Das Extremefest Österreich, das heuer zum ersten Mal stattfinden soll, kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem das ursprünglich für Henndorf am Wallersee geplante Festival aufgrund von Bürgerprotesten (Stormbringer.at bereichtete ausführlich) nach St. Pölten verlegt werden musste, regt sich nun auch hier Widerstand gegen das "Extremefest".
Mit folgendem Text richtet die "Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum" (kurz TFP) auf ihrer Website eine Online-Petition gegen das Extremefest an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bürgermeister Mag. Mathias Stadler, Bundesministerin Dr. Claudia Schmied, sowie alle Veranstalter und Förderer(!):
Ein Land kann mit jeder Krise umgehen, solange seine Bevölkerung körperlich und geistig gesund ist. Das ist der größte Trumpf, den ein Land besitzen kann. Nur eine gebildete und idealistische Jugend sichert die Zukunft einer Nation.
Das sogenannte "Extremfest", welches vom. 5. bis 7. Juni 2012 in St. Pölten abgehalten werden soll, könnte einen entscheidenden Beitrag zur Zerstörung der Zukunft unserer Jugend leisten. Mit der Verhöhnung "Waschlappen und Weicheier unerwünscht" sollen Hardrock Bands auftreten, die in ihren Namen und Songs Unordnung, Rebellion, Satanismus, Tod, Mord, Selbstmord, Schmutz, Hölle, ja sogar Menschenfresser (Kannibalismus) vergöttern.
"Das Hard-Rock-Festival für Jugendliche mit dem Namen Extremfest, das vom 5. bis 7. Juni 2012 in St. Pölten stattfinden soll, verherrlicht Unordnung, Unmoral, Rebellion, Satanismus, Tod, Selbstmord, Schmutz, Hölle und sogar Kannibalismus.
Ich appelliere an die verantwortlichen Politiker, Firmen und Privatpersonen, diese Veranstaltung zu verbieten bzw. zu verhindern. Derartige Events stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Jugend und somit für die Zukunft unseres Landes dar.
Ich hoffe, dass die religiösen Überzeugungen, die patriotischen Gefühle und die Liebe zur Ordnung von unseren Politikern und Mitbürgern, sie dazu bewegen, diese und derartige zukünftige Veranstaltungen zu verbieten bzw. verhindern.
Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum – TFP"
Beim Verein TFP handelt es sich laut Eigendefinition um eine Privatvereinigung mit dem Ziel, Grundlage der christlichen Zivilisation zu schützen, sowie die Abwehr gegen ihre Anfeindungen und Zersetzung. Der Verein gehört einem Verband von 15 Gesellschaften in Australien, Europa, Nord- und Südamerika an. Hauptaufgabe scheint die Initierung verschiedenere Online-Petitionen - unter anderem gegen Kunstprojekte, aber auch gegen die Gleichstellung Homosexueller - zu sein, die auf der Website abrufbar sind.