Naca7 - Michl Girsa

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Hardcore ist mehr als 'nur' Musik...

Der N7 Drummer im E-Mail Interview über den neuen Wurf "Barricades On Fire" und über nicht vorhandene Schubladen...

Text: adl
Veröffentlicht am 18.10.2005

Bitte erzähl´ kurz über Euren bisherigen Werdegang!

Die Band wurde 97´ von Sänger und Gitarrist Simon (es-j), Bassist joe und Schlagzeuger micha gegründet, bzw aus zwei Bands zusammengefügt . Anfangs rockten wir als Trio und produzierten die EP „welcome“ mit der wir gleich achtbare Reviews und Kritiken in Ö, D und England einheimsten. Ab dem Jahr 2000 bekamen wir Verstärkung von Christian (Hochi, ex Programm C) an der Gitarre. Viele Konzerte, Proben und Studioaufenthalte später durften wir dann im Jahr 2003 unser erstes Album „Several reasons to die for“ veröffentlichen. Spätestens ab dann war auch für alle klar das naca7 sich musikalisch und stilistisch etwas geändert haben und erwachsener geworden sind, ohne an härte und Intensität zu verlieren. Die Songs waren jetzt reifer und besser arrangiert, eine enorm wichtige Zeit für die Band weil es darum ging sich neu zu definieren. Dieser Weg wird bis heute verfolgt und spiegelt sich in dem eben veröffentlichten Album „Barricades on fire“ wieder.

Ihr bezeichnet Euren Stil gerne als „Airport-Hardcore“. Was darf man sich darunter vorstellen?

Hardcore ist für viele ein Begriff der unmittelbar mit Musik in Verbindung steht und wir werden oft mit Aussagen konfrontiert wie „das was ihr da von euch gebt ist aber alles andere als Hardcore....“. Uns geht es damit in erster Linie um das, was den HC ausmacht: Geradlinigkeit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Zusammenhalt und Respekt. Wir kommen genau aus dieser Ecke und so leben wir Bandintern und privat diese Art, unseren „Airport HC“! Das wir – musikalisch gesehen - nicht Sick of it all oder Agnostic Front sind wissen wir selbst, aber was uns mit all diesen Bands, Musikern und Fans verbindet sind die oben genannten Attitüden. Hardcore ist mehr als „nur“ Musik, für uns zumindest.....

Kommen wir nun zu Eurer letzten CD „Barricades On Fire“. Was kannst Du mir über die Entstehungsgeschichte erzählen?

Begonnen haben die ersten Demo - Aufnahmen und Hearings in unserem Proberaum, wo alle unsere Songs entstehen. Unsere CO-produzentin Birgit Denk (DENK), und Bernhard Gittenberger (Recordable Studio) wurden von Anfang an in die Produktion und Selektion der Tracks eingebunden. Im November 2004 wurde die erste Recording session im oben genannten Studio anberaumt. Die zweite folgte im Frühjahr diesen Jahres . Bis im Sommer wurde dann an der Produktion gefeilt, Gastsänger waren diesmal Marcus smaller (3FS), Birgit Denk, Titi Tinhof (DENK) und Gastmusiker (Mag. Harald Wiesinger (DENK/ Hammond. Paralell dazu wurde das Artwork und Layout des Albums von unseren Freund Milo (merchzilla, ex Schönheitsfehler) entworfen, der auch schon die Arbeiten zu „Several reasons to die for“ gemacht hat, und es kann sich, wie damals, mehr als nur sehen lassen! Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und Stolz allen unsere neues Werk vorstellen zu dürfen. Auf diesem Wege noch mal ein Dankeschön an alle Beteiligten!

Wie unterscheidet sich die CD Deiner Meinung nach von „Several Reasons To Die For“?

Dieses Album ist unserer Meinung nach die musikalische Fortsetzung von „Several reasons to die for“. Es geht weiterhin mehr in Richtung Rock, ohne wirklich nur ein Genre zu bedienen. Unser Anspruch liegt dabei in erste Linie darin gute Songs aufzunehmen, die funktionieren. Wir denken nicht in Schubladen und so wollen wir auch verstanden und gehört werden, als Band die ihre Songs mit Hingabe, Leidenschaft und Intensität vorträgt.

Wie zufrieden seid Ihr mit „Barricades On Fire“? Ist alles so geworden, wie Ihr es Euch vorgestellt hattet oder hättet ihr im Nachhinein betrachtet lieber irgendetwas anders gemacht?

