Terror

:: Sirenia - Nine Destinies And A Downfall (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 23. Februar 2007
Genre: Gothic Metal
Label: Nuclear Blast
Info: SIRENIA
SIRENIA @ MySpace.com
Laufzeit: 42 Minuten
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Trackliste...
1. The Last Call
2. My Minds Eye
3. One By One
4. Sundown
5. Absent Without Leave
6. The Other Side
7. Seven Keys And Nine Doors
8. Downfall
9. Glades Of Summer

Line Up
Gesang, Gitarre und Musik: Morten Veland
Gesang: Monika Pedersen
Drums: Jonathan A. Perez
Gitarre: Bjørnar Landa
Review...
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Wenige Künstler schaffen es, so konstante und doch gleichzeitig so frische Werke zu zaubern wie SIRENIA. Morten Veland, ehemals Mastermind der Kult-Gothic-Metal-Band TRISTANIA präsentiert mit seinem vierten SIRENIA-Album, wie Gothic-Metal heute klingen kann, ohne sich durch pompösen Kitsch und Plagiate zu quälen. Dass sich Morten dabei sehr an seine alten TRISTANIA-Werke anlehnt und trotzdem viele neue Elemente einfließen lässt und das Album mit tollen rockigen Passagen versieht, macht "Nine Destinies And A Downfall" zu einem besonderen Hörvergnügen. Schon alleine der Opener "The Last Call" zeigt eindrucksvoll, wie Morten stets die Balance zwischen Chören, Solo-Gesang, elektronischen Spielereien und rockigen Gitarren hält.

SIRENIA verstehen es einfach, verträume Melodien, krachende Riffs und epische Arrangements so perfekt zu kombinieren, dass sie nie im Kitsch untergehen. Die verspielten Songs mit Ohrwurmrefrains (wie etwa "One By One") machen schnell süchtig und der Erfolg des Albums liegt nicht zuletzt auch bei der neuen Sängerin Monika Pedersen. Mit dieser Dame, die einigen auch von SINPHONIA bekannt sein sollte (Geheimtipp!), hat Morten einen Lotto-Sechser gemacht, denn Monika hat im Vergleich zu ihrer Vorgängerin eine viel kräftigere und angenehmere Stimme und verleiht den Songs Charakter und Stärke. Und da lassen selbst zuerst naiv erscheinende Melodien wie in "My Minds Eye" Gänsehaut aufkommen! "Sundown" schafft mit einem rockigen Einstieg und einem sanften Zwischenteil wieder diesen Spagat zwischen hart und zart und kommt sogar mit männlichen Grunzparts daher. Und wer glaubt, das ewige Mann/Grunz-Frau/Engel Gesangsspiel wäre schon längst überholt, der darf sich von SIRENIA eines besseren belehren lassen, denn hier funktionieren die dezent eingesetzten Growls wunderbar! Frischer Wind kommt mit Songs wie "Absent Without Leave" oder "Seven Keys And Nine Doors" ins Spiel, die viel Elektronik und extrem groovige Melodiebögen präsentieren, auch wenn "Seven Keys And Nine Doors" im Refrain einen ganz typischen TRISTANIA-Chor offenbart und mit dem cleanen männlichen Gesang einen weiteren Überraschungsmoment bereit hält. Der Mega-Ohrwurm des Albums ist aber ohne Zweifel das verspielte "Downfall" und "Glades Of Summer" verzaubert am Ende noch mit einem sanften Geigenintro, balladesken Tönen und einer stimmlichen Top-Performance!

Mit so einer explosiven Mischung im Gepäck sind SIRENIA bestens gerüstet, um aus dem Gothic-Metal-Einheitsbrei meilenweit hinauszustechen und wer genug vom 100. NIGHTWISH-Klon und 1000. WITHIN TEMPTATION-Verschnitt hat, der darf sich gerne näher mit den Norwegern rund um Morten Veland beschäftigen, die mit "Nine Destinies And A Downfall" wieder mal beweisen, dass sie sich durchaus einen ehrenvollen Platz im Gothic-Metal-Himmel verdient haben.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: caroline (15. Februar 2007)

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