Gorilla Monsoon - Chris

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Aber was immer uns an Vorbildern auch beeinflussen mag, wir wälzen und schleifen es solange durch die vermisteten, stinkenden, vermoderten und vollgesifften Katakomben unseres Proberaums...

Staub, Dreck und tonnenweise Schweiß und dann noch dazu eine verdammte Dreckschleuder namens „Extermination Hammer“! GORILLA MONSOON Basser Chris im ähem Small-Drecks-Staub-Talk!

Text: Reini
Veröffentlicht am 14.12.2008

Leute, also soviel Staub und Dreck und Schweiß wie ihr mit „Extermination Hammer“ aufwirbelt kann ja in ganz Deutschland nicht vorhanden sein!

Chris: Danke für die Blumen. Aber im Ernst, wir kommen aus dem Osten, da gibt’s jede Menge Staub und Dreck, hehe.

Irgendwie erinnert ihr mich an einen dreckigen Bastard so irgendwo zwischen KYUSS/old-COC, SABBATH und eine Prise bastartized MOTÖRHEAD. Oder seid ihr doch einfach „nur“ GORILLA MONSOON?

Chris: Wenn wir eines definitiv nicht tun werden, dann unsere Wurzeln zu verleugnen. KYUSS, SABBATH oder MOTÖRHEAD waren/sind großartige Bands. Aber was immer uns an Vorbildern auch beeinflussen mag, wir wälzen und schleifen es solange durch die vermisteten, stinkenden, vermoderten und vollgesifften Katakomben unseres Proberaums, dass am Ende doch immer wieder GORILLA MONSOON rauskommt.

ABER in einem Song wie „Hatebreed“ zum Beispiel entdecke ich gerade in Jack’s Vocals auf viel, sehr viel Peter Steele – hat der Mr. Sabbath so was wie Vorbilder stimmlicher Natur?

Chris: Ich denke schon. Aber da sollte man ihn besser selbst fragen. Allerdings hält er ja auch nicht gerade hinterm Berg mit seinen Vorlieben, also liegst Du mit Deiner Vermutung sicher nicht wirklich falsch, hehe...

Aja – ist der Track „50$ Whore“ jetzt irgendwie autobiographisch, oder ist der bissig-sarkastische Text jetzt reine Fiktion?

Chris: 100% autobiographisch. Ach was, 200 % autobiographisch!!! Mindestens!

Übrigens für mich eines der besten Metal Stücke des heurigen Jahres! Bitte wie kann man nur so locker flockig einen derart genialen Track schreiben?

Chris: Also eigentlich ist das ja geheim, aber manchmal lutschen wir abwechselnd an einem alten Hustenbonbon, das wir 2003 unter dem Teppich unseres alten Proberaums gefunden haben. Und du kannst Dir nicht vorstellen, was dann so abgeht. Und bei „50 $ Whore“ hat der Herr Sabbath sogar zweimal gelutscht!

Jetzt stand ja eine Europa Tour mit GRAND MAGUS am Programm, die aber gecancelled wurde – lt. Eurer Webpage wärt ihr auch alleine losgetuckert, aber die Zahnräder des verfickten Musikbusiness griffen nicht so ineinander wie ihr es wolltet so schlimm mittlerweile, wenn der Tour Support alleine die ausgefallenen Dates absolvieren möchte?

Chris: Naja, eine Tour direkt nach dem Album-Release hätte schon gut ins Konzept gepasst, zumal wir wegen der Tour auch andere Gigs canceln mussten. Deshalb nervt es schon, wenn irgendwelcher Scheiss dazwischenkommt und Du am Ende ohne Muggen dastehst. Und klar hätten wir die Gigs auch ohne zusätzlichen Headliner gespielt, aber das war den Veranstaltern dann anscheinend doch zu heikel, also haben sie lieber die Gigs ganz gecancelt. Aber bisher haben wir aus jedem Scheiss, der uns passiert ist, irgendwas gelernt, was wir später ganz gut gebrauchen konnten. Wir sind da ziemlich stur, wenn es um die Band und unsere Ziele geht und lassen uns da auch nicht so leicht von unserem Weg abbringen.

Was mich zur Zukunft bringt – Schon eine quasi „Ersatz“ Tournee an der Angel, wenn, dann BITTE mit Ö-Auftritt, weil ohne Gig in Austria geht ja einmal gar nix – OK!!

Chris: Also erstmal werden wir wieder verstärkt auf selbstorganisierte Gigs setzen. Dass macht uns einfach unabhängiger von irgendwelchem Businesskram, den wir nicht wirklich beeinflussen können. Wenn sich ne gute Tour anbietet, denken wir aber sicher auch drüber nach, zumal das Album in Resteuropa erst Anfang nächsten Jahres veröffentlicht wird undsich da ne Tour anbieten würde.

Wir haben keine Probleme, in Österreich zu spielen, mal sehen, was unsere Kontakte da so hergeben. Und sollte einer Eurer Veranstalter Interesse haben, dann soll er uns einfach kontaktieren. Wir sind da ziemlich flexibel.

Bitte hinterlasse hier noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser…

Chris: „Geh weg... Mir geht’s gut!“ (H.G. Wells auf seinem Totenbett)

In diesem Sinne...

Noch mal Danke, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast!

Chris: Gern geschehen.


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