THE ABSENCE

:: Veni Domine - Tongues (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 14. September 2007
Genre: Doom Metal
Label: MCM Music
Info: Veni Domine Homepage
Laufzeit: 67:25
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Trackliste...
1. October
2. Scream
3. The Bell Of A Thousand Years
4. The Rider On The White Horse
5. Two Times
6. Bless My Pain
7. Stay With Me
8. You Leave Me Cold
9. Tree Of Life
10. Tongues

Line Up
Vocals: Fredrik Sjöholm
Guitars, Backing Vocals: Torbjörn Weinesjö
Drums: Thomas Weinesjö

Guests
Bass: Ez Gomer
Bass: Peter Carlsohn
Bass: Andreas Ohlsson
Bass: Gary Kusthoss
Review...
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Die Schweden von VENI DOMINE sind mir deswegen schon sympathisch, weil deren Schlagwerker Thomas Weinesjö auch bei SAVIOUR MACHINE die Stöcke schwang oder schwingt, so genau weiß man das bei Eric Clayton’s Ausnahmecombo ja nicht. Auch muss deutlich festgehalten werden, dass allein mehr als 50% dieses mittlerweile sechsten Albums der Jungs mit Doom Metal überhaupt nichts mehr zu tun hat. Viel mehr hat gerade Sänger Fredrik Sjöholm seine Liebe zu Geoff Tate entdeckt.

Bevor wir uns aber der Affinität von Hrn. Sjöholm in Richtung Sangesgott Tate widmen, haken wir mal das Doom Kapitel auf „Tongues“ ab. Dazu gehört sicher der Opener „October“, obschon wir das irgendwie mit Happy Doom oder so umschreiben können. „The Bell of a Thousand Years“, mit herrlichen Reminiszenzen an die Landesbrüder von CANDLEMASS. Das todtraurige „Bless My Pain“ schlurft im Zeitlupentempo mit reichlich Pathos aus den Boxen, versprüht eine an Depression kaum zu überbietende Stimmung und sorgt mit reichlich Akustik Gitarren Themen für eine herrlich schaudernde Gänsehaut. „Tree of Life“, reichlich progressiv unterwegs, quasi der Brückenschlag zwischen dem Doom Genre und der hinzugewonnenen Melodiösität und Offenheit des Sverige Fünfers. Ja und dann wäre da noch der über 16 Minuten dauernde Titeltrack, eine Psycho Doom Lehrstunde par excellence, allein der abgefahrene Schlussteil, mit Spoken Words in x-verschiedenen Sprachen ist ja sowas von abgedreht.

Der Rest ist auch nicht von schlechten Eltern, irgendwo eine zähere, aber hoch melodische Kreuzung aus bereits erwähnten CANDLEMASS, NEVERMORE und (nicht nur) auf Grund des Gesangstils von Fronter Sjöholm Seattle’s finest QUEENSRYCHE. „Screm“ zieht sogar in der Strophe das Tempo ein wenig straffer, ja da darf dann auch mal die Double Bass wummern. Nach dem schon fast als fröhlich durchgehenden „The Rider On The White Horse” landen VENI DOMINE mit “Two Times” endgültig im tiefsten Seattle. Wahnsinn, ohne die Gewissheit hier nicht QUEENYRYCHE zu hören, hätte ich fast mein Leben verwettet, dass Tate & Co. hier am Werken sind. Selbiges gilt übrigens auch für das reichlich stampfende „You Leave Me Cold“….

VENI DOMINE begeistern über fast 70 Minuten, der Doom-Only-Lunatic wird zwar mit der deutlich gegen Normalo Metal ausschlagenden Stylkorrektur so seine leichte Probleme haben, aber gerade dieser musische Spagat macht „Tongues“ so wertvoll, so hörenswert.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: reini (17. Oktober 2007)

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