18.07.2015, Messegelände Balingen, Balingen

BANG YOUR HEAD 2015 - TAG 3

Text: Thomas Patsch | Fotos: Michelle
Veröffentlicht am 25.07.2015

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Samstag 18.07.2015

EXUMER
An Tag drei war wieder Metal-Großkampftag angesagt, der sogleich mit einem Speed-Triple eröffnet werden sollte. Den deutschen Thrash-Veteranen sollte die Aufgabe vorbehalten sein, die schon anwesende, aber bereits von der Hitze und feuchtfröhlicher Party der drei vergangenen Abende recht angeschlagene Meute vor der Bühne aufzuwecken. Die „Winds Of Death“ umwehten gleich eingangs die Fans und es tönte ein für einen Opener erstaunlich guter Sound über das Gelände. Ansonsten ähnelten sowohl Songliste wie Bühnenpräsenz dem Hallengig von 2013 (zum Livereport). Sänger Mem von Stein stapfte und fegte über die Bühne und schien "wie nebenbei" ein wenig Workout zu betreiben. Dass so manche Motivationsansagen etwas übertrieben beim Publikum ankam, könnte allerdings auch am Kater vom Vortag gelegen haben. Wer konnte, schüttelte seine Rübe zu Klassikern wie „Fallen Saint“ oder „I Dare You“ Die Frankfurter thrashten amtlich und verabschiedeten sich nach dem neueren „Fire & Damnation“ mit dem Übersong „Possessed By Fire“ von der angestachelten Menge.
[- Thomas Patsch -]

Setlist:
- Intro
- Winds Of Death
- Journey To Oblivion
- The Weakest Limb
- Fallen Saint
- Vermin Of The Sky
- A Mortal In Black
- I Dare You
- Xiron Darkstar
- A New Morality
- Fire & Damnation
- Possessed By Fire

HIRAX
Viele hatten im Vorfeld große Hoffnungen in die Kultcombo gesetzt. Sie sollten heute inklusive dem Verfasser dieser Zeilen nicht enttäuscht werden. Trotzdem nur eine (allerdings hart rockende) Sechssaitige am Start war, entfachten die Kalifornier enorme Power, die viele schlichtweg wegblies. Wer die Truppe um Ausnahmetalent Katon W. de la Pena schon einmal live erleben durfte, kann sich ausmalen, wie der Vierer auch im Tageslicht und hohen Temperaturen im treibenden Galopp mit ihren Speed/Metal-Brettern abräumen konnte. Den großen Erfolg konnten HIRAX trotz guter bis kultiger Alben zwar niemals einfahren, dass ihnen und vor allem de la Pena allerdings eine treue Fanschar aus der Hand frißt, war heute unübersehbar. Der Frontmann flitzte agil und spritzig über die Bühne und punktete sowohl mit geilen Screams als auch sympathischen Ansagen. Der „Black Smoke“ stieg förmlich über dem „Hostile Territory“ auf, während der „El Diablo Negro“ seine „Bombs Of Death“ zündete. Die Darbietung des Vierers darf sowohl vom Unterhaltungsfaktor (inkl. Nieten und Leder) her, als auch akustisch als voller Erfolg verbucht werden, der vom Publikum goutiert und auch mit entsprechendem Applaus bedacht wurde.
[- Thomas Patsch -]

EXCITER
Da ich die Kanadier heuer bereits als Headliner verpaßt hatte, war natürlich Alarm angesagt, als der kultige Dreier die Bühne enterte und gleich mit der Eröffnung „Stand Up And Fight" alles zertrümmerte. Die anwesenden Kultverehrer vor der Bühne gingen ab wie Zäpfchen und huldigten ihren in Originalbesetzung aufspielenden Idolen bereits ausgiebig, als einer der größten, authentischsten Hits der Metalgeschichte (“Heavy Metal Maniac“) aus vollen Kehlen mitgebrüllt wurde. Der singende Drummer Dan Beehler meisterte die Doppelbelastung mit Bravour, zwischen die speedigen Metal-Kracher mischte sich auch der eine oder andere behäbigere Brecher ("Delivering To The Master"). Weiteren Kultkrachern für die Ewigkeit wie dem Mitbrüller „Violence & Force“ und dem großen „Long Live The Loud“ folgte das sinnbefreite Gitarrensolo von John Ricci, das allerdings Beehler hinter der Schießbude eine Verschnaufpause gönnte. Trotzdem man nur in Triogröße und mit "Singdrummer" agierte, waren keine Präsenzeinbußen zu verzeichnen. Mit der Speedgranate „Beyond The Gates Of Doom“ war schließlich die rumpelig-authentische Speed Metal-Sause zu Ende, gern hätte das kanadische Trio noch ein wenig weiterlärmen können, zu packend war die Qualität der dargebotenen Metalhistorie.
[- Thomas Patsch -]

