:: Nervecell - Psychogenocide (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: 3.5 Points
VÖ Datum: 29. April 2011
Genre: Death Metal
Label: Lifeforce Records
Info: NERVECELL Homepage
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Trackliste...
1. Anemic Assurgency
2. Upon An Epidemic Scheme
3. All Eyes On Them
4. Amok Doctrine
5. Psychogenocide
6. Imprint
7. Shunq (To The Despaired…King Of Darkness)
8. The Taste Of Betrayal
9. Driven By Nescience
10. Nation’s Plague

Line Up
Lead Guitars: Rami Mustafa
Rhythm Guitars: Barney Ribeiro
Vocals & Bass: James Khazaal
Drums: Louis Rando

Guests
Vocals (7): Karl Sanders
Review...
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Böse Zungen behaupten ja, für das erste Album hätte man ein Leben lang Zeit, für das zweite gerade mal zwei bis drei Jahre – was dann als Erklärung für den oft beobachteten Qualitätsabfall nach Ausnahme-Erstlingen herangezogen werden kann. Dass zumindest ein Fünkchen Wahrheit in dieser an sich groben Vereinfachung steckt, beweisen dieser Tage die Dubaier Death Metaller von NERVECELL, deren Europadebut Anno 2009 für offene Münder gesorgt hat.

Zwar steckt in „Psychogenocide“ all das, was schon den Vorgänger „Preaching Venom“ großartig gemacht hat, aber erstens fehlt dieses Mal der für das Musikempfinden nicht zu unterschätzende Neuheitswert, und zweitens kann das Quartett nicht ganz an die Kompositionsqualität des Vorgängers anknüpfen. NERVECELL stehen aber auch dieses Mal immer noch für kompromisslosen, technisch anspruchsvollen Brutal Death Metal mit Wiederkennungswert, der immer wieder durch eingestreute Orientalismen und nach wie vor fantastische Soloarbeit aufgelockert wird.

Ohrwurmqualitäten, die der Vorgänger durchaus vorzuweisen hatte, vermisst man auf „Psychogenocide“ leider weitgehend. NILE-Fans wird zwar freuen, dass Frontmann Karl Sanders sich ein Stelldichein gibt, der dazugehörige Track hat davon abgesehen aber wenig Außergewöhnliches zu bieten. Selbst der Sound der Scheibe ist zwar zweckmäßig, aber bei weitem nicht so sauber und knackscharf wie zuvor geraten.

So negativ das alles auch klingen mag – letztendlich handelt es sich dabei nur um Kritik auf hohem Niveau. „Psychogenocide“ ist ein großes Album geworden, das aus dem Schatten seines Vorgängers aber nicht heraustreten kann. Das war allerdings, selbst mit der optimistischsten Einstellung, kaum zu erwarten.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Pr0m3th3us (25. April 2011)

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