Entombed A.D.

:: Slipknot - All Hope Is Gone (Limited Edition) (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: 3.7 Points
VÖ Datum: 22. August 2008
Genre: Nu Metal
Label: Roadrunner Records
Info: Slipknot Homepage
Slipknot bei Myspace
Laufzeit: 72:11
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Trackliste...
01. .execute.
02. Gematria (The Killing Name)
03. Sulfur
04. Psychosocial
05. Dead Memories
06. Vendetta
07. Butcher's Hook
08. Gehenna
09. The Cold Black
10. Wherein Lies Continue
11. Snuff
12. All Hope is Gone
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13. Child Of Burning Time*
14. Vermilion Pt. 2 (Bloodstone Mix)*
15. 'Til We Die*

*Bonus Tracks

DVD:
"Includes Nine: The Making Of All Hope Is Gone"
Directed by M. Shawn Crahan

Line Up
Vocals: Corey Taylor
Guitars: James Root
Guitars: Mick Thompson
Bass: Paul Gray
Drums: Joey Jordison
Percussion: Shawn Crahan
Turntables: Sid Wilson
Turntables: Craig Jones

Credits
Produced by Dave Fortman And Slipknot
Engineered by Jeremy Parker
Recorded @ Sound Farm Studio & Recording Environment, Jamaica, IA
Mixed by Colin Richardson
Mix Engineer: Matt Hyde
Mastered by Ted Jensen @ Sterling Sound, NYC
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"Vermilion Pt. 2" produced by Rick Rubin, remix and additional production by Chris Vrenna & Clint Walsh
Artwork: M. Shawn Crahan
Review...
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Dieser Tage schaut die ganze Welt wieder auf ein Nest im Nirgendwo der Vereinigten Staaten von Amerika. Grund dafür: neun Verrückte aus Iowa haben mal wieder zusammen ein Album aufgenommen. Der Name: „All Hope Is Gone“. Grund genug für die halbe Welt aus dem Häuschen zu sein. Aber wo befinden sich SLIPKNOT im Jahr 2008? Nachdem die diversen Sideprojekte mehr als gut laufen, zu einer Zeit, wo jede Band versucht die andere an Härte und Präzision zu übertreffen. Hat der mittlerweile schon wieder abschwelgende Metalcore-Hype auf die neun Mannen rund um Fronter Corey Taylor abgefärbt? Nach gut 72 Minuten haben wir die Antwort…

It appears that…
Das hätte ich zumindest vor zwei Wochen behauptet, als das Album das erste Mal durch meine Gehörgänge pustete. Aber eine voreilige Beurteilung würde dem Ganzen in keinster Weise gerecht werden. Vor allem, da der erste Eindruck alles andere als überwältigend war. Da klang alles recht ähnlich, das hat man doch alles schon einmal gehört. Wo sind die Überraschungen? Bis jetzt stellte ja jeder SLIPKNOT-Rundling einen eigenen kleinen Kosmos dar: das Debüt, mit dem sie auf offene Türen gestoßen sind. Das kompromisslose Zweitwerk „Iowa“ und schließlich das letzte Album „Vol. 3.: (The Subliminal Verses)“. Vor allem letzteres konnte auf ganzer Linie überzeugen, spielte sich die Band doch wirklich frei von Erwartungen und Klischees. Natürlich wurden die bisherigen Rezepte nicht komplett über Bord geworfen, aber man merkte zumindest, dass sich etwas verändert hatte.

