mail  print

Review: Vain - Enough Rope (CD)

(Printversion)
Redaktionswertung: 4.5 Points
VÖ Datum: 28. Oktober 2011
Genre: Sleaze Rock
Label: Jackie Rainbow Records
Trackliste
01. Greener
02. Triple X
03. Hot Stage Lights
04. Stray Kitten Burns
05. Cindy
06. Treasure Girl
07. Enough Rope
08. Solid Gold
09. Distance Of Love
10. Vain
11. Worship You


Line Up
Davy Vain – vocals, guitars
Jamie Scott – guitars
Ashley Mitchell - bass
Tommy Rickard - drums
Danny West – guitars


Additional musicians:
Louie Senor – drums
Fraser Lunney - bass
Review...

Die Bay Area- Sleazer VAIN stehen sicher im Schatten von Edelmetall- Abräumern á la GUNS N' ROSES, SKID ROW und L.A. GUNS. Das war schon '89, als das Major- Debüt 'No Respect' rauskam, der Fall, und ist es heutzutage sowieso. Doch wie auch die QUIREBOYS, FASTER PUSSYCAT oder BLACKEYED SUSAN ist ihnen in Genre- Fankreisen ein gewisser Kult- Nimbus nicht abzusprechen.

Vielleicht ist das Schicksal einer Formation, die auch dem Grunge wacker getrotzt hat, doch noch gnädig. Immerhin zollt man VAIN 2012 in der Film- Umsetzung des in den USA mega- erfolgreichen Poser n' Spandex- Musicals 'Rock Of Ages' (Hauptdarsteller: TOM CRUISE!) Tribut, indem man Musik und Poster der Band vorkommen lässt!

Ganz anders als diverse zeitgenössische Truppen aus dem hohen Norden, welche den Begriff Sleaze marketing- technisch allzugern für glattpolierten Bubi- Metal strapazieren, geht es bei den L.A. Boyz echt 'schmuddelig' zur Sache. Aerosmith' sches Rock N' Roll- Verständnis trifft auf schludrig- rotzige Punkrock- Attitüde. Demnach passt es nur zu gut, dass Frontgockel Davy mittlerweile wie ein Stiefzwilling der Kollegen Nic Cester (JET) und Andrew Stockdale (WOLFMOTHER) klingt. Er färbt sein Timbre ausgesprochen zeitgemäß ein, und verharrt damit, wie auch der Rest der Band, nicht in der eigenen Vergangenheit. Die Performance strotz nur so vor jugendlichem Elan. Einzelne Songs unter den durchwegs energische Straßenrockern hervorzuheben würde der durchgehenden Klasse des Albums nicht Gerecht werden. Es knallt einfach an allen Ecken und Enden - All killers, no fillers! Die fette, zeitlose Produktion tut ihr übriges. Obendrein passt mit elf Stücken in 50 Minuten, neben der Qualität, auch die Quanität. Kurzum; die Sunset Strip- Veteranen blasen zum Gossen- Rock- Halali des Jahres!

Wertung: 4.5 von 5.0
Autor: sandy (19. Oktober 2011)

Artikel-Link: http://www.stormbringer.at/reviews.php?id=7071