:: Draco Hypnalis - Imagination (CD)

Redaktionswertung: 2.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: September 2007
Genre: Progressive Death Metal
Label: Zero Budget Productions
Info: Draco Hypnalis Homepage
DRACO HYPNALIS @ MySpace.com
Laufzeit: 66:53
Kaufen: eBay
Trackliste...
1. Woe In A Paralytic Symphony
2. The Sincere Wander Through Illusion Untouched
3. The Catacombs Of Wild Passion
4. Yet They Come And Leave No Distress
5. The Ones In Shelter Know No Evil
6. Symphony In E - Minor
7. The Fortune That Shall Not End In Disorder
8. The Intimate And Tthe Severe
9. Mozart - Allegro
10. Untied By The Bearers Of Strength

Line Up
Vocals, Guitar: Petr
Guitar, Synthesizer, Programming: Mira
Bass Guitar: Ivos
Review...
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DRACO HYPNALIS wollen auf „Imagination“ Death Metal mit Prog Rock und Mozart mischen. Der erste Gedanke: „Ohje!“ Der zweite Gedanke: „Ob das gut geht?“
Der dritte Gedanke: „Wenn sie dieses Ziel erreichen, hab ich ein Meisterwerk in meinen Händen!“
Der vierte Gedanke (aka erster Gedanke nach dem Hörgenuss): „Ohje!“
So schließt sich der Kreis…… Was man aus diesen Zeilen entnehmen kann? DRACO HYPNALIS scheitern an ihren eigenen Ambitionen!

Die Gründe für dieses Scheitern folgen hiermit:
a.) Der Drum Computer: Selten wurde ein Drum Computer auf eine dermaßen schlechte Art und Weise verwendet. Dieses künstliche Gepolter knüppelt die eine oder andere Melodie oder den einen oder anderen gelungenen Instrumentalteil in Grund und Boden und versaut demnach einiges an Potenzial
b.) Die Produktion: Auch wenn DRACO HYPNALIS sicherlich kein großes Budget zur Verfügung haben, ist der Klang der Platte einfach zu schlecht. Das Gitarrenspiel wäre an und für sich nicht schlecht, kommen aber aufgrund der verwaschenen Produktion kaum zur Geltung.
c.) Das Songwriting: Um Metal und Klassik zu verbinden, bedarf es starker songwriterischer Fähigkeiten, die DRACO HYPNALIS leider (noch) nicht besitzen. Die Songs lassen einen roten Faden vermissen und bestehen oft nur aus orchestralen Zitaten und langem Gefrickel.
d.) Das Keyboard: Teilweise wirklich nervig und viel zu unnatürlich und synthetisch. Das Keyboard unterstützt die Songs nicht, sondern wirkt zum Teil völlig deplatziert.
e.) Der Gesang: Wenngleich jener nicht der größte Schwachpunkt des Albums ist, weiß ich doch nicht ganz was ich davon halten soll. Nicht melodisch, aber auch wenig aggressiv. Weder Fisch, noch Fleisch….

Irgendwie schade, dass DRACO HYPNALIS mich auch nach einigen Durchläufen und wirklich viel geopferter Zeit nicht überzeugen können. Wenn man bedenkt, dass die Musiker ganz und gar nicht schlecht, sondern eigentlich sogar recht talentiert sind, schmerzt die Bewertung noch mehr. Doch gute Musiker müssen noch lange keine gute Musik machen.
„Imagination“ ist unnahbar, unnatürlich und schwierig zu verstehen. Nur bezweifle ich momentan, dass es dabei überhaupt etwas zu verstehen gibt. Kopflastige Musik ist an und für sich sehr reizvoll – doch muss man diese Art der Musik auch wirklich beherrschen können. DRACO HYPNALIS setzen sich selbst noch zu hohe Ziele. Mein Tipp: Streift den Bombast etwas ab, inkludiert die Klassik eher als zusätzliches Element (und nicht als Hauptteil) in eure Musik und versucht, kernigere, frischere Musik zu schreiben. Dann sehe ich doch noch Licht am metallischen Horizont der Tschechen.

Wertung: 2.0 von 5.0
Autor: El Greco (19. März 2008)

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