Wie sagt man so schön, im nachhinein ist man immer gescheiter! Nein, spaß beiseite, das Album ist toll und wir sind sehr zufrieden. Gedanken wie „den einen oder anderen Riff genauer spielen zu müssen, das Drum-fill energischer zu gestalten, da und dort noch eine Gesangs-line einzusingen“ sollte man gar nicht groß aufkommen lassen, zumal wir als Musiker unsere Songs im Studio live einspielen, geht’s uns darum authentisch zu wirken und die Intensität rüber zu bringen. Wir hoffen das uns das auch gelungen ist. Einen besonderen Stellenwert hat für uns immer das mitwirken diverser Gastmusiker, wie dieses mal vom 3 feet smaller Sänger Marcus (Gesang „Dumb White Man), Thomas „Titi“ Tinhof und. Birgit Denk (DENK) (div Chorgesang und 2. Stimmen) und Harald Wiesinger (DENK), der mit seiner Hammond- Orgel einige unserer Songs zu einem Erlebnis machte! Die Texte vom Simon sind diesmal mehr am punkt, bzw. thematisieren für uns wichtige Dinge expliziter und unmissverständlicher ohne dem Zuhörer einen gewissen Interpretations –Spielraum zu nehmen.

Gibt es schon Reaktionen von Fans oder Presse? Falls ja, wie sehen diese aus?

Die Reaktionen sind breit gefächert und durchwegs Positiv bis Euphorisch! Vor allem Live gelingt es uns zu überzeugen. Naca7 ist eine live- Band! Reaktionen, egal wie sie ausfallen, haben immer etwas gutes, weil sich jemand mit unserer Musik beschäftigt und seine Gedanken dazu niederschreibt, sagt etc... das ist gut, vor allem für uns als Band weil wir das als Ansatz sehen um besser zu werden. Jede Kritik ist gut weil man ganz einfach im Gespräch ist, und das ist für eine Band wie wir es sind ja nicht alltäglich.

Ihr habt auf „BoF“ ein geniales Cover der BEATLES Nummer „Come Together“. Warum ausgerechnet diese Nummer?

Wie haben uns schon sehr oft mit Covers beschäftigt, anfangs waren da noch Songs von Sick of it all (Closer) oder Unsane, die vor allem live 1:1 präsentiert wurden. Es war aber schon sehr bald unser Bestreben einen Song herzunehmen, den viele kennen und ihn einfach in ein neues, in ein naca7 Gewand zu stecken, mit unserem Sound und unseren Ideen dazu. Wir hatten dann auch einige Songs im Gespräch aber bei den Proben war bald klar das uns „come together“ sehr entgegenkommt. Ich denke der Song ist schlichtweg genial geworden, nicht umsonst hat uns Sony/USA die Freigabe erteilt, diesen Song weltweit veröffentlichen zu dürfen!

Welche Nummer auf „BoF“ taugt Euch besonders?

Ich denke jedes Bandmitglied hat seine Fav´s auf diesem Album wie auch privat die Geschmäcker teils unterschiedlicher nicht sein können. Songs wie „Archangel“, „Questions never lie“, „Dumb White Man“ und „Smack, crawl & kill“ sind einfach wirklich gute Songs die Intensität, Kraft und Hooklines haben. Andere, wie „Kyoto Idiot“, „Pitch black“ und „Against etiquette“ sind Kracher der ersten Stunde und mit Songs wie dem Beatles Cover oder „the Query“ haben wir uns einfach mal in andere Gefilde gewagt. Ein durchaus ausgewogenes Album das nicht nur bestehende n7 fans mögen werden, dessen bin ich mir sicher!

Wie sehen die generellen Zukunftspläne von NACA7 aus? Wo seht Ihr Euch in 5 Jahren?

Naca7 sind was sie sind, das wird sich so schnell nicht ändern. 4 Typen, die gerne gemeinsam Musik machen, die Freunde sind und sich gegenseitig akzeptieren und respektieren. Wir meinen immer Glück zu haben, so gute Partner gefunden zu haben (Management, Booking, Verlag...), das wir die Chance kriegen unsere Songs auf einem derart hohen Niveau Produzieren und Präsentieren zu können, Videos Drehen zu dürfen und live aufzutreten. Das alles ist, und wird , für uns niemals selbstverständlich sein. Mit dieser Einstellung sehen wir in die Zukunft, egal wie sie dann aussehen mag. Wir wollen jedenfalls weiter an uns und unseren Songs arbeiten und jede Möglichkeit nutzen uns live zu präsentieren, der Rest kommt von ganz allein.

Danke für das Interview. Deine abschliessenden Worte bitte…

Wir halten mit Stolz unser neues Werk „Barricades on Fire“ in Händen und freuen uns darauf euch alle bei unseren Konzerten zu sehen, euch mit unserer Musik zu begeistern und mit euch zu feiern. Wir hoffen mit unseren Songs auch genau deinen Geschmack getroffen zu haben und sind dankbar für jede art der Unterstützung! In diesen Sinne dürfen wir für das Interview und das Interesse bedanken und verbleiben mit Respekt. Naca7 (es-j, joe, hochi, micha) ...


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