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:: No More Encore - We Are The Warriors (CD)

Redaktionswertung: 2.5 Points
Userwertung: 0.5 Points
VÖ Datum: 2. Oktober 2009
Genre: Rock, Punk Rock
Label: Eigenproduktion
Info: No More Encore Homepage
No More Encore bei Myspace
Laufzeit: 55:12
Kaufen: Amazon | ebay
Trackliste...
1. We’re Leading Here
2. Until We Both Believe It
3. The Let Down
4. You Had Me
5. Our World On Display
6. Time Sets The Longest Distance
7. We Are The Warriors
8. This Might Break Your Heart
9. Don’t Give It Up
10. No Friends Weight Could Break Me
11. I Figured Out
12. Where Are We Running
13. Light Your Heart Up
14. The Darkest Shades

Line Up
Guitar, Vocals: Christopher Oszwald
Guitar, Vocals: Christoph Rumpel
Drums: Georg Kutscher
Bass, Vocals: Markus Jürgensen

Guests
Vocals (12): Daniel Castady

Credits
Produced by NO MORE ENCORE.
Artwork: Markus Jürgensen
Review...
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NO MORE ENCORE sind ein schillerndes Beispiel dafür, wie man es im österreichischen Musikmarkt zu etwas bringen kann (was an und für sich schon mal eine Schande für das hiesige Musikbiz ist). Bereits im Jahr der Bandgründung schafft es das Quartett, den Emergenza Bandcontest zu gewinnen und den zweiten Platz beim Younxtars einzustreichen, es folgen Albumrelease, AVRIL LAVIGNE-Support im Gasometer, Gastspiele auf dem 2 Days a Week und dem Donauinselfest. Und im Oktober das neue Album „We Are The Warriors“.

Die Platte ist sehr ordentlich produziert, was man den Jungs als federführenden Produzenten zugute halten muss. Auch das Artwork, das Basser Markus gestaltet hat, macht einen positiven Eindruck. Dass die Burschen ihr Handwerk beherrschen, zeigt sich allerdings nicht nur darin, dass sie Produktion und Coverdesign selbst in die Hand genommen haben – auch das Songmaterial verrät einiges an Routine und ein Gespür für Mitsing- und Radiotauglichkeit. Womit wir beim Problem angelangt wären, das ich mit „We Are The Warriors“ habe. Schon ein kurzer Blick auf die Trackliste des Albums zeigt, dass NO MORE ENCORE ein Teenager-Klischee nach dem anderen bedienen – also hauptsächlich Liebe und Herzschmerz in diversen Varianten (da wird es einem als verwirrte 12-14 Jährige doch gleich warm ums Herz).

Dabei lässt sich ein eklatanter Mangel an musikalischen Akzenten schwer vermeiden; das augenscheinlich am Reißbrett entworfene Material bleibt viel zu harmlos und letztendlich vollkommen nichtssagend und bedeutungslos. Damit passt man zwar praktisch in jeden Radio-Roster, dass geschmacksunterentwickelte Ö3 HörerInnen (wobei der weibliche Anteil hier wesentlich höher sein dürfte) aber auf Dauer keine verlässliche Fanbasis bilden, haben schon ganz andere Kaliber zu spüren bekommen. Warum NO MORE ENCORE nicht öfter mal rotzig drauflosrocken, wie etwa in „Time Sets The Longest Distance“, bleibt unerklärlich – da wäre dann nämlich fast so etwas wie Glaubwürdigkeit drin (die ein einsamer, dezent hineingemischter Schrei in „No Friends Weight Could Break Me“ auch nicht herstellen kann).

NO MORE ENCORE machen alles falsch, weil sie alles (zu) richtig machen. Zwar haben auch dutzende Durchgänge mit der Schleifmaschine die eigentlich vielversprechenden, weil wesentlich erdigeren und ehrlicheren Wurzeln des Quartetts nicht völlig vernichten können (wenn auch der vormals praktizierte Punk Rock keine übermäßigen Credibility-Preise gewonnen hat), aber sowohl die von Winamp beim Einlegen des Albums vorgeschlagene Genre-Bezeichnung „General Mainstream Rock“ als auch die Tatsache, dass die Band neben ihren Unterstützern an erster Stelle denjenigen dankt, die ihr Album gekauft haben, sprechen Bände. Für ein handwerklich solides Produkt und Songmaterial, das seinen Zweck erfüllt, gibt’s mit zweieinhalb Sternen genau den Durchschnitt. Empfehlen würde ich „We Are The Warriors“ trotzdem niemandem.

Wertung: 2.5 von 5.0
Autor: Pr0m3th3us (29. November 2009)

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