:: Babylon Mystery Orchestra - Axis Of Evil (CD)

Redaktionswertung: 0.5 Points
Userwertung: 0.5 Points
VÖ Datum: 2008
Genre: Metal
Label: Eigenproduktion
Info: BabylonMysteryOrchestra.com
Trackliste...
1. Annuit Coeptis
2. We Ride...You Die
3. DevilSpawn (Muhammad's Song)
4. Islam
5. God Given Right
6. Crusader
7. Diabolus Apocalypse
8. Illuminati
9. Novus Ordo Seclorum
10. Xenophobia
11. Martyr
12. Come Drink The Wrath
13. God Damn The Children Of The Beast

Line Up
All Instruments: Sidney Allen Johnson
Review...
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Provokation im Metal ist nicht neu. Seit jeher versuchen immer wieder Bands unter dem Deckmantel der "künstlerischen Freiheit" durch provokante und politisch hart grenzwertige Aussagen zu polarisieren. Im günstigsten Fall regen diese Veröffentlichungen zum Nachdenken an. Nicht selten schießen sie jedoch übers Ziel hinaus und reißen Gräben auf. "Axis Of Evil" vom BABYLON MYSTERY ORCHESTRA ist eine jener Veröffentlichungen, die statt fruchtbare Diskussionen nur Intoleranz, Hass und Beleidigung hervorruft. Grundsätzlich bin ich ja dagegen, solchen Typen eine Plattform zu geben. Andererseits ist es wichtig, vor Veröffentlichungen wie dieser zu warnen, denn darüber zu schweigen macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil.

Sidney Allen Johnson verkörpert das überzeichnete Bild des intoleranten Amerikaners. Guter Westen, böser Osten. Bush super, Islam pfui. Wäre ich Amerikaner, müsste ich mich für "Axis Of Evil" kräftig fremdschämen. Allein das CD Cover und das Bandlogo der Oneman-Show BABYLON MYSTERY ORCHESTRA sorgen für heftiges Läuten sämtlicher Alarmglocken. Wenn der Hauptprotagonist dann noch mit stolzgeschwellter Brust und in der Verkleidung eines Kreuzritters(!) verkündet, er wisse daß er mit dieser Veröffentlichung zum potentiellen Terrorziel wird, hat das mit "politically incorrect" nichts mehr zu tun. Das ist einfach nur mehr hirnverbrannter Schwachsinn. Und - glücklicherweise - eine maßlose Überbewertung seiner selbst.

Auch vom musikalischen Standpunkt betrachtet ist der Horizont von Sidney Allen Johnson schwer begrenzt. Monoton kämpft sich das sogenannte "Orchestra" durch 13 Tracks, die sich im Großen und Ganzen kaum voneinander unterscheiden und sich auf unglaublich dilentantischem Niveau bewegen. Größtes Übel neben den unsauberen und laienhaft eingedudelten Gitarrensoli ist der grottige Gesang, gegen den selbst Peter Steele wie ein ausgebildeter Operntenor wirkt. Mit einem schlechten Demo könnte ich ja gerade noch umgehen, doch die Message hinter der Musik macht jedes noch so winzige Fünkchen Spaß an der Musik hoffnungslos zunichte.

Der selbsternannte "Weltverbesserer" Johnson stellt sich mit "Axis Of Evil" auf die gleiche Stufe mit jenen geistigen Nackerbatzln von der Gegenseite, die brennende Kirchen immer noch für eine tolle Sache halten. Leute wie er sind es, die mit ihrer Intoleranz die Kluft zwischen den Kulturen immer tiefer werden lässt.

Fazit: geistiger Dünpfiff in seiner ekelhaftesten Form. Braucht kein kein Mensch.

Wertung: 0.5 von 5.0
Autor: adl (25. April 2008)

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