind, arbeitet Wes in San Francisco und hört dort auch immer neue Musik. San Franciso hat nämlich ein solch unglaubliches Angebot an Musik, dass man dort so zwischen viel auswählen kann. Und es ist sehr leicht, in der Stadt neue Inspirationen zu finden. Wir wenden dieses verschiedene Material auch in unserer Musik an. Nebenbei schreibt Wes Screenplays und Lyrics.


LYV Photography

Mit welcher/welchen Bands würdet ihr am liebsten zusammen auf Tour fahren?

Jeremy: Wir mögen es immer mit verschiedenen Bands zu touren. Das hält die Show zum einen interessant und lässt auch die Fanbase verschiedener Genres zusammen verknüpfen und verschafft Dynamik. Wir haben mit Death Metal Bands, Punk Bands, Jazz Gruppen, Alternative Bands, Hardcore Bands, und auch Noise Artits getourt. Ich genieße es wirklich immer wieder mit so vielen Verschiedenen Bands auf Show zu gehen und somit wollen wir unseren Fans auch die gleichen Feelings, die wir haben, vermitteln.

Hat das Saxophon auf eurem Cover eine bestimmte Bedeutung, oder warum habt ihr es gewählt?

Jeremy: Das Instrument auf dem Cover ist eigenltich ein französisches Horn. Wir haben uns gedacht, dass dies ein interessantes Motiv, passend zu unserem Album ist. Es zeigt ein etwas unkonventionelles Instrument auf, mit einem Wirbel der die Theme ''internet killed the audiostar'' spielt. Es ist ein technich überholtes Instrument außerhalb der klasssichen Musik und es ist ein Symbol für ein Ende einer Era und für den Start einer Neuen. 10 jahre zuvor hörten wir noch komplett andere Musik.

Wie entstehen Eure ganzen kreativen Einfälle zu Eurer komplexen Musik? Wer von Euch übernimmt welche Parts?

Jeremy: Unser Schreibprozess ist sehr interessant. Mein Bruder, Wes (der Sänger, Gitarrist von name) und ich sind konstant am schreiben. Wir senden uns gegenseitig unsere Riffs als Dateien zu, die wir kreiert haben, und es gibt mir die Gelegenheit, meine Gedanken und Ideen in Erfüllung zu bringen. Manchmal tun wir uns zusammen und spielen unsere Parts und tauschen dabei unsere Ideen untereinader aus. Das machen wir seitdem wir beide Kinder sind. Aber soweit die Komplexität dieser Songs auch geht, wir übersteigen nie vorsätzlich unsere Art und Weise. Ich wuchs auf mit dem Spielen von Jazz und und behielt auch manche Ideen bei und fügte diese zu meiner Spielweise hinzu. Ich habe es immer genossen, Einflüsse aus Filmen und der Literatur in meine Stücke einfließen zu lassen, und lebe um diese zu kreieren. Also, ich liebe Odd Meters, so wie Dave Brubeck es in seinen Songs macht und dieses konstante Wechseln der Parts, welches sich allerdings nie wirklich selbst wiederholt. Die meisten Leute wissen gar nicht, dass ich auf dem halben Album Gitarre spielte, aber wenn du achtsam zuhörst, kannst du eine Menge ändernder Stile verzeichnen. Mein Bruder und ich schreiben die ganze Musik selbst, wir kombinieren somit unsere verschiedenen Hintergründe und schaffen etwas, was meiner Meinung nach ein Unikat ist. Wes hat es mehr auf die dunkle polyrithmische, ethereale, bluesy "just-got-out-of-the-70's" Stilrichtung abgesehen. Ich hingegen bin mehr der mechanische, riffy, jazzy, "does-this-time-signature-even-exist?" typ-Spieler. Deshalb hören wir uns auch so vielseitig an.

Gibt es noch irgendwelche Dinge, die ihr euren Fans unbedingt mitteilen möchtet?

Jeremy: Unser Album wird am 19ten april in Europa veröffnetlicht. Hört es euch also bitte an. Wir hatten damit harte Arbeit gehabt. Habt Dank wegen eurem Support, alle Bands reden über denselben Mist, aber wirklich, wir sind richtig dankbar. Es ist so erstaunlich, wenn andere Leute es wirklich richtig genießen und das, was wir machen, verstehen. Euer Support hält uns am laufen. Wr hoffen, euch alle dieses Jahr in den Staaten oder in Europa zu sehn. Wir werden für den Rest unserer Tage touren und kommen immer eine Stadt näher. Biss dann. Vielen Dank an euch, und dank Dir für das Interview.

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