10.12.2016, Backstage (Werk), München

SHINING & TAAKE & SLEGEST

Veröffentlicht am 20.12.2016

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Der schwarzeste Samstag dieses Jahres fand für mich am 10.12. in München statt.

Drei der bitterbösesten Bands, die das Genre hergibt, treffen sich ein, um uns in die tiefsten Abgrunde zu führen und mit ihren Klängen zu begleiten. 

Zu Beginn erfreuen uns, wenn man das in diesem Zusammenhang überhaupt so nennen kann, SLEGEST. Eine düster-rockig gehaltene Kombo mit rauchig-kerniger Gesangsstimme. Man könnte Vergleiche mit einer gemeineren Variante von Motörhead ziehen, aber davon werde ich absehen, denn dafür war zu viel Eigenständigkeit vorhanden. Auch wenn SLEGEST nicht nach viel aussahen, der Sound überzeugte umso mehr. Ein absolut würdiger Opener.

TAAKE. Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen. Sie betraten das Feld und hinter ihnen nur mehr verbrannte Erde. Mit unglaublicher Klanggewalt schossen Riffs, Drums und Stimme als tödliche Symbiose in unsere erstarrten Körper. Ein tiefschwarzer Alptraum, bei dem wir nur zu gerne dabei waren. Als hätte es solche überhaupt gebraucht, gab es im letzten Drittel der Show noch einige ordentliche Höhepunkte. Unter anderem das Mitsingen unseres Headliners Niklas Quarforth.

Im Vorfeld hörte ich von einigen Seiten, dass diese Zusammenstellung eher wenig Sinn mache und nicht zusammen passen würde. Nicht nur, dass ich das nicht bestätigen kann, es war nahezu perfekt gewählt. TAAKE als Co-Headliner für 20 Jahre SHINING konnte nicht nur mich völlig überzeugen.

Ein unfassbar gelungener Auftritt einer herausragenden Genregröße.

20 leidvolle Jahre haben uns an diesen Punkt und diese Jubiläumstour einer der "schneidigsten" Bands ihrer Zeit gebracht. Ich würde die Show gerne in zwei Teile unterteilen, denn die erste und die zweite Hälfte der Performance waren unterschiedlich wie Tag und Nacht. Allem voran gäbe ich der Lunge von Niklas dabei die Schuld, denn selbige war gegen Ende, was aber bei 45 Minuten zusätzlicher Ausreizung der Spielzeit mehr als verzeihbar war. Wenn auch in der Mitte der Schwung ein wenig verloren ging, mithilfe der beiden Support-Sänger wurde die Show wie mit einem Defibrillator immer wieder ins Leben zurück geholt. 

Auch wenn Band und Sänger auf zwei verschiedenen Levels agierten, traf man sich immer wieder an den wichtigsten Momenten und kehrte zum Gesamtkonzept zurück. Es wurde gecovert, gefeatured und die allseits beliebten Klassiker gespielt. Die Setlist war, und das muss man sagen, makellos. Jeder SHINING-Fan, aus jeder Epoche der Bandgeschichte, wurde großzügig mit seinen Favoriten zufriedengestellt. 

Auch wenn es sicher keine fehlerlose Liveshow war, die Atmosphäre und der Umfang machten es allemal zu einem gelungenen Konzert.

20 Jahre SHINING und noch lange nicht genug.

       

 

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