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Review... Oha, na da schau her - da dachte ich doch, nach dem vielbeachteten Debütalbum "Dreamland Manor", das ja ein gefundenes Fressen für Fans von alten BLIND GUARDIAN-Sachen darstellte, wäre es - angesichts des sich leider verschlechternden Gesundheitszustandes von Ex-Wächter und CIRCUS-Direktor Thomen Stauch, der es ihm leider nicht mehr ermöglichte, Bandprojekte weiter zu verfolgen - um die Band auch schon wieder geschehen gewesen.
Doch siehe da - nun erscheint doch der Nachfolger zum 2005er-Erstling, und trägt den Titel "Of Doom And Death". Und bei SAVAGE CIRCUS ist definitiv - auch ohne Thomen Stauch - noch immer BLIND GUARDIAN drin! Denn wie schon auf "Dreamland Manor" setzt man weiterhin auf sehr dick produzierte Gitarren, die ja auch zu den Markenzeichen der Genreväter zählen, sowie auf die markanten Vocals von Fronter Jens Carlsson, der halt wirklich stellenweise extrem nach Hansi Kürsch klingt (lustigerweise aber mit einer deutlichen Ähnlichkeit in der Stimme auch zu Mit-Bandmitglied Piet Sielck!); nur an den Drums musste eben Ersatz gefunden werden. Und wer würde das übernehmen, wenn nicht der Welt umtriebigster Powermetal-Drummer, Mr. Mike Terrana?
Gesagt, getan, und so nimmt der Tarja-Tourdrummer, Masterplan-Member und ex-Rage Fellgerber nun auch bei SAVAGE CIRCUS hinter den Trommeln platz, und verpasst den meist (eben ganz im Geister der "alten" BLING GUARDIAN) im Uptempo-Bereich gehaltenen Powermetal-Tracks ordentlich Dampf in der Maschinerie.
Aber da sind die GUARDIAN-Affinitäten noch nicht erschöpft - denn inhaltlich bedient man sich (wie etwa beim Titeltrack) beim "Dark Tower"- Material von Stephen King, das ja Hansi Kürsch auch schon für den zweiten DEMONS & WIZARDS-Output textlich verarbeitet hat. Das passt aber natürlich auch wunderbar zur Musik von SAVAGE CIRCUS, und insofern geht das schon in Ordnung. In Ordnung geht natürlich auch die Produktion; Piet Sielck ist natürlich ein erfahrerner Produzent, und der weiß ganz genau wie er seine Band(s) klingen lassen will.
Im Songwriting-Bereich hat sich nun seit dem Debüt auch nicht allzu viel verändert; allenfalls kann wohl gesagt werden, dass man doch bemüht war, beim Zweitling im Songwriting ein bisschen mehr Abwechslung einzubauen (etwa bei "The Ordeal" sehr gut bemerkbar), im Großen und Ganzen gibt es aber auch hier wieder durchaus gutklassige powermetallische Kost für Freunde der frühen, vornehmlich schnellen Outputs von BLIND GUARDIAN und HELLOWEEN; und generell zählt wohl auch der Zweitling von SAVAGE CIRCUS zu den besseren melodischen Metal-Outputs der letzten Zeit, was aber sicher auch zu großen Teilen daran liegen wird, dass diesen speziellen Sound relativ wenige Bands praktizieren. Nichtsdestoweniger spielen SAVAGE CIRCUS sicher in der oberen Liga der melodischen Metalbands dieser Tage, im direkten Vergleich zu der "Konkurrenz" BLIND GUARDIAN agieren aber die Altmeister wahrscheinlich einen Tick detailverliebter und auch progressiver im Songwriting. Für all jene, denen eben genau das ein bisschen zu viel ist bei GUARDIAN sind natürlich SAVAGE CIRCUS genau richtig; ein bisschen vermisse ich aber den ein oder anderen wirklich zwingenden Hammer-Chorus.
Wertung: 3.5 von 5.0
Autor: Dragonslayer (15. Oktober 2009)
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