Terror

:: Nefarium - Haeretichristus (CD)

Redaktionswertung: 3.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 18. Jänner 2008
Genre: Black Metal
Label: Agonia Records
Info: Nefarium Homepage
NEFARIUM @ MySpace.com
Laufzeit: 35:03
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Trackliste...
1. Lucifer's Betrayal
2. The Damned Descent
3. 136 Bastard Priests Murdered
4. Merchants Of Hope
5. Doctrina Haereticorum
6. Thirty Coins Of Judas
7. An Old Black Cage
8. Sin Of Apostle
9. Episcopal Whip

Line Up
Guitar/Vocals: Carnifex
Lead Guitar: Adventor
Bass: Ghoul
Drums: Infamis

Guests
Guitar on Tracks 4 and 7: Chaq Mol (DARK FUNERAL)
Guest Vocals on Track 8: Infaustus (SETHERIAL)

Credits
Mixed & Mastered @Hitfire Studio, Sweden
Artwork: Adventor
Review...
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Italien ist ein Land, das als Nährboden für viele Klischees dient. Demnach seien Italiener modisch gekleidet, etwas eitel, freundlich und natürlich vor allem an den schönen Dingen des Lebens interessiert. Zum Sonnenschein und dem Meeresrauschen passt natürlich Italo Konservenpop am besten. Oder?
Nun vielleicht wirds Zeit dieses stereotype Bild wieder zu verwerfen. Es gibt in Italien nämlich auch Bands wie NEFARIUM. Die würden sicher viel lieber in Schweden hausen als in Italien. Oder zumindest klingen sie so. Die schönen Dinge des Lebens rücken für NEFARIUM eindeutig in den Hintergrund - denn schwärzer kann man beinahe nicht agieren.

So schlichen sich Carnifex, Adventor und Co. in den hohen Norden um dort ihr Album veredeln zu lassen. Dort stießen auch bekannte Namen des Genres wie Chaq Mol (DARK FUNERAL) und Infaustus (SETHERIAL) hinzu, um mit ihren Gastauftritten diesen Veredelungsprozess (vermeintlich?!) zu perfektionieren. Diese Auftritte passen wie die pechschwarze Faust aufs christliche Auge. NEFARIUM orientieren sich auf "Haeretichristus" eindeutig an diesen Bands. DARK FUNERAL ist dabei wohl der deutlichste Referenzpunkt. Aber auch besagte SETHERIAL und in selteneren Fällen MARDUK lugen stilistisch um die schwarze Ecke. Die Ausrichtung ist also klar: Hier wird gepoltert und gerumpelt was das Zeug hält. Atmosphäre ist unerwünscht und wird bei jeder Gelegenheit niedergeknüppelt. Glücklicherweise gibt es spieltechnisch nichts zu bemängeln. Und doch trennt NEFARIUM einiges von der Klasse DARK FUNERALs: Das Songmaterial ist einfach nicht so gut wie bei deren Vorbildern!
Zudem ist ein gelegentliches "Fuß vom Gaspedal nehmen" zumeist nicht verkehrt. Doch dies wird nur kurzfristig bei "136 Bastard Priests Murdered" und bei "Sin Of Apostle" getan. Einzelne Tracks hervorzuheben ist somit eigentlich sinnlos. Deren Aufbau gleicht sich nämlich weitgehend. Gutes Gitarrenspiel in altschwedischer Schwarzmetalltradition, steriles Dauerhighspeedgetrommel und etwas dunkler gekreischte Vocals als dies bei manchen Genrekollegen der Fall ist, bestimmen das Album.

Grundsätzlich ist "Haeretichristus" eine feine Prügelorgie, die auch wirklich Spaß macht. Die Faktoren "Originalität" und "Songwriting" verhindern aber einen tollen Gesamteindruck. Wer DARK FUNERAL dermaßen liebt, dass er einer schwächeren Version dieser Band gerne lauschen wollen würde, der wird mit NEFARIUM voll und ganz zufrieden sein!
Von mir gibt es knappe drei Punkte für die Kompromisslosigkeit, die musikalische Brutalität und die technischen Fähigkeiten der Band!

Wertung: 3.0 von 5.0
Autor: El Greco (14. Februar 2008)

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