Review: Krisiun - Arise From Blackness (Compilation) (CD)
(Printversion)
Redaktionswertung:
ohne Bewertung
VÖ Datum:
5. Oktober 2012
Genre:
Death/Thrash Metal, Death Metal
Label:
Century Media
Laufzeit:
40:14
Trackliste 1. They Call Me Death
2. Unmerciful Order
3. Crosses Toward Hell
4. Agonize The Ending
5. Summons Of Irreligious
6. Meaning Of Terror
7. Infected Core
8. Insurrected Past
9. Rises From Black
10. Sinner's Scorn
11. Evil Mastermind
12. Prophecies Of The Plague
13. The Dead Are Rising Up
Line Up Vocals, Bass: Alex Camargo
Guitars: Moyses Kolesne
Drums: Max Kolesne
Guitars: Altemir Souza
Guitars: Mauricio Nogueira
Review...
Die brasilianischen Prügelbrüder KRISIUN haben sich in der globalen Death Metal Szene ja schon längst einen richtig guten Namen gemacht. Acht mehr oder weniger geniale Alben stehen mittlerweile zu Buche, vor allem mit dem Veröffentlichungstrio „AssassiNation“ (2006), „Southern Storm“ (2008) und „The Great Execution“ (2011) haben sich die Südamerikaner auch in Europa ihren Underground-Kultstatus erarbeitet. Zum 20. Veröffentlichungsjubiläum (geben tut es die Jungs ganz genau schon seit 1990) gibt es daher gleich doppelten Grund zum Feiern. Einerseits haben KRISIUN den Kontrakt mit ihrem Haus- und Hoflabel Century Media ein weiteres Mal verlängert, andererseits wirft man den Fans „Arise From Blackness“ vor die Füße.
Besagtes Teil ist aber beileibe kein neues Studioalbum, sondern eine Compilation-Retrospektive, die ganz tief zu den Anfangstagen der Band zurückblickt. Prinzipiell wurden die Demo „The Plague“ (1992) und die EP „Unmerciful Order“ (1994) zusammengewürfelt, um den zahlreichen KRISIUN-Anhängern Zugang zu den längst vergriffenen Frühzeiten der Band zu gewähren. Wer mit dem viehisch-satanischen Debütalbum „Black Force Domain“ (1995) vertraut ist weiß, dass KRISIUN einst nicht nur etwas schwärzer, sondern auch wesentlich ungeschickter und hölzerner, aber auch verdammt herzhaft durch die musikalischen Steppen geritten sind. Technische Fingerfertigkeit und hochpräzises Spiel waren in den frühen 90er Jahren noch nicht entscheidend – hier dominiert vor allem die ehrliche, bitterböse Atmosphäre, die voll und ganz dem Gehörnten gewidmet ist.
Völlig egal, ob man sich jetzt „The Dead Are Rising Up“, „Summons Of Irreligious“ oder „Prophecies Of The Plague” durch die Gehörgänge zieht – mit den heutigen KRISIUN hatte das Kolesne-Brüdertrio damals nichts zu tun. Stark in den Vordergrund gestellte, teilweise enervierende Soloeinlagen, angepisst-offensive Vocals und ein deutlicher Thrash Metal-Einschlag mit leichten Black-Anleihen gehörten damals zum guten Ton. Das Wilde, Ungestüme, ja, man könnte fast sagen Derbe muss man natürlich mögen, ansonsten sollte man sich lieber an den aktuellen Veröffentlichungen der Brasilos festhalten. Für KRISIUN-Maniacs ist die Öffnung dieser frühzeitlichen Schatztruhe natürlich ein Freudenfest.
Wertung: ohne Bewertung
Autor: FO (05. Oktober 2012)