Triptykon

:: Coronatus - Porta Obscura (CD)

Redaktionswertung: 3.5 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 28. November 2008
Genre: Gothic Metal
Label: Massacre Records
Info: Coronatus Homepage
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Laufzeit: 54:40
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Trackliste...
1. Prologue
2. Exitus
3. Fallen
4. In Silence
5. Beauty In Black
6. Cast My Spell
7. In Your Hands
8. Mein Herz
9. Am Kreuz
10. Der Vierte Ritter
11. Strahlender Erster
12. Flos Obscura (Bonus Track)
13. Volles Leben (Bonus Track)

Line Up
Vocals: Carmen R. Schäfer
Vocals: Ada Flechtner
Guitars: Jo Lang
Guitars: Johann Frey
Keyboards & Programming: Fabian Merkt
Bass: Chrizdi Anno
Drums: Matthias Kurth
Review...
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Gothic Metal ist ein Subgenre, bei dem ich persönlich besonders stark selektiere. In keinem anderen Genre des Metal gibt es so eine große Anzahl an qualitativ schwachen Bands. Das Subgenre wird nicht ohne Grund besonders oft kritisch beäugt. Zudem sollte man sich fragen, wie ‚natürlich’ diese Genrebezeichnung wirklich ist. Schließlich tummeln sich Bands in dieser Schublade, die wenig miteinander gemeinsam haben…. Also was weiß man über die Musik einer Band, wenn man diese Genrebezeichnung lesen darf? Wenig!
Somit beschäftigt sich der kommende Absatz mit der Frage „was machen CORONATUS eigentlich?“

Die deutschen Senkrechtstarter CORONATUS sind in vielen Belangen ‚typisch’ Gothic Metal, verzichten aber auf einige Klischees wie z.B. die “Beauty an the Beast“-Vocals. Stattdessen gibt es zwei weibliche Sängerinnen (Carmen R. Schäfer übernimmt die “Soprano Vocals“, während Ada Flechtner für die “Rockvocals“ sorgt), die die Instrumentalfraktion eindeutig in den Schatten stellen.
Jene agiert solide, hält sich aber betont im Hintergrund. Was sonst noch charakteristisch ist für die Band? Das Wechselspiel der Sprachen: Die Texte wurden in Deutsch, Englisch und Latein verfasst. Insgesamt ist die Chose recht abwechslungsreich, was eine kurze Erklärung des Gehörten erschwert.

Diese Heterogenität des Songmaterials hat einen großen Vorteil: Es bewahrt den Hörer vor Monotonie und Langeweile. Sie bringt aber auch einen Nachteil mit sich: Der Großteil der Hörer wird nicht alle Songs gelungen finden. Während man z.B. auf “Beauty in Black“ balladesk und zudem äußerst pompös vorgeht, erinnert man beim Ohrwurm “Cast the Spell“ an NIGHTWISH, während “Der Vierte Ritter“ einen ungewöhnlichen SCHANDMAUL-Touch aufweist.
Manchmal hätten sich CORONATUS etwas kerniger an das Songmaterial annähern können, da das Übermaß an Bombast bisweilen etwas anstrengend klingt. Auf “In Silence“ hat mich die Band erhört und etwas druckvoller agiert. Sonst sind mir die Gitarren doch zu sehr im Hintergrund. Auch im Gothic Metal Genre könnten sie schließlich wichtige Akzente setzen, was auf “Porta Obscura“ aber leider nur selten geschieht.

Natürlich gibt es auf “Porta Obscura“ Licht und Schatten zu entdecken. Ob der Durchschnitts-Metaller dieses Werk mögen wird, erscheint zweifelhaft. Fans des Gothic Metal Genres werden beim Konsum des neuen CORONATUS Werkes aber wenig falsch machen. Auch wenn die Band sich erst am Anfang ihres Weges befindet, so muss man ihnen eine gute kompositorische Leistung zugestehen. Wenn CORONATUS nun etwas mehr an eigener Note einbringen, sind sie auf einem guten Weg zum Gothic Metal-Olymp!

Wertung: 3.5 von 5.0
Autor: El Greco (01. Dezember 2008)

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