HOKUM - Jonas Fischer

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Wir sind in der Band vier Individuen, die alle etwas eigenes einfließen lassen, das sich zu einem größeren Ganzen symbiotisiert...

im Kreuzverhör die Heavy Death Thrasher aus Bayern....

Text: Reini
Veröffentlicht am 28.05.2006

Für alle, die Euch noch nicht kennen: bitte stellt Eure Band kurz vor und schildert Euren bisherigen Werdegang kurz.

Unsere Band HOKUM wurde im Jahr 2000 von drei Schulfreunden und mir ins Leben gerufen, damals alle frisch an unseren Instrumenten und wir sind bis heute noch in derselben Besetzung unterwegs. Unser Livedebut gaben wir im November 2003 in einem örtlichen Jugendzentrum. Seitdem spielen wir sooft wir können, bis jetzt nur national, aber das kann sich ja bald ändern, wir würden uns freuen, mal bei euch drüben vorbeizuschauen!
HOKUM hat sein Hauptquartier im Landkreis Freising, das ist ein paar Kilometer nördlich von München. Vor kurzem haben wir unsere zweite CD, die EP „NO ESCAPE“ veröffentlicht.

Welches waren die bisherigen Höhepunkte Eurer Karriere?

Eindeutig einer davon war der Auftritt am Red Corner Festival 2005, wo wir vor einer uns abfeiernden Menschenmasse spielen durften. Mann, das war geil!
Auch sehr genial sind die wahnsinnig tollen Rezensionen, die wir für unsere neue Scheibe bekommen haben. Schön, wenn man merkt, dass es den Leuten gefällt!

Und wo lagen die bisherigen Tiefpunkte?

Toi, toi, toi, bis jetzt waren wir Kinder des Glücks, wirklich negative Erfahrungen sind noch ausgeblieben.

Wie entstehen Eure Songs? (= wer ist fürs Songwriting zuständig, wer schreibt die Texte, etc.)

Das meiste Material stammt von unserem Gitarristen Michael Vogl, der teilweise mit komplett ausarrangierten Songs daherkommt. Wir üben unsere Parts dann meistens alleine zu Hause ein, im Proberaum wird dann den Songs der letzte Schliff verpasst. So lässt jeder etwas einfließen. Dann, wenn der Song sitzt, schreibt unser Sänger Benjamin Geppert seine Lyrics und Gesangslinien dazu. Bei uns kommt es nicht selten vor, dass einzelne Lieder fast ewig ihre Arbeitstitel behalten. Vier der sechs Titel auf unserer CD haben erst nach den Aufnahmen ihren endgültigen Namen erhalten! (lacht)

Wie würdet Ihr Eure Musik jemandem beschreiben, der noch nie von Euch gehört hat?

Wir betiteln das Ganze als „Heavy Death Thrash“, klar, diese Pfeiler umreißen nur grob unser Spektrum. Wir sind in der Band vier Individuen, die alle etwas eigenes einfließen lassen, das sich zu einem größeren Ganzen symbiotisiert. Mal ist es mächtiger Thrash Metal, dann blitzen wieder Death-Metal-Riffs durch, unsere Musik kopiert sich nicht selber. Jeder Song klingt anders. Unsere markantesten Merkmale sind wohl die Stimme unseres Sängers und das Gitarrenspiel unseres Leadgitarristen, Songstrukturen, die sich von der Masse abheben und Sinn für’s Detail.

Bitte schildere die Entstehungsgeschichte Eurer aktuellen EP „No Escape“

Alle Songs, die wir auf die CD gepackt haben, sind schon vor Beginn der Aufnahmen Teil unseres Livesets gewesen, teilweise schon für relativ lange Zeit. So konnten wir die Zeit im Studio recht kurz halten, in ungefähr einer Woche im Januar war alles eingespielt. Nach dem Mastering ging es dann gleich ins Presswerk, offizieller Release war am 17. März 2006.

Wie unterscheidet sich dieses Album deiner Meinung nach vom Demo „First Blood“ aus dem Vorjahr?

In ziemlich allen Belangen. Wir haben uns Songwrite-technisch extrem weiterentwickelt, insgesamt zudem einfach eine professionellere Herangehensweise an den Tag gelegt. Die Aufnahmequalität ist um Äonen besser, da wir im Gegensatz zur Demo in einem professionellen Studio aufnehmen konnten. Die neue CD höre ich im Gegensatz zur alten sogar richtig gerne!

Gibt es einen speziellen Lieblingstrack auf der aktuellen CD?

Mir persönlich gefällt „Face The End“, das man übrigens auch auf unserer Homepage herunterladen kann, am Besten. Es handelt sich um das längste Stück auf der CD und spiegelt meiner Meinung nach das Spektrum von Hokum am besten wieder. Schwierig, da sich jeder Song anders anhört und ein anderes Feeling besitzt. Aber im Großen und Ganzen wohl am repräsentativsten. Ausserdem geht er live ziemlich ab, dazu muss man einfach seine Haare schütteln. (lacht)

Ihr habt Euch ja die Aufnahmen im Studio für diese EP beim Kulturalarm-Bandwettbewerb mit Erringen des 1. Platzes erspielt – doch überraschend, dass eine brettharte Metal Band so einen Wettbewerb gewinnt, erzähl ein bisschen darüber bitte?

Der Kulturalarm-Wettbewerb ist eine Gelegenheit für Bands aus der Gegend, vor etwas größerem Publikum als sonst zu spielen. Die Atmosphäre beim Auftritt selber war großartig, die Leute vor der Bühne sind abgegangen wie die Schnitzel! Wir hatten nicht wirklich mit dem ersten Platz gerechnet, da die Konkurrenz wirklich nicht ohne war, zudem hat man ja als Band aus dem Metallgewerbe wie gesagt meistens eher schlechte Karten bei der Jury. Wir haben aber wohl vollkommen überzeugt. Geiles Gefühl.

Wie sehen Eure momentanen Live-Aktivitäten aus?

Wir spielen so oft wie es sich ergibt und sind Angeboten niemals abgelegen! Als nächstes steht am 20. Mai ein Indoorfestival an, das Cataract headlinen wird. Das wird wieder eine feine Angelegenheit!

Mit welchen Bands würdet Ihr gerne mal auftreten?

Ich glaube, da würde jeder aus der Band eine andere Antwort geben. Ich persönlich würde ausflippen, mal mit den jetzt wiedervereinigten Atheist zu spielen – meine persönlichen Götter.

Was war Euer erfolgreichster Gig bisher?

Jeder, bei dem das Publikum genauso viel Spaß an der Sache hat wie wir. Gute Beispiele wären eben die Auftritte beim Kulturalarm und auf dem Red Corner Festival.

Stichwort MP3 Downloads: dafür oder dagegen? Mit Begründung bitte…

File-Sharing lehne ich ab. Ein gekauftes Album mit Booklet klingt doch besser und sieht besser aus.
Aber wenn sich eine Band unserer Größenordnung präsentieren will, sind MP3s eine tolle Möglichkeit! Deswegen gibt es von uns natürlich auch Anhörungsmaterial im Web. Ich surfe liebend gerne auf Homepages von Undergroundbands herum und sauge mir dort alles, was sie anbieten! So findet man teilweise echte Perlen!
Ich bin eindeutig dafür, wenn sich das Ganze in legalen Grenzen hält.

Bitte hinterlasse hier noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser…

An dieser Stelle Danke an euer Magazin und an euch, liebe Leser und Metalheads, für die Unterstützung! Wir freuen uns über jeden Kommentar in unserem Gästebuch auf www.hokum.de, schaut doch einfach mal vorbei, wir würden uns freuen!
Man sieht sich in hoffentlich nicht ferner Zukunft bei einem Gig in eurer Nähe!
Bis dann!


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