:: SAINT VITUS |
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"Der Anwalt verhandelte fast ein Jahr lang. Ich glaube wir haben die Plattenfirma ordentlich abgefuckt!"
Jon Howard (Threat Signal) |
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Live Report
Ein mehr als lauer Sommerabend wäre nicht unbedingt für eine Doom Metal Show geeignet, sollte man meinen, aber eine der Legenden dieses Genres straften an diesem heißen und schwülen Donnerstagabend alle Zweifler lügen. SAINT VITUS beehrten mit ihrer aktuellen Europa Headliner Tour auch die Bundeshauptstadt und schlugen im Wiener Viper Room auf. Mit im Gepäck die Weinviertler Funeral Doomster VORTIGAN und die weit fröhlicheren Ungarn von MAGMA RISE.
VORTIGAN - Pic by Bernsen Weit lebensbejahender und auch flotter im Tempo agierten die Vier Ungarn von MAGMA RISE. Oft konnte man – wenn man den Blick von der Bühne weg wagte – annehmen, wir hätten es hier mit einer leicht gedrosselten (vom Tempo her) Version von LIFE OF AGONY zu tun. Gerade Sänger (und Bassist) Gábor Holdampf klang des Öfteren nach Keith (?) Minor (?) Caputo und zog allein ob dieser Ähnlichkeit vermehrt die Aufmerksamkeit auf sich.
MAGMA RISE - Pic by Bernsen Nach kurzem Warten erschien dann jene Legende, die nicht nur einmal schon als Vorreiter des Doom Genres genannt wurden. SAINT VITUS, in der klassischen Besetzung mit Rauschebart Dave Chandler und dem Hypersympathischen Scott Wino Weinrich on Vocals. Auch Original Basser Mark Adams schleppt nach wie vor seine ansehnliche Bierplautze auf die Bühne und seit 2009 werkelt mit Henry Vasquez ein Mann hinter dem Schlagzeug, der mindestens nur halb so jung wie Chandler/Weinrich/Adams ist, dafür aber locker das doppelte auf die Waage bringt wie die Drei vor ihm.
SAINT VITUS - Pic by Bernsen In weiterer Folge wurde die neuen Stücke (vier an der Zahl) dann schön unter die alten Hadern gemischt, gerade der Doppelschlag „Let Them Fall“ und „Bleeding Ground“ zeigte, dass sich das neue Material zu keiner Sekunde hinter Klassikern der Sorte „I Bleed Black“, „Living Backwards“ (beide vom 90er „V“ Album), oder den „Born Too Late“ Hämmern „Clear Windowpane“ bzw. „Dying Inside“ zu verstecken brauchen. Überraschend, dass Wino auch die Scott Reagers Phase intonierte, so gab es sowohl „White Stallions“ und „Mystic Lady“ von „Hallow’s Victim“, als auch den Titeltrack des 84er Debütalbums zu bestaunen.
SAINT VITUS - Pic by Bernsen Setlist SAINT VITUS, Viper Room Vienna, 05.07.2012:
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