Mit "The Machinery Of Oblivion" haben THE ARCANE ORDER ein mehr als amtliches Debütalbum hingelegt, der Promozettel zu "In The Wake Of Collisions" warnt aber vorsorglich: Nix is mit Nachfolgealbum, nix ist's mit gewohnten Tönen, meilenweit sei man der eigenen Musik voraus.
Natürlich kochen aber auch TAO nur mit Wasser und deswegen ist diese Ankündigung wohl mit dem nötigen Augenzwinkern zu betrachten. Zum Glück möchte ich hier sagen denn ein absoluter Stilbrauch wäre der Band wohl nicht so ideal zu Gesicht gestanden. So setzt man auch bei ITWOC auf beinharten Metal bei dem jedoch der Thrashanteil etwas zurückgefahren wurde und mehr dem Deathmetal gefröhnt wird. Mochte man früher an Bands wie TERROR 2000 oder auch HATESPHERE denken so passt jetzt der auch im Promozettel angeführte Vergleich mit STRAPPING YOUNG LAD deutlich besser. Deren Abgedrehtheit erreicht man zwar nicht, ist aber auch gar nicht nötig, denn wer ein Album mit einem so starken Song wie "Death Is Imminent" beginnt braucht sich vor solchen Vergleichen wirklich nicht zu verstecken.
Auch Producer Jacob Hansen leistet wie üblich perfekte Arbeit und so fügen sich auch die nachfolgenden Songs "Between Reason And Hubris" und "The Serpent Tower" nahtlos in das Gesamtbild. Letzteres gefällt mir besonders wegen des fast schon schwarzmetallischen Beginns, Riffing und Screams. Mit dem folgenden "Eruptions Of Red" wird man dann deutlich grooviger bevor man mit "When Oceans Become Deserts" wieder deutlich mehr aufs Gas drückt, allerdings finde ich dieses Stück als Instrumentalnummer zu lange.
Leider bleibt trotz aller Freude über das gelungene Material ein mehr oder weniger schwerwiegender Kritikpunkt (je nach Geschmack): Der Einsatz von Samples wurde deutlich zurückgefahren. Zwar kommt das Keyboard immer noch brav zum Einsatz, elektronische Spielerein vermisse ich dann persönlich aber doch schmerzlich, lediglich bei "The Reaping Reverence" komme ich kurz auf meine Kosten. "Sanctity Of Allegiance" läutet dann gekonnt das Finale von ITWOC ein und begeistert mit einem sehr stimmigen Solo während "Horizons Buried" einen eher langsam angelegten aber sehr gekonnten Schlusspunkt setzt.
Wer also fürchtet, dass TAO anno 2008 nicht mehr wissen wie man rockt sei beruhigt, mit ITWOC liegt hier ein exzellentes Album voll moderenen Metal vor mir welches den Status von TAO in die verdiente Höhe schrauben wird.
Wertung: 4.5 von 5.0
Autor: nagelfar (04. Jänner 2008)
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