Tinta Leal

:: ROOGA


Kati (22. Oktober 2010):

Grundsätzlich möchte ich allerdings betonen, dass Jägermeister die Firmenpolitik „drink responsibly“ vertritt, was ich persönlich auch sehr unterstützenswert finde.

Nix da mit Komasaufen... ROOGA sind zwar die „Jägerband Österreichs“, wissen aber nicht nur marketingtechnisch überzeugend aufzutreten. Das zweite Album "Behind the Mirror" legte Zeugnis eines gewissen Reifeprozesses ab, Sängerin und Leitwölfin Kati im Gespräch über alternative Vertriebswege, vermeintliche Chartbreaker und einen leichten Uhrenfetisch.

Interview by reini
Interview...

Hi Kati! Ihr habt Euch bei „Behind The Mirror“ für das Konzept von ARTIST STATION entschieden - die Verbreitung der Musik auf Tonträger erfolgt als Dienstleistung gegen prozentuale Beteiligung – ist das Eurer Meinung ein Weg, dem u.U. die Zukunft gehören könnte, auch weil er den Künstlern vollste Entscheidungsfreiheit bietet?

Absolut! Uns gefällt die Idee, selbst weiterhin alle Entscheidungen zu treffen, da wir ja doch schon alle einige Jahre im Musikbusiness am Buckel haben und daher ganz gut wissen, was für uns in Frage kommt und wohin wir wollen. Und mit ARTIST STATION wird uns die Möglichkeit eines professionellen Produktmanagements, Vertriebs und auch Promotion geboten, es liegt aber in unserer Entscheidung, wie wir diese Tools nutzen. Ganz grundsätzlich sind solche Modelle sicher sehr zukunftsweisend, da sich die Musikindustrie ja schon seit einiger Zeit grundlegend wandelt.

„Behind The Mirror“ hat mir wieder einmal bestätigt, dass mir bei Euch mittlerweile schon fast die Superlative auszugehen drohen, auch medial rührt sich da unheimlich viel (GoTV, Mulatschag etc.) – aber das Patentrezept um jetzt einen gewissen Flächenbrand österreichweit auszulösen habt ihr auch nicht parat oder?

Zunächst mal vielen Dank für das schöne Kompliment :-)
Patentrezepte gibt es aber grundsätzlich nicht, man kann mit Medienarbeit zwar dafür sorgen, dass man von einer breiteren Masse „gehört“ und „gesehen“ wird, was die Hörer dann jedoch gut finden und wofür die ihr Geld ausgeben, hat aber, gottseidank, dann jeder selbst zu entscheiden. Und ob man einen Flächenbrand auslösen kann, hat immer auch mit Glück zu tun – also drück uns die Daumen ;)


pic by Isabell Gabriel finished by Paola Daniela Cermak

Jetzt hab ich für meinen Teil auf dem neuen Album einen Song entdeckt, der doch so etwas wie ein Chartbreaker werden könnte – ich rede von „Broken“ – ihr habt aber rotzfrech als erstes Video das weit schwerer zugängliche „Face to Face“ auserkoren – warum „Face to Face“ und fallen solche Entscheidungen basisdemokratisch, oder gibt es bei ROOGA so etwas wie einen Leitwolf bzw. eine Wölfin, der bzw. die eine gewisse Entscheidungsgewalt hat?

Wir wollten als erste Single einen Song der ROOGA repräsentiert, der rockt, eine charakteristische Hookline hat und dennoch ins Ohr geht – und da war „Face to Face“ perfekt dafür.

Grundsätzlich sind wir eine demokratische Band, jedes Bandmitglied kann Einfluss auf Entscheidungen nehmen und meist wird abgestimmt, da es uns sehr wichtig ist, dass jedes einzelne Bandmitglied mit der Entscheidung gut leben und sich auch damit identifizieren kann.

Nachdem mir das Bild vom „Leitwolf“ vor dem Hintergrund unseres Videos aber so gut gefällt ;) würde ich mal ganz grundsätzlich sagen, dass ich die Leitwölfin bin, die dann in letzter Instanz die Entscheidungen fällt, aber erst nachdem ich mich mit meinen Bandkollegen abgesprochen habe.

Die leicht provokante Frage kam deswegen, weil ja 50% der Band auch privat liiert sind – wie schwierig ist das Kati und Klaus sagen wir berufliche Agenden und das Privatleben zu trennen, gibt es da Konfliktpotential oder geht das bis jetzt eher easy von statten?

Oft fällt es uns natürlich schwer, die Band im Proberaum zu lassen und so wird dann auch daheim über manche Sachen weiterdiskutiert, zumal ROOGA ja auch einen großen Teil unseres Lebens einnimmt.

Auf der anderen Seite ist es aber sehr schön, die Möglichkeit zu haben, viel Zeit miteinander zu verbringen (was ansonsten bei 2 Musikern sicher schwieriger ist) und tolle Erlebnisse zu teilen, die auch sehr stark verbinden.

Für unsere Bandkollegen ist es anders vermutlich gar nicht vorstellbar, nachdem Klaus ja erst zur Band gekommen ist, als wir bereits eine Beziehung hatten und da es die Band immer noch gibt und wir uns gut verstehen, scheint das so zu passen ;)


pic by Isabell Gabriel finished by Paola Daniela Cermak

Wer in der Band hat denn jetzt den Uhrenfetisch? „The Clock“; „Tick Tack Tock“, auch das Artwork Inlay lässt ja darauf schließen…oder nicht?

Gute Frage ;) Die Uhr war für uns zu Beginn auch nur ein Märchenelement, das wir auf „Behind the Mirror“ einbauen wollten, durch die Songs „The Clock“ und „Tick Tick Tock“ deren Text erst relativ spät im Entstehungsprozess des Albums entstanden ist, hatten wir aber plötzlich einen Beginn und einen Abschluss und damit die Notwendigkeit, der Uhr einen viel prominenteren Platz zu geben. Und das passt schon sehr gut so ;)

Wie wird man eigentlich „Jägerband Österreichs“ und seid ihr derart trinkfest, dass ihr das Unternehmen überhaupt adäquat vertreten könnt ;-)

Wir haben einfach gefragt und hatten das Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein ;)

Grundsätzlich möchte ich allerdings betonen, dass Jägermeister die Firmenpolitik „drink responsibly“ vertritt, was ich persönlich auch sehr unterstützenswert finde.

Die Marke Jägermeister ist natürlich sehr kultig und lässt sich hervorragend durch Rockmusik vertreten und diesem Umstand zollt die Firma durch die Präsentation von „Jägerbands“ (und das weltweit!!) Tribut, was für uns als Band natürlich eine tolle Sache ist.
Und trinkfest ist das eine oder andere Bandmitglied natürlich schon, und das bezieht sich jetzt nicht nur auf Jägermeister ;)


pic by Isabell Gabriel finished by Paola Daniela Cermak

Bitte hinterlasse hier noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser…

Das neue ROOGA Album „Behind the Mirror“ gibt es ab 29.10. im Handel zu kaufen und die CD Release Party findet am 6.11. im Wiener Local (http://www.local-bar.at/) statt. Eintritt sind 5 Euro, wer die CD jedoch bereits gekauft hat, kommt gratis rein.
Wir haben einige Specials, u.a. auch spezielle „Behind the Mirror“ Gastgeschenke vorbereitet, also lasst euch das nicht entgehen!
Weitere Termine sind am 13.11. im Jazzkeller Krems mit Dekor und am 4.12. im Freiraum St.Pölten mit Rocquette und JAG.

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