Rhapsody of Fire

:: Korpiklaani - Ukon Wacka (CD)

Redaktionswertung: 3.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 4. Februar 2011
Genre: Folk Metal
Label: Nuclear Blast
Info: Korpiklaani Homepage
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Laufzeit: 41:27
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Trackliste...
1. Louhen Yhdeksäs Poika
2. Päät Pois Tai Hirteen
3. Tuoppi Oltta
4. Lonkkaluut
5. Tequila
6. Ukon Wacka
7. Korvesta Liha
8. Koivu Ja Tähti
9. Vaarinpolkka
10. Surma
***********************
11. Iron Fist (MOTÖRHEAD-Cover) - Bonus on "Digipak"-Version

Line Up
Vocals, Guitars: Jonne Järvelä
Guitars: Cane
Bass: Jarkko Aaltonen
Drums: Matson
Violin, Jouhikko, Bagpipes, Flute: Hittavainen
Accordion: Juho Kauppinen

Guests
Guest Vocals on "Ukon Wacka" by Tuomari Nurmio
Review...
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Kaum zu glauben, aber wahr: erstmals seit Beginn ihrer Karriere brauchen die finnischen Folk/Humppa-Rabauken KORPIKLAANI wieder mehr als ein Jahr für ein neues Album. „Ukon Wacka“ ist trotzdem der siebente Streich in gut acht Jahren Bandgeschichte, den (immer schwächer werdenden) Hype für die peinlich kriegsbemalte und Metkrüge-schwingende-Pseudoheiden-samt-nerdiger-Kurzhaarschnittfrisur-Klientel kostet das Sextett aus Lahti also noch einmal aus. Dabei sticht die angenehmste Überraschung schon nach dem ersten Durchlauf heraus: auf dem dritten Nuclear Blast Werk fahren KORPIKLAANI endlich wieder die Quantität herunter und begnügen sich mit angenehmen 40 Minuten nordischem Volksgeschunkel.

Von ernsthafter Lyrik sind die Jungs nach wie vor meilenweit entfernt, „Ukon Wacka“ handelt von einem legendären paganen Fest aus dem Altertum, bei dem ein speziell gebrautes Bier in Strömen floss. So kurz, so unwichtig. Partytauglichkeit kann man KORPIKLAANI aber auch im neuen Jahrzehnt nicht absprechen, zwischen dem üblichen Flöten-, Geigen- und Akkordeongedudel packen die Finnen dieses Mal auch Exoten wie eine siebensaitige Gitarre, eine Mandoline oder das finnische Volksinstrument Jouhikko aus. „Louhen Yhdeksäs Poika“ oder „Tuoppi Oltta“ mögen ja schön ins Ohr gehen und den pubertären WoW-Zocker vielleicht von der schokoladeverschmierten Couch in den Polka-Ring locken, doch stellt sich die berechtigte Frage, ob man ein- und dasselbe Album wirklich noch ein siebentes Mal hören möchte?

Nach „Beer Beer“ und „Vodka“ wird diesmal der „Tequila“ besungen und richtet sich in seiner schnöden Durchschnittlichkeit an die südamerikanische Fanbase. Neben bandtypisch musikalischen Plattitüden wie etwa „Koivu Ja Tähti“ oder dem todlangweiligen Instrumental „Vaarinpolkka“ können KORPIKLAANI aber unerwarteter weise überraschen. Das anfangs eintönige „Päät Pois Tai Hirteen“ begeistert mit einem tight rockenden Mittelteil, „Korvesta Liha“ könnte man als Prototyp für finnischen „Glam-Humppa-Metal“ heranziehen und das sechsminütige Abschlussepos „Surma“ rückt endlich einmal vom nervtötenden Zeltfest-Image ab und zeigt dem Hörer, dass KORPIKLAANI durchaus auch eine etwas ernsthaftere Pagan/Folk Band sein könnten.

Neu gebrautes Bier kredenzen KORPIKLAANI erwartungsgemäß nicht, nach den beliebig geratenen Totalausfällen „Karkelo“ und „Korven Kuningas“ haben die Finnen aber wenigstens halbwegs brauchbares Material für das anstehende Paganfest 2011 im Köcher. Dem unbedarften Lagerfeuerfetischisten werden die - erstmals komplett auf Finnisch intonierten - Songs runtergehen wie Mineralwasser nach einem Hochsommerlauf. Der Rest duldet die permanent tourende Mitgröl-Spaßfraktion still und leise und freut sich viel mehr auf eine aussagekräftigere FINNTROLL Langrille. Doch wie gesagt – das war alles schon einmal schlimmer…

Wertung: 3.0 von 5.0
Autor: FO (26. Jänner 2011)

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Reini
3124 Beiträge
26.01.2011 (13:52 Uhr):

das war alles schon einmal schlimmer…
oh ja, viel schlimmer sogar, aber trotzdem irgendwie unnötig wie die morgenlatte oder so...

Murli
130 Beiträge
26.01.2011 (18:55 Uhr):

Ich find nach wie vor, dass bei Korpiklaani alles zu ähnlich klingt. Und dass es irrsinnig langweilig ist. Gibt im Folk Metal Bereich echt viele gute Bands, versteh echt nicht, warum gerade Korpiklaani in der Szene so bekannt sind...

Überblick...
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