Eine dieser unglaublichen Geschichten des Roald Dahl:
Vor ein paar Jahren – der Erzähler war wieder mal zu mitternächtlicher Stunde in den angrenzenden Park unterwegs um die dringend notwendige Einschlafzigarette zu genießen. Plötzlich drang aus dem schaurig dunklem Nichts ein rhythmisches Stöhnen an sein Ohr, neugierig wie er war, musste er diesen Lauten natürlich auf den Grund gehen – Gut, zwei eng aneinander geschwungene Körper mit einer gewissen Rhythmik versehen sind ja nicht wirklich was sensationelles, aber bei genauerem Hinsehen traute er seinen Augen nicht – da verschmelzten doch glatt IRON MAIDEN’s Maskottchen Eddie mit der Coverfigur von ICED EARTH’s „Something Wicked This Way Comes“ im trauten Liebesspiel….
Seltsam, aber so steht es geschrieben....
Heute wird dem Verfasser dieser Zeilen die Tragweite dieser - zugegeben abstrus geschilderten - „Begegnung“ dahingehend bewusst, denn so oder zumindest so ähnlich könnte der Hybrid entstanden sein, der seit 2003 unter dem Namen BEYOND FALLEN sein Unwesen treibt. Wobei hier wohl die Gene der weit jüngeren und daher auch agileren ICED EARTH’schen Symbolfigur weit mehr dominant in Erscheindung treten, als dies Good Ol’Eddie tut. Ohne Scheiß jetzt und ganz ernst, einen Song wie "Closer to the End“ hat sich Jon Schaffer schon seit Ewigkeiten nicht mehr aus dem Ärmel geschüttelt. Bevor jetzt aber der Plagiatsvorwurf zu erdrückend wird, sei erwähnt, dass gerade Sänger Joe Karavis mit seiner leicht knarzigen Stimme so was wie eine epische Komponente den insgesamt zehn Stücken auf „Mindfire“ einhaucht und somit auch massiven Nachhall erzeugt.
Das rundum gelungene Werk beweist einmal mehr, dass die traditionsbewussten Metallschmiede nach wie vor in den Staaten die bedeutend besser zu verarbeitenden Rohstoffe bei der Hand haben, als dies ihren europäischen Kollegen gelingt – wer’s nicht glaubt, solle via MySpace die Stücke „Blood on the Ice“, sowie den Titelsong anchecken!
Wertung: 3.5 von 5.0
Autor: reini (24. Juni 2007)
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