| Redaktionswertung: |
 |
| VÖ Datum: |
19. September 2008 |
| Genre: |
Metal |
| Label: |
Eigenproduktion |
Trackliste 1. To Hear the Trumpets Call
2. Love Song #4 (Burn Rome)
3. Lamentation
4. Raven Wings (Thrashing Ravens Mix) |
|

Line Up Vocals, Guitar, Bass: Hauk
Keyboards: Duke Dubeau
Drums: Chis Dooly
Guitar, Bass, Vocals: Boyd Ervin |
|
Review... Wer denkt, dass HAUK eine weitere Band ist, die auf der Folk/Pagan-Metal-Welle reitet, sieht sich getäuscht. Die Amerikaner nehmen sich auf ihrer EP "To Hear The Trumpets Call" zwar nordischen Lyrics an, stilistisch ist das aber viel eher im folkigen Epic Metal-Bereich einzuordnen. Angesichts des etwas nostalgisch, ja zum Teil sogar fast psychedelisch anmutenden Keyboardspiels, fallen mir abstrakte Genre-Bezeichnungen wie Psychedelic Epic Metal ein. Die Band selbst nennt ihren Stil Heathen Metal, was bei mir diese inkorrekte Assoziation zum Pagan Metal hervorruft.
Wie man den Musikstil aber letztendlich bezeichnet, ist recht egal. Die Qualität muss stimmen. Das tut sie bei auf "To Hear The Trumpets Call" nur zum Teil. Die Stimme von Bandleader Hauk ist in mittlerer Lage schön klar, so dass die Vocals recht gut als cleaner, nordischer Gesang durchgehen. Dennoch fehlt es ihm bisweilen an Ausdruckskraft und Stimm-Volumen.
Die Riffs und Leads bringen zwar eine melodische Note ins Gitarrenspiel ein, wiederholen sich aber in den nur vier Songs der EP bereits desöfteren, sodass es hier an Abwechslung fehlt. Die Rhythmusarbeit ist fundiert, aber meines Erachtens teilweise zu weit in den Hintergrund gemischt. Das Keyboard kommt mir klanglich oft fehl am Platze vor. Eine passende epische Untermalung der Stücke wäre – anstatt dieses nostalgischen 70er-Touches - wesentlich wünschenswerter.
Beim Songwriting wird wert auf Eingängigkeit gelegt, was sicherlich nicht verkehrt ist. Der Hörer neigt auch durchaus mal zum Mitsingen oder -wippen, aber nach Ende der Scheibe verbleiben kaum Eindrücke in den Hörgängen.
Wie man sieht, haben HAUK zwar interessante Ansätze, machen aber auch noch einiges verkehrt. Dass es mit einem Labeldeal bislang nicht klappt, wundert mich nicht. Die Amis müssen ihren Stil erst noch festigen und besser ausarbeiten. Bis dahin sind Bands wie HOLY MARTYR oder BATTLEROAR deutlich bessere Alternativen dieser Gattung. Auf der Bandwebsite kann man in die EP reinhören und sie bei Gefallen erwerben.
Wertung: 2.0 von 5.0
Autor: Django (03. November 2008)
|