Fleshwrought

:: SWAMPDAWAMP - Rock This Country (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 2. November 2009
Genre: Southern Rock
Label: SAOL
Info: SWAMPDAWAMP
SWAMPDAWAMP @ MySpace.com
Laufzeit: 40:43
Kaufen: Amazon | eBay
Trackliste...
1. Lady
2. Helluva Night
3. Double Or Nuthin'
4. Good God
5. American Man
6. Six Tons
7. Daddy Said
8. Rock This Country
9. Half My Life
10. Shame
11. Welcome To The Inn
12. Stoned

Line Up
Lead Vocals, Acoustic Guitar: Gig Michaels
Drums: David Lee
Guitar, Vocals: Michael Hough
Guitar, Vocals: Keith Inman
Keyboards, Vocals, B3: Mike Huffman
Bass, Vocals: Cody Bennett

Guests
Back Up Vocals on "Good God": Angie Primm & Gayle Mayes

Credits
Produced by Ken Coomer & Charlie Brocco. Mixed & Engineered by Charlie Brocco.
Assistant Engineer: Taylor Pollert
Additional Engineer: Patrick Miller
Tracked at Sound Emporium & Creative Workshop
Mixed at East Iris & 16 Ton
Mastering by Eric Conn & Dan Cobb Independent Mastering
Artwork: Robby James
Review...
mail  print

Wer oder was bitteschön ist denn SWAMPDAWAMP? Bitte nicht vom unaussprechlichen Namen abschrecken lassen – das Sextett aus Charlotte, North Carolina zockt nämlich qualitativ hochwertigen Southern Rock und versucht das dahinsiechende Genre mit dem Patriotenwerk „Rock This Country“ zu reanimieren. Fleißig sind die Burschen zudem auch, nach „SwampDaWamp“ und „2.0“ schießt man nämlich bereits das dritte Werk in ebenso vielen Jahren in die Menge. Ein breitenwirksamer Durchbruch könnte den amerikanischen Rebellen mit dem neuen Streich durchaus gelingen, das Zwölf-Song Material kann mit einer erfreulichen Mischung aus Tradition und Moderne überraschen und überzeugen.

Wo andere LYNYRD SKYNYRD-Kopisten oftmals an den eigenen übertriebenen Ansprüchen scheitern, beweisen SWAMPDAWAMP dass man mit Talent, Engagement, überzeugendem Songwriting und der richtigen Nase für hitverdächtiges Material auch in diesem Jahrtausend nachvollziehbaren Southern Rock spielen kann. „Lady“ eröffnet den bunten Reigen mit bluesigen Gitarrenlicks und präsentiert erstmals die versoffen-rauchige Stimme von Frontmann Gig Michaels, dessen Organ zum Sound wie die Faust aufs berühmte Auge passt. Das rockige „Helluva Night“ geht dann erstmals back to the 70ies, krallt sich noch stärker im Blues fest und lässt auch Affinitäten zum Boogie Rock anklingen. Grundsätzlich lassen sich SWAMPDAWAMP nur schwer kategorisieren, in ihrem breit abgesteckten Rockkosmos entdeckt man stets neue Einflüsse und Verbeugungen. Mit „American Man“ wird natürlich die obligatorische „God-bless-our-country-Keule“ ausgepackt. Kein Wunder, wird doch schon im Booklet den uniformierten Landesverteidigern gedankt.

Grundsätzlich verbleiben SWAMPDAWAMP in flotten Sphären und haben hörbaren Spaß am zwanglosen Rocken und Rollen. Das balladeske „Daddy Said“ (übrigens der einzige Song, der die Vierminuten Grenze überspringt) zeigt die sechs Herren auch von ihrer emotionalen Seite. „Rock This Country“ verbreitet die Kernbotschaft des Albums und erinnert mit seiner Gitarrenlastigkeit stark an die seligen 80er Jahre. Die Arbeit der sechs Instrumentalisten ist ohnehin über alle Zweifel erhaben. Die Gitarristen Hough und Inman duellieren sich des Öfteren, verlieren sich dabei aber gottlob nicht in egofördernde Solowixereien. Drummer Lee und Bassist Bennett unterlegen den Klangteppich, das Keyboard von Scooby Huffman wird sehr spartanisch eingesetzt, was übertriebene Kitschorgien verhindert. Shouter Michaels greift auch mal zur akustischen Gitarre – alle Vorzüge des Südstaatenrocks sind gegeben. „Shame“ und „Welcome To The Inn“ drücken gegen Ende des Albums nochmal kräftig aufs Gaspedal, bevor man mit dem abschließenden „Stoned“ eine astreine LYNYRD SKYNYRD Kopie liefert, die mit einem wunderschönen Melodieverlauf mächtig Laune auf weiteres Material macht.

SWAMPDAWAMP haben die Vorzüge und Freuden des verrauchten Altherren-Rocks perfekt aufgesogen und liefern mit „Rock This Country“ eine Platte ab, die keinesfalls an die Überwerke der Heroen LYNYRD SKYNYRD oder MOLLY HATCHET herankommt, sich aber im sicheren Windschatten der beiden Legenden festsetzt. Perfekte Untermalung für ein launiges Sommergrillfest, ein zigarettenunterstütztes Kneipenbesäufnis oder eine gemütliche Männerpokerrunde. Wahrlich ein rundes Teil!

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Robert Fröwein (24. November 2009)

Du musst Dich einloggen um Kommentare schreiben und eigene Wertungen abgeben zu können.
Username:   Passwort:          Registrieren | Passwort vergessen?
Überblick...
Bandinfo & Links...
SWAMPDAWAMP: Profilseite
Reviews...
SWAMPDAWAMP - Rock This Country (CD, 2009)
Interviews...
SWAMPDAWAMP - Gig Michaels & Michael Hough & Keith Inman (22.12.2009)
Album der Woche
Demo der Woche
Die neuesten Reviews...
Die letzten News...
Die neuesten Interviews...
Die neuesten Livereports...
Die neuesten Specials...
Alkbottle + Hollenthon