BATTLE BEAST - Battle Beast

:: Sylosis - Conclusion of an Age (CD)

Redaktionswertung: 3.5 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 24. Oktober 2008
Genre: Thrash Metal, Modern Metal
Label: Nuclear Blast
Info:
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Laufzeit: 59:10
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Trackliste...
01. Desolate Seas
02. After Lifeless Years
03. Blackest Skyline
04. Transcendence
05. Reflections Through Fire
06. Conclusion Of An Age
07. Swallow The World
08. Teras
09. Withered
10. Last Remaining Light
11. Stained Humanity
12. Oath Of Silence

Line Up
Jamie Graham - Vocals
Josh Middleton - Guitars
Alex Bailey - Guitars
Carl Parnell - Bass
Rob Callard - Drums

Credits
Produced, mixed and mastered by Scott Atkins. Co-produced by Sylosis.
Additional Ambience, Synths, acoustic Guitars and Piano by Josh Middleton.
Artwork: Colin Marks
Review...
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The Return of the mighty Baumbart! Ein Blick aufs Cover und schon werden HdR-Fans weltweit aufatmen – dem Ent & Fangornwächter gehts gut, er hat sich nur als Maskottchen gen England abgesetzt und dort ein paar Hochhäuser Godzilla-like dem Erdboden gleichgemacht
Sollte man Sylosis (übrigens „the tightest Liveband out of the UK! Also die Werbefritzen werden auch immer kreativer...) also als Ökothrasher einstufen? Jein. Die 5 Jungspunde verpacken ihren deftigen Metal zwar in sozialkritische Texte, stehen damit im Vereinten Königreich nicht allein auf weiter Flur: da gibt’s/ gab´s ja auch noch Xentrix, Skyclad oder die unverwüstlichen NapalmDeath, die Krach mit anspruchsvoller Message paar(t)en.

Für einen Erstling (vorher gabs 2 EPs, die auf dem Kleinstlabel AtTheDeepEnds rausgehauen wurden) ist „Conclusion of an Age“ sehr ansprechend geworden: sowohl Sound als auch Spielwitz und Fingerfertigkeiten sind klar im grünen Bereich anzusiedeln, nur die etwas halbgaren Ausflüge in den Corebereich und der cleane Gesang sind in meinen Ohren höchst verzichtbar.
Nach dem klassischen Skip-Intro gibt’s in „After Lifeless Years“ satten wie modernen Thrash der immer mal an ältere The Haunted (nur etwas verspielter) erinnert - dabei im Tempo aber schön nach vorne geht und sehr geile Leadgitarrenarbeit offenbart, nach der Halbzeit gar ein BlindGuardian-Gedächtnisriff aus dem Hut zaubert und eigentlich nur mit dem unpassenden Cleangesang rumnervt. Da gefällt das heisere - mal deathige, mal aggressive - Organ von Frontnase Jamie Graham schon besser, auch wenns jetzt nicht der Weisheit letzter Schluss ist und für Thrasher der alten Garde wohl nur mit Vorsicht zu genießen ist.

Aber: die Gitarrenarbeit ist allerorts erste Sahne, da schimmern schon mal dezent die am Frontcover prangenden Namen ala Death oder Forbidden durch ohne jetzt irgendwie deren Göttergaben zu zitieren. Der springende Punkt ist sicherlich das hin-und herswitchen zwischen den verschiedenen Genres – mal passiert lupenreiner Melodicdeath das Gehör („The Blackest Skyline“), dann gibt’s pure Moderne wie ihn die Franzosen von Gojira seit einigen Jahren erstklassig praktizieren („Reflections through Fire“); und ja, den absolut unverzichtbaren Titeltrack … den sollte man als Unwissender als Erstes ins Auge fassen - Speed, Doublebass Sperrfeuer und ein Powergroove der den dezent im Hintergrund rumwerkelnden elektronischen Elementen locker den Garaus macht bestechen schon beim ersten Durchgang, dazu gibt’s ein paar Harmonyleads aus der Schuldiner-Gruft und ein angenehm sphärisch angelegtes Outro…
Auch im weiteren Verlauf gibt’s noch einige hochgradig durch die Botanik wütende Tracks, „Withered“ oder der sehr intensive Abschluss „Oath of Silence“ verdeutlichen hier den Standard der im Proberaum gereiften Insulaner sehr gut, das Songwriting besitzt jetzt schon einen Reifegrad den so manche Schülercombos unter Majorverträgen nicht in 10 Lichtjahren erreichen werden - und - Sylosis vergessen darüberhinaus auch nicht, mal ein Mehr an Tempo einzustreuen um nicht im langweiligen Midtempo zu versanden.

Von solchen Langweilercombos wie Soilwork bzw. ScarSymmetry (die neben Cynic – hallo??? - ebenfalls auf dem Pappschuber angepriesen werden ) ist der extravagant bestückte Rundling also ein gutes Stück entfernt: auch wenn jetzt nicht jedes Riff / Song zu 100% überzeugt, findet der geneigte Metalhead eine vermehrte Anzahl an hochgradig erotischen Abschädelriffs, die in die stimmige Mischung aus Tradition und Moderne eingeflochten wurden. Und das ist für ein Debut fast schon mehr als man heutzutage erwarten darf – kein Klassiker, aber eine allemal gelungene Visitenkarte - quasi der martialisch vertonte „March of the Ents“ ;)

Wertung: 3.5 von 5.0
Autor: PMH (20. November 2008)

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