…we have reached the edge…
Vier Jahre später merkt man das noch immer, vielleicht sogar stärker denn je. Die beiden vorab schon genießbaren Exemplare „All Hope Is Gone“ und „Psychosocial“ zeigten, dass hier von allem etwas dabei ist. Die kompromisslose Härte beim Titeltrack und das Chartpotenzial bei der ersten Single. Doch da gibt es ja noch viel mehr. Die Limited Edition von „All Hope Is Gone“ kommt bei 15 Tracks auf eine Spielzeit von über 70 Minuten und lässt den Songs Zeit, sich zu entfalten. Die Intronummer ist wieder wie bei den ersten beiden Alben mehr Soundspielerei als richtiger Track, darüber spricht Corey einen nicht wirklich positiven Text, der die Grundstimmung des Albums vorgibt. Am Ende der Schrei „All Hope Is Gone“. Die erste richtige Nummer „Gematria (The Killing Name)“ kann ähnlich wie „The Blister Exists“ auf dem letzten Album voll überzeugen. Da geht’s gleich richtig zur Sache mit einem sehr eingängigen Midtempo-Riff. Nach knapp 40 Sekunden startet der Song dann quasi neu und führt in die Strophe, die angepisster nicht daher kommen könnte. Schon bei diesem Track bemerkt man eine spezielle Songstruktur, die beinahe das ganze Album dominiert: Intro – Strophe – Intermezzo – Strophe – Refrain – Bridge – Refrain. Dieses Schema wird leicht abgewandelt eigentlich bei allen folgenden Tracks zum Einsatz kommen. Speziell durch die zweite Strophe vorm Refrain wird die Spannung etwas hinausgezögert und das Riff im Bridgeteil von „Gematria“ kann mehr als überzeugen. Auch der nächste Song „Sulfur“ geht runter wie Butter. Schön hart, diesmal aber mit klarem Gesang beim Refrain, der verdammt eingängig ist. Und genau da ist für mich auch irgendwie der Hund begraben.

…that zenith where…
Die restlichen Songs ziehen wie gesagt ähnliche Register, nur selten wird wirklich extrem nach Vorne geprescht, wie etwa in „This Cold Black“, das mit seinem Eingangsmotiv stark an MACHINE HEAD erinnert. Sonst bleibt es die meiste Zeit im Midtempo-Bereich, wobei das Drumming von Joey und die Percussioneinsätze sehr im Vordergrund stehen. Auch bei den ruhigeren Nummern wie „Dead Memories“, das ohne weiteres auf der letzten STONE SOUR seinen Platz gefunden hätte. Richtig überraschen kann das wahrscheinlich niemanden. Denn auch wenn die Refrains teilweise hart bleiben, so sind sie doch sehr nachvollziehbar und bieten immer einen Mitgröhlpart auf (siehe etwa „Vendetta“, das mit „Hey“-Shouts daher kommt). SLIPKNOT waren nie dermaßen eingängig auf Albumlänge. Hinweisen möchte ich noch kurz auf die Ballade „Snuff“, die zwar im Abgang etwas anzieht, aber doch komplett radiotauglich bleibt. Das ist zwar alles so in dieser Art nie auf einem Album der neun Jungs aus Iowa gewesen, aber als Experiment oder mutig kann man es ebenso wenig bezeichnen. Auch die beiden neuen Bonustracks, „Child Of Burning Time“ und „’Til We Die“ schlagen in die gleiche Kerbe. Der Remix von „Vermilion Pt. 2“ muss nicht weiter beachtet werden.

…stimuli and comatose…
Man darf hierbei nur eines nicht falsch verstehen: das Album und die Songs können auf alle Fälle überzeugen. Sowohl beim ersten Hören als auch über längere Zeit gibt’s da genug Spielereien, die einen weiter in den Bann ziehen. Aber erwartet habe zumindest ich mir etwas anderes. Es ist ein solides Album geworden, und wenn man das über ein SLIPKNOT-Album sagt, dann geht das schon in die Spitzenklasse, aber hier wäre eindeutig mehr möglich gewesen.

…collide! (aus „.execute“)
Die bei der Limited Edition noch enthaltene DVD mit der Doku zum „Making of All Hope Is Gone“ ist zwar künstlerisch anspruchsvoll (viele kurze Videosnippets gemischt mit Aufnahmen aus dem Proberaum – alle Mitglieder ohne Masken versteht sich), bietet aber keine Infos zum Ablauf der Aufnahmen oder sonstige Goodies. Nett anzusehen, aber wer’s einmal gesehen hat, lässt es sicher im Schrank stehen.

Alles in allem ein Album, auf das die Welt zwar gewartet hat, das sie aber nicht verändern wird. Das ist vielleicht etwas melodramatisch ausgedrückt, aber trifft glaube ich den springenden Punkt recht schön. SLIPKNOT sind zurück, und natürlich haben wir sie vermisst. Sehen wir mal, wie sehr wir sie in einigen Jahren vermissen. Vielleicht überraschen sie uns dann das nächste Mal…

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: chris (10. September 2008)

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SLIPKNOT - Psychosocial (Single, 2008)
SLIPKNOT - Voliminal: Inside the Nine (DVD, 2006)
SLIPKNOT - 9.0 Live (CD, 2005)
SLIPKNOT - Vol. 3: (The Subliminal Verses) (CD, 2004)
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