:: Suspyre - When Time Fades... (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 30. September 2008
Genre: Prog Metal
Label: Sensory Records
Info: Suspyre official
SUSPYRE @ MySpace.com
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Trackliste...
1. Possession / The Negative
2. Evolutions
3. Lighted Endrhyme
4. Maniac Main Point Check
5. Siren
6. Reign
7. Fallen Stars
8. A World With No Measures
9. The Light of The Fire
10. Apparitions
11. Let Freedom Ring

Line Up
Guitars: Gregg Rossetti
Guitars: Rich Skibinsky
Drums and percussion: Sam Paulicelli
Vocals: Clay Barton
Review...
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Ganz feine Kost liegt mir heute mal wieder vor - und zwar in Form der Progressive Metal Truppe SUSPYRE aus New Jersey. Dass die USA ein guter Boden für progressive Bands sind, weiß man spätestens seit SYMPHONY X und - natürlich - DREAM THEATER. Und in genau diese Richtung gehen auch SUSPYRE mit ihrem mittlerweile dritten Album "When Time Fades", wobei die Herren vielleicht noch etwas mehr als die eben genannten Bands auch europäische Elemente in ihren Gesamtsound einbauen.

Nun ja, was lässt sich hierzu sagen? Nicht viel, außer dass SUSPYRE progressiven Metal auf allerhöchstem Niveau praktizieren, der eigentlich kaum Wünsche offen lässt. Auf beeindruckenden 75(!) Minuten Spielzeit fahren die Herrschaften eigentlich so ziemlich alles auf, was das Progressive-Herz begehrt; schräge Beats, flottes und interessantes Gitarren-Gefrickel, dazu zwischendurch mal absolute Killer-Hooklines und große atmosphärische Passagen, und einen äußerst fähigen Fronter, der sich stilistisch irgendwo zwischen Russell Allen und Daniel Gildenlöw einreiht - hier gibt es einfach wirklich kaum was auszusetzen!

Klar, gemütliche Kost für zwischendurch sind SUSPYRE sicher nicht - hier sollte man sich schon Zeit nehmen, und der Scheibe auch mal mehrere Durchläufe gönnen; es passiert einfach zu viel, als dass man alle Details beim erstmaligen Durchhören bereits entdecken kann. Wenn dann etwa mal Saxophone(!) auftauchen und leicht orientalische Melodien intonieren, wird's nämlich wirklich schräg. Stringente Songstrukturen, die man als "Durchschnittskonsument" noch irgendwie nachvollziehen könnte, sucht man hier eigentlich vergeblich - und gelegentlich muss ich dann sagen, dass SUSPYRE phasenweise wirklich schon fast "over the top" sind. Während das Gros der Prog-Passagen meist durchaus interessant gestaltet ist, schleicht sich zwischendurch dann schon mal der eine oder andere Teil rein, der gänzlich unpassend gesetzt, mit Gewalt eingebaut (welche Ironie!) oder allzu sehr als Selbstzweck gestaltet ist. Aber gut, das passiert wohl den meisten Prog-Bands hin und wieder - vor allem wenn sie sich auf einem so hohen Niveau bewegen möchten wie SUSPYRE. Soundtechnisch könnte die Produktion (v.a. an den Gitarren) zwar noch etwas Feinschliff vertragen, aber im Großen und Ganzen geht auch diese schwer in Ordnung! Angenehm - für mich als alten Fan von PAIN OF SALVATION - sind die deutlichen Anleihen bei ebendieser Band im Sound von SUSYPRE, die immer mal wieder durchblitzen (wie eben im genialen "Siren" oder beim folgenden, nicht minder grandiosen "Reign", die neben "The Light of Fire" und dem abschließenden "Let Freedom Ring" für mich die absoluten Highlights des Albums darstellen), und bei diesen Tracks gibt auch Sänger Clay Barton seiner Stimme einen gewissen Gildenlöw-Touch; also bei allen Fans dieser Band sollte die neue SUSPYRE auf jeden Fall auf die nächste Einkaufsliste!

Unterm Strich bleibt ein sehr anspruchsvolles Prog-Metal-Album, dass für hochkarätige Unterhaltung für viele Stunden sorgen kann, wenn man denn gewillt ist, in das Scheibchen ein wenig Zeit zu investieren; doch keine Sorge - es lohnt sich allemal! Klar, manchmal könnte bei SUSPYRE weniger wirklich mehr sein; bei manchen der Tracks geht der Song unter der schieren Last an progressiven Passagen, Breaks und schrägen Harmonien regelrecht verloren; aber nichtsdestoweniger können Freunde progressiven Rocks und Metals und von Bands wie SYMPHONY X, DREAM THEATER, VANDEN PLAS oder eben PAIN OF SALVATION hier jedenfalls mal reinhören!

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Dragonslayer (27. Oktober 2008)

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