PURE LEGEND RECORDS

:: Sinister - Legacy Of Ashes (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 17. Dezember 2010
Genre: Death Metal
Label: Massacre Records
Info: Sinister Homepage
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Laufzeit: 37:48
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Trackliste...
1. Herd Of Damnation (Intro)
2. Into The Blind World
3. The Enemy Of My Enemy
4. Anatomie Of A Catastrophe
5. The Sin Of Sodomy
6. Legacy Of Ashes
7. The Hornet's Nest
8. Righteous Indignations
9. The Living Sacrifice
Trivia...
Kommt auch als Limited Edition Digipak mit 4 Bonustracks heraus.

Line Up
Vocals: Aad Kloosterwaard
Guitar: Alex Paul
Bass: Joost van der Graaf
Drums: Edwin van den Eeden

Credits
Recorded at Soundlodge Studios with Jörg Uken, in Rhauderfehn, Germany.
Artwork: Mike Hrubovcak
Review...
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Der Tulpen-Tod hat heuer Hochkonjunktur. Zwischen den kriegsaufarbeitenden A-Liga Geschossen HAIL OF BULLETS und GOD DETHRONED sowie den Blut und Beuschel liebkosenden Regionalligisten HOUWITSER und SEVERE TORTURE fräsen auch die Urgesteine SINISTER eine neue Langrille aus dem Kerbholz. Wenn man die durchwegs überdurchschnittliche Qualität der genannten Combos heranzieht, dürfte die Weed-Ernte bei Deutschlands Lieblingsnachbarn heuer besonders gut ausgefallen sein. SINISTER selbst legen den Hebel ein weiteres Mal radikal um. Nach der epischen Todesorgie „The Silent Howling“ dreht sich das Trio (mittlerweile wieder Quartett) um 180 Grad und schnallt dem Christgrind (ok, der war nicht sooo gut…) mit dem rasant vorgetragenen „Legacy Of Ashes“ ein teuflisch-morbides Päckchen auf die Flügel.

Als „one of our most brutal, fast and aggressive records“ haben SINISTER ihr neuntes Werk beworben, was man zumindest partiell so stehenlassen kann. Die Nuclear Blast 90er Jahre Veröffentlichungen „Cross The Styx“, „Hate“ und „Bastard Saints“ bleiben in der Death Metal Hall Of Fame zurecht unberührt, die Plattheiten rund um den Jahrtausendwechsel werden aber spielend übertrumpft. Die leicht angezogene Handbremse auf dem letzten Output ist SINISTER sehr gut zu Gesicht gestanden, dass man mit dem komplexen Werk aber einen Großteil der Die Hard Lunatics verloren hat, ist nicht spurlos an der Band vorübergegangen. In punkto Geschwindigkeit sind die Holländer wirklich dicht im Windschatten der Frühphase, was sich in einer Vielzahl rollender Blastbeat-Attacken („Into The Blind World“, „The Sin Of Sodomy“, „Righteous Indignations“) manifestiert. Das Schöne an SINISTER ist die tiefe Verbundenheit zum Old School-Death. Wo sonst bitteschön kriegt man heutzutage so knarzige Nackenabschrauber wie „The Enemy Of My Enemy“ oder den künftigen Liveset-Song „The Hornet’s Nest“ ins Wohnzimmer geliefert? Die Doublebass-Teppiche werden durch unzählige Tempowechsel und bandtypische Shreddereien aufgelockert. Die Ausgewogenheit aus holländischer Zerstörungswut und amerikanischer Riffgewalt geht schnell ins Ohr und macht das Teil auch wieder der älteren SINISTER-Klientel schmackhaft.

Aus alt mach neu – SINISTER sind tatsächlich schneller, kompromissloser und aggressiver als auf „The Silent Howling“ und rücken damit beabsichtigt in die eigene Vergangenheit. Ob man damit aber auch brutaler ist, liegt im Auge des Betrachters. Zum Malträtieren der eigenen Familie am weihnachtlichen Gabentisch, reicht die neun Kapitel dicke Prügelplatte allemal. SINISTER ziehen ein weiteres Mal ihr Ding durch, ohne Rücksicht auf die restliche Welt zu nehmen und gerade das macht die westeuropäische Todesblei-Institution umso sympathischer. Kurzweilig und vernichtend, so wie das geniale Covermotiv von MONSTROSITY-Shouter und Dunkelkünstler Mike Hrubovcak. Mit „Legacy Of Ashes“ hat Holland den Death Metal Staffellauf endgültig gewonnen.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: FO (09. Dezember 2010)

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