BATTLE BEAST - Battle Beast

:: Anvil - Juggernaut Of Justice (CD)

Redaktionswertung: 3.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 17. Juni 2011
Genre: Heavy Metal
Label: SPV / Steamhammer
Info: Anvil Homepage
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Laufzeit: 44:58
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Trackliste...
1. Juggernaut Of Justice
2. When All Hell Breaks Loose
3