| Redaktionswertung: |
 |
| VÖ Datum: |
19. Oktober 2012 |
| Genre: |
Alternative Rock |
| Label: |
Superball Music |
| Laufzeit: |
45:48 |
Trackliste 1. Open Doors
2. Pinhole Cameras
3. Up To Infinity
4. Opera Obscura
5. Lost Songs
6. Flower Card Games
7. A Place To Rest
8. Heart Of Wires
9. Catatonic
10. Awestruck
11. Bright Young Things
12. Time And Again |
|

Line Up Vocals, Guitars, Drums: Conrad Keely
Vocals, Guitars, Drums: Jason Reece
Guitars: Kevin Allen
Keyboards: David Longoria
Bass: Danny Wood
Drums: Doni Schroeder |
|
Review... Bei „Lost Songs“ mag man zunächst an eine Zusammenstellung alter Demoaufnahmen oder B-sides denken, aber statt einer simplen Resteverwertung legen …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD nur ein Jahr nach „Tao Of The Dead“ tatsächlich bereits das nächste richtige Studioalbum nach. Rein musikalisch betrachtet stellt dieses allerdings durchaus eine Reise in die bandeigene Vergangenheit dar, da die Texaner den gesamten Bombast über Bord geworfen haben und sich nun so reduziert wie schon lange nicht mehr präsentieren.
Die stellenweise kritisierten Pop-Einflüsse der letzten Platten sind mittlerweile auch völlig verschwunden, stattdessen geht man jetzt meist den direktesten Weg, und dieser führt relativ oft zum Punk. Passenderweise will „Lost Songs“ auch ein politisches Statement sein, weshalb die Scheibe den Menschen in Syrien sowie den russischen Aktivistinnen von PUSSY RIOT gewidmet wurde. So energisch haben …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD wohl zuletzt vor 13 Jahren auf „Madonna“ geklungen, aber trotz all dem erkennt man bereits nach den ersten Takten der Eröffnungsnummer „Open Doors“ wer hier zu Werke geht. Und bei aller Geradlinigkeit fallen dennoch wieder viele kleine Details auf, die stets in den entscheidenden Momenten erscheinen um jeglichen Anflug von Monotonie bereits im Keim zu ersticken.
All jene denen die letzten Alben von …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD etwas zu überambitioniert waren werden „Lost Songs“ lieben, aber ob die rotzige Antwort der Band auf das aktuelle Weltgeschehen eine einmalige Angelegenheit war oder zukünftig fortgesetzt wird bleibt abzuwarten, da die Platte schon rein covertechnisch wie ein evolutionärer Fremdkörper innerhalb der eigenen Diskographie wirkt.
Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: bender (27. Oktober 2012)
|