Setlist:
-Stand Up And Fight
-Heavy Metal Maniac
-Iron Dogs
-Victims Of Sacrifice
-Delivering To The Master
-Violence & Force
-Long Live The Loud
-Guitar Solo
-Pounding Metal
-Beyond The Gates Of Doom

MORGANA LEFAY
“Fuck the sun, you fuckin bitch, fuck you!“ Ja, ich bin gerade am Sterben, es glüht wie in der Sahara und am dritten Tag des Gefechtes geht dem Panzer langsam der Sprit und die Munition aus. EXUMER, HIRAX und EXCITER hat man sich so nur vermindert zurechnungsfähig vom sicheren Schattenplatz aus ansehen können, um nicht als Futter für den gestern bei JAG PANZER kreisenden Adler (wohl eher Bussard, aber Adler klingt einfach kultiger) zu enden. Als jedoch das schwedische Riffmonster MORGANA LEFAY mit „Isengard“ antritt, um die ausgelaugte Menge am Balinger Asphalt zu zermalmen, wirft man den Motor wieder an und rollt zurück an die Front (Apropos rollen - yes I got that TANK Shirt!) zur Huldigung einer Ausnahmeband, die von der breiten Masse viel zu oft unterschätzt oder gar unterschlagen wird. Alles Kulturbanausen, aber was erwartet man von einer Welt, in der HELENE FISCHER das Adjektiv „rocken“ zugesprochen wird? Als nächstes erklärt mir der AC/DC Bauer dass er Heavy Metal Fan ist… drückt bitte endlich jemand den roten Knopf! MORGANA LEFAY montieren alles ab und heben die Laune des Schreiberlings ins Unermessliche, man schüttet sich schnell sein absolut überteuertes Mineralwasser (3,80 Eier für einen halben Liter Mineral, das ist einfach zu krass meine Herren!) über den Kopf, um den Abriss aus „Hollow“, „I Roam“, „Maleficium“ und dem abschließenden „Symphony Of The Damned“ zu überleben. Jawohl, das war ein verdammtes Brett, ein direkter Schlag in die Kauleiste, so muss das grooven und nicht anders. Nein, ich gehe sogar so weit und traue mich zu behaupten, das war gerade besser als wie wenn ich von der niedlichen Blonden neben mir einen Blow Job bekommen hätte… Gegen eine Kombination aus beiden wäre natürlich auch nichts einzuwenden gewesen - hier ist es wieder, das Festival-Niveau!
[- Laichster -]

Setlist:
- To Isengard
- Master Of The Masquerade
- The Scource Of Pain
- In The Court Of The Crimson King
- Maleficium - Face Of Fear
- Hollow
- Angels Deceit
- I Roam
- Symphony Of The Damned

OMEN
Nach dem letztjährigen Auftritt an gleichem Orte wurde die Texas Metal-Legende auch heuer wieder eingeladen, dem teils mainstreamartigen Line-Up den nötigen Kult- und Undergroundfaktor beizufügen. Generell war die Ansammlung an kultigen Formationen (EXCITER, HIRAX etc.) heuer sehr beachtlich und OMEN nahmen ihre Verantwortung auch wahr. Die altersmäßig doch gereiften Mannen zogen alle Register ihres Könnens. US-Power Metal vom Feinsten, gegossen in Hymnen wie "Death Rider", "Die By The Blade" oder dem heute genial intonierten "Warning Of Danger", erfreute die recht große Fanschar, die ihren alten Helden huldigte. Kehlenakrobat Kevin Goocher hatte sich heute trotz tropischer Temperaturen mit einem Schulterpanzer über dem schwarzen Longsleeve geschmückt, der den alten ARMORED SAINT sicherlich Freude bereitet hätte. Mainman Kenny Powell trotzte der Sonne derweil mit nacktem Oberkörper und entlockte seiner Gitarre die edlen Riffs, welche seit Jahrzehnten für Verzückung in der treuen Anhängerschaft sorgen. Basser Andy Haas bearbeitete derweil seinen Hackebeil-Bass, während die Fanmeute auf den bekanntesten Song der Texaner wartete. Die ersten Klänge von "Battle Cry" lösten schließlich die angestaute Spannung und brachten die Fankehlen zum Mitsingen, während ein lässig gezocktes "Teeth Of The Hydra" einen amtlichen OMEN-Auftritt beendete.
[- Thomas Patsch -]

Y & T
Die Kalifornier dürften sich auf der BYH-Bühne gleich wie zu Hause gefühlt haben. Strahlende Sonne und heiße Temperaturen sind Grundingredienzien für eine Show eines Gute-Laune-Acts wie Y&T. Doch trotz aller Happyness ließen Fronter Dave Meniketti und sein Gitarrenpartner die Sechssaitige gleich amtlich aufröhren. Ganz und gar nicht weichgespült gönnte uns der Mainman mit der unverwechselbar geilen Stimme eine Stunde Hardrockgeschichte. „Black Tiger“, „Meanstreak“ oder „Forever“ waren (neben Sonnenbrille und kühlem Blonden) die Bestandteile für ein perfektes Nachmittagsprogramm im Zeichen der guten Laune und der Gitarre, so müssen sich Liveshows in den Achtzigern angefühlt haben in den großen Arenen der USA. Einen Seitenhieb konnte sich Meniketti auch nicht verkneifen, indem er betonte, dass bei der – seit rund 41 Jahren bestehenden Band – alles echt sei und nichts vom Band komme. Ein Schelm wer dabei an die tags zuvor hier gastierenden WASP denkt!! Welchen Status die Band hat, konnte man auch an den nach vorne rückenden Zuschauermassen ablesen, die eine äußerst gelungene Rockshow von echten Feel-Good-Veteranen (ja, auch „Summertime Girls“ wurde gespielt) genießen durften.
[- Thomas Patsch -]

Setlist:
- I'm Coming Home
- Black Tiger
- I Want Your Money
- Mean Streak
- I Believe in You
- Cold Day in Hell
- Summertime Girls
- Rescue Me
- Forever

PRETTY MAIDS
Um den toll aufspielenden Y&T etwas entgegensetzen zu können, bedurfte es schon einer großformatigen Band. Diese hat ihren Sitz diesseits des Atlantiks, nämlich im kühleren Dänemark. Doch die vom braungebrannten Blondschopf Ronnie Atkins angeführten Skandinavier agierten so ganz und gar nicht kühl. Obwohl ich die holden Maiden zuletzt (etwa in Telfs - Livereport) immer wieder auf der Bühne erleben durfte, wurden auch heute alle Erwartungen mehr als erfüllt. Heißes Open Air-Wetter, eine äußerst gut gelaunte Band und Hits für die Ewigkeit verhießen eine Killershow. Die Dänen können in einem riesigen Fundus an Klassenummern wühlen, von auch Songs von den letzten Alben (und hier vor allem das überragende "Pandemonium") an alte Erfolge anknüpfen können. Ein Blick auf die Setlist läßt die Fans mit der Zunge schnalzen, hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Besonders cool wiederum das geniale „Yellow Rain“, die Gänsehaut bei 35 Grad bei "Lethal Heroes", der hart angeschlagene Bass sowie Fronter Atkins, der wie schon so oft auf dem Festival offenbarte, wie wichtig ein agiler Fronter, sprich eine Rampensau ist. Gleichsam wird bei den PRETTY MAIDS klar, dass eine Band auch nach längeren Durststrecken wieder nach oben kommen kann. Die Fans feierten Party, der Fünfer lieferte den perfekten Soundtrack dafür, bevor mit den beiden ganz großen Krachern „Back To Back“ und „Future World“ Schicht im Schacht sein sollte.
[- Thomas Patsch -]

Setlist:
- Mother Of All Lies
- Nuclear Boomerang
- Rodeo
- Lethal Heroes
- Pandemonium
- I.N.V.U.
- Yellow Rain
- Red, Hot And Heavy
- Little Drops Of Heaven
- Back To Back
- Future World

DREAM THEATER
Gleich vorweg, ich war nie ein großer DREAM THEATER Fan und habe eigentlich nur den kürzesten Strohhalm gezogen und muss der Leserschaft deshalb berichten, was die Virtuosen John Petrucci und John Myung heute abliefern. Auf Platte schreckten einen immer diese ewigst langen Prog-Schnulzen ab, die irgendwo zwischen Kuschelsound und epischem Sonnenuntergang pendeln. Doch was die New Yorker heute abliefern, das haut sogar den härtesten Panzerfetischisten von den Ketten. Schon mit „Afterlife“ nehmen einen DREAM THEATER gefangen und tragen das Publikum an einen anderen Ort. Grandios was diese Songs in Open Air-Atmosphäre für eine Wirkung entfalten und einen zwingen, inne zu halten und den Harmonien zu lauschen – nein, ich bin nicht krank, aber vielleicht tut ja auch der Schlafentzug der letzten drei Tage sein Übriges. „The Spirit Carries On“ und „Panic Attack“ tun ihr Werk, bevor man sich nach „Behind The Veil“ dazu entschließt, dem Songmaterial auf der heimischen Anlage doch noch einmal eine Chance zu geben, vorausgesetzt man überlebt das jetzt folgende Inferno mit ASPHYX, während Kollege Rosenberger von ACCEPT berichten wird.
[- Laichster -]

Setlist:
- Afterlife
- Metropolis Pt.1: The Miracle And The Sleeper
- Burning My Soul
- The Spirit Carries On
- As I Am
- Panic Attack
- Constant Motion
- Bridges In The Sky
- Behind The Veil

ACCEPT
Der zweite große deutsche Headliner am BYH stand in den Startlöchern und scharrte bereits wie ein roter Stier in blinder Wut. Mit dem neuen Song „Stampede“ wurde dann auch gleich alles niedergetrampelt, was sich ACCEPT in den Weg stellte. Der hymnenhafte Titeltrack des Vorgängeralbums „Stalingrad“ wurde sofort nachgefeuert und damit der Mitgröhlfaktor um noch eine Latte höher gelegt. Alle neuen Tracks, vor allem jene vom Comeback Album „Blood Of The Nations“, bergen eine ungeheure Live-Energie in sich, die Neo-Sänger Mark Tornillo nur so auf den Leib geschneidert wurden. Aber auch die Klassiker von den drei 80er Hitalben „Metal Heart“, „Restless And Wild“ und „Balls To The Wall“ intonierte der Schreihals mühelos. Neben ihm posten die Urmitglieder Wolf Hoffmann und Peter Baltes wie die Weltmeister und gaben dem größtenteils deutschen Publikum was sie wollten: Heavy Metal allererster Güteklasse mit großen Melodien und mächtigen Riffs. Kurze Verschnaufpausen wie das getragene „Shadow Soldiers“ bildeten die Ausnahme, denn meistens ging es Schlag auf Schlag. Da eigentlich erst die Headlinerkonzerte am diesjährigen BYH hitzetechnisch erträglich waren, genossen die Fans jene in umso angenehmerer Stimmung. Vom aktuellen Album „Blind Rage“ wurden zwar die meisten Songs gespielt, doch reihten sich diese gut in die Klassiker wie „Losers And Winners“ oder „Princess Of The Dawn“ ein. Am fettesten fand ich persönlich die Comeback-Hymnen „No Shelter“ und „Pandemic“. Unglaublich welches Album ACCEPT der Konkurrenz vor fünf Jahren ins Gesicht knallten. Das obligatorische „Fast As A Shark“, mit dem meiner Meinung nach unsäglichen „Heidi-Heido-Heida“-Intro, bildete dann auch schon den letzten Song vor den Zugaben. Die hatte es dann auch in sich: Nostalgiker kamen mit „Metal Heart“ auf ihre Kosten, Fans der „neuen“ ACCEPT mit dem Trademark-Song „Teutonic Terror“. Besser kann man Metal mit deutschem Qualitätssiegel kaum machen. Aber was wäre ein ACCEPT-Konzert ohne „Balls To The Wall“? Eben, ein unvollständiges. Somit beschlossen die letzten Headliner des BYH 2015 ihre Show mit großer Publikumsbegeisterung, die ihren Helden sicher noch länger abgefeiert hätten, wenn sie nicht schon durch die dreitägige Hitzetortour komplett erledigt gewesen wären.
[- Florian Rosenberger -]

RANDY RHOADS TRIBUTE (Halle)
Zu diesem Tribute-Unterfangen war im Vorfeld bekannt geworden, dass sich hier JAG PANZER-Gitarrist Joey Tafolla mit der JP-Rhythmussektion zusammengetan hatte, um mit Gastsängern im Gedenken an den ehemaligen QUIET RIOT- und OZZY OSBOURNE-Saitenhexer Randy Roads einige seiner Nummern zu zocken. Augen- und Ohrenzeugen zufolge sollte von den vier Sängern (darunter auch PRIMAL FEAR´s Ralf Scheepers und OMEN-Sänger Kevin Goocher) besonders PORTRAIT-Sänger Per mit seiner Leistung hervorgetan haben, wobei JAG PANZER-Fronter Harry "The Tyrant" Conklin eher mau performt haben sollte, so zumindest einem Metal- und JAG PANZER-Kundigen zufolge. Die danach aufspielenden deutschen Kult-Metaller WARRANT fielen leider dem tollen PRETTY MAIDS-Gig auf der Festivalbühne zum Opfer.

SUICIDAL ANGELS (Halle)
Die gebeutelten Griechen konnten mich zuletzt in Innsbruck (zum Livereport) wenig begeistern. Daran mit Schuld wird nicht unwesentlich die tolle Performance der Ibero-Thrasher ANGELUS APATRIDA und die schwache, stimmungskillende Leistung von DR. LIVING DEAD gewesen sei. Heute wollte jedoch einiges mehr stimmen beim Gastspiel der Hellenen. In der recht gut gefüllten Halle hatten sich alle Thrash-Lunatics eingefunden, die so ganz und gar keine Lust auf die gleichzeitig auf der großen Bühne gastierenden ProgHardRocker DREAM THEATER hatten. Am Sound der SUICIDAL ANGELS hatte sich im Vergleich zu zuletzt nichts verändert. Straighter Thrash Metal der Marke SLAYER, EXODUS und KREATOR föhnte gewohnterweise recht stumpf aus der P.A. Dennoch schafften es die Engel heute, amtlich Druck zu erzeugen und ein recht packendes Thrash-Brett zu nageln. Die Meute ging bei Mitbrüllern wie "Reborn In Violence", "Divide And Conquer" oder "Bleeding Holocaust" ab, die Vibes schienen auch auf die Bühne überzuschwappen, sodaß die Hellas-Thrasher die Hallenbühne mit "Moshing Crew" und einem fetten Grinser verlassen konnten. Und wieder war die Bühne frei gegeben für Herrn "Auf´s Maul"-"Totale Vernichtung"-"Der Panzer rollt"-Daniel Laich! 
[- Thomas Patsch -]

ASPHYX (Halle)
Mehr Death-Metal geht nicht, der wahre Headliner steht in der Halle während sich die Masse von sich immer mehr selbst kopierenden ACCEPT beglücken läßt (subjektive Meinung – please no shitstorm you pussies!) wird in der Halle das Inferno auf Erden veranstaltet werden. Der holländische Panzer rollt und er macht keine Gefangenen! Schon beim Soundcheck hängt es den Schreiberling aus und er muss den Göttern huldigen – Kollege Patsch klärt inzwischen die verdutzten Passanten auf: „Keine Angst, der ist immer so wenn er seine Tabletten nicht bekommt“. Downers hätten hier auch nichts mehr genutzt, jetzt werden Knochen gebrochen, Granaten geschossen und Körperteile durch Schrapnelle abgerissen… they will die in the war, between all the filth and gore, is there any glory, in this heroic story! Van Drunen grunzt los und es zerreißt sogleich den Gitarren-Amp bei „Vermin“. Die Behebung des Schadens dauert dann gute zehn Minuten, aber ASPHYX pressen trotzdem ihr gesamtes geplantes Set durch und Death-Zeremonienmeister Martin überbrückt die Panne mit seinem trockenen Humor bestens, auch wenn er selbst nicht mehr sonderlich trocken zu sein scheint. „Hey Deutschland, so scheiße passiert, schaun wir ob ihr Death Metal seid? Uaaargh!“ die Publikumsreaktion ist dem Meister jedoch nicht laut genug, was mit „Deutsche, wenn ihr wieder eine Barbarossa macht, so wird das nix!“ abgewatscht wird.

Als der Amp dann läuft, geht es endlich weiter „Wir malen uns nichts ins Gesicht, wir hauen nur aufs Maul!“. Amüsant dass das vorpubertierende Etwas neben mir im Powerwolf-Shirt da mitgrölt… kneel down to the Deathhammer, you dogs! „MS Bismarck“, „Eisenbahnmörser“, „Minefield“, das ist besser wie jeder Porno, wir stecken ganz tief drinnen im Schützengraben und ganz sicher ist sich hier keiner mehr, ob er dieses Trommelfeuer überleben wird. Kameraden sprecht euer letztes Gebet! ASPHYX will „Doom You To Death“ – einen schöneren Heldentod kann es nicht geben und ich weiß nicht, ob es krank klingt, aber bei „The Rack“ und „Last One On Earth“ ist man doch schon einem sexuellen Höhepunkt nahe. ASPHYX sind heute… ach was sollen wir lange herum reden? Fuck all Posers! ASPHYX killen alles und lassen nur mehr Blut und undefinierbare Fleischbrocken zurück…This is true Death-Metal! You Bastards!
[- Frontschwein Laichster -]

Setlist:
- Vermin
- Food For The Ignorant
- Death The Brutal Way
- MS Bismarck
- Deathhammer
- Eisenbahnmörser
- Minefield
- Wasteland Of Terror
- Forgotten War
- We Doom You To Death
- Scorbutics
- Into The Timewastes
- The Rack
- Last One On Earth

DESTRUCTION (Halle)
Ich bin zwar nach ASPHYX mehr als nur zerstört und der Fronturlaub wäre dringend nötig, doch hat man Thrash-Legende Schmier am Vortag im Austausch gegen ein Huldigungsfoto für die Sammlung versprochen, heute vorbei zu schauen und das lohnt sich auch. Über die Soundqualität kann man zwar keine Auskunft mehr geben, die Van-Drunen-Granate pfeift immer noch, doch DESTRUCTION treten jetzt noch einmal den letzten Rest aus dem übriggebliebenen Schlachtvieh. „Thrash Till Death“, „The Butcher Strikes Back“, „Nailed To The Cross“… the fucking cross! Schmier du gibst mir heute den letzten Rest, als ich nach dem DESTRUCTION Brett auf den Campingplatz krieche, bin ich mir nicht sicher, ob ich am nächsten Tag lebend aufwachen werde… und mit dieser letzten Herausforderung beende ich meine Frontberichterstattung vom „Bang Your Head 2015“, bis zur nächsten Schlacht!
[- Laichster -]

Ein weiteres tolles BANG YOUR HEAD!!! FESTIVAL fand mit der Thrash-Legende DESTRUCTION sein würdiges Ende, wir freuen uns auf eine weitere Ausgabe des Traditionsfestivals 2016...die ersten Acts werden in Bälde bekannt gegeben!
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Fotos: Michaela Schnell, mehr Bilder seht ihr in unseren Fotogallerien!
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Weitere BANG YOUR HEAD!!!-FESTIVAL-REPORTS findet ihr hier:
=> 2014: Warm-Up-Show Tag 1Tag 2
=> 2013: Tag 1 & Warm-Up-Show Tag 2
=> 2012: Tag 1 & Warm-Up-Show Tag 2


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