:: KEEP IT TRUE FESTIVAL XV ( Tag 2) |
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Veranstaltungsinfos...
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Zitate...
""Für den Rauswurf bei Hawkwind habe ich mich dann auf meine Art bedankt und ihre Frauen zu Hause in England gevögelt"."
Lemmy Kilmister (MOTÖRHEAD) |
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Live Report
Der Opening Slot des zweiten Festivaltages fiel den Amis VOLTURE (einigen von der Split mit ENFORCER bekannt) zu, die sich im Vergleich zum Opener des Vortages als würdig erwiesen, den zweiten Festivaltag gebührend zu eröffnen. So gehört sich das, so macht man die Meute glücklich. Nach dieser Auflage im Sinne des wahren Metals feuerten FUELED BY FIRE aus allen Rohren. Frisch und unverbraucht und im Geiste seliger Bay Area-Tage thrashte sich das kalifornische Quartett durch ihr 45minütiges Set. Dass sich diese Art des Metals erhöhter Beliebtheit am KIT erfreut bewiesen nicht zuletzt die letztjährig hier gastierenden SACRIFICE. In genau dieser Tonart vermochten die Latino-Thrasher einen willkommenen Kontrapunkt zum sonst eher traditionell angehauchten Programm zu setzen, zudem kreiste der erste Moshpit des Festivals. Sänger Rick Rangel erntete Sympathiepunkte, indem er ein Exemplar der beim österreichischen NoiseArt-Label erschienenen Schallplatte „Plunging Into Darkness“ ins Publikum warf. Fazit: Amtliche Thrash-Show, welche die KIT-Organisatoren weiter von der Notwendigkeit von Bands der härteren Gangart überzeugen soll. PS: Ich warte sehnsüchtig auf die erste Kult-Death Metal Band, die am KIT gastiert.
FUELED BY FIRE © www.metal-rock-impressions.com Anschließend war Thrash-Special-Lovers-Time angesagt, WHIPLASH sollten das KIT thrashen. Dementsprechend wurde das Publikum mit ihrem irgendwie eigenwilligen Sound nach allen Regeln der Kunst verdroschen, die zahlreichen Bandliebhaber kamen auf ihre Kosten, das mit Songs von Klassikeralben wie „Power & Pain“ und „Ticket To Mayhem“ gespickte Set ließ keinen Teil des Pflichtprogramm vermissen. Gut bei Laune und in Armyhose sowie Cowboyhut gekleidet machte das US-Trio die im Pit kreisenden KIT-Jünger mit Brechern wie „The Burning Of Atlanta“ und „Spit On Your Grave“ glücklich. Mir war irgendwie nicht bewußt, auf welches Following die Band tatsächlich zählen darf und wurde vom tighten Gig des Trios animiert, mir die ollen Kamellen wieder mal zu Gemüte zu führen. Well Done, Boys!
WHIPLASH © www.metal-rock-impressions.com Nach der Tour im Vorprogramm von SAXON kam ich in der Folge in den Genuß eines weiteren ANVIL-Gigs meiner Konzertlaufbahn. Trotz eines musikalisch und showtechnisch absolut in Ordnung gehenden Sets, das olle Kamellen wie „Mothra“ oder „666“ und neueres Material wie „Juggernaut Of Justice“ beinhaltete (und ja, auch der Dildo kam wieder zum Einsatz), konnte die Ambivalenz zwischen Heroen- und Initiatorenkult und Mitleidsfaktor jedoch nicht größer sein. Einige Die Hard – Fans im ANVIL-Shirt freakten aus, viele zogen sich das Ganze eher aus distanzierter Neugierde rein. Die Band (die mit neuem Basser antrat) um Fronter Lips ist Kult, klar, aber Konzerte wie das heutige vor über 2.000 Die Hard – Metalfans aus ganz Europa tragen nicht zuletzt dazu bei, den wahren Stellenwert der Kanadier zu verwässern und der Band fälschlicherweise ein weiteres Mal Hoffnung auf „mehr“ zu machen.
ANVIL © www.metal-rock-impressions.com Allergrößte Spannung lag vor dem Auftritt von ARCH/MATHEOS in der Luft, die zusätzlich durch das Verhüllen der Bühne mit schwarzen Paravents angestachelt wurde. Die meisten der Anwesenden waren auf den Auftritt des genialen FATES WARNING-Tandems Gitarrist Jim Matheos und Gesangswunder John Arch gespannt. Schon beim Opener „Neurotically Wired“ fielen ganze Berge von den Herzen der über alle Maßen angespannten Fanherzen. John Arch war gut bei Stimme und konnte die immens hohe Erwartungshaltung der Fans (zum Glück) erfüllen. Die Stückes des „Sympathetic Resonance“ – Albums bildeten den Kern des Sets, der mit dem heiß erwarteten „Guardian“ vom „Awaken The Guardian“-Album und anderen Classics ergänzt wurde. Mich persönlich überkam ein Wonneschauer bei „Midnight Serenade“ und vor allem „The Apparition“, welches aufgrund der Publikumsbeteiligung und der Interaktion Bühnenpersonal/Auditorium ein ähnlich denkwürdiger und für immer gespeicherter Konzertmoment wie das CRIMSON GLORY – Konzert („Dragon Lady“) vom letztjährigen KIT sein wird (Gänsehaut!).
ARCH / MATHEOS © www.metal-rock-impressions.com Die Menge war jedenfalls kaum zu halten als die Songs von den FATES WARNING-Alben der John Arch - Ära präsentiert wurden. Dem Ausnahmetalent Arch war allerdings die fehlende Bühnenpräsenz deutlich anzumerken. Nach 25 Jahren erstmals wieder auf der Bühne zu stehen heißt schließlich einiges und sorgt sicher für einen immens hohen Adrenalinspiegel. Die oftmals ungelenken Bewegungen, die der stimmlich auf Höhe tönende Sänger auf die Bretter legte, seien ihm dabei verziehen. Den Die Hard-FATES WARNING–Fans in der rappelvollen Halle war all dies sowieso egal, mit heißen Tränen in den Augen lag man sich in den Armen und war überzeugt, ein außergewöhnliches Konzertereignis, schier gottähnliche Erscheinungen und das emotionalste Keep It True-Festival ever erlebt zu haben, alle anderen durften einer grandios aufspielenden Band um die aktuelle FATES WARNING – Belegschaft und einen stimmlich über sich hinauswachsenden John Arch beiwohnen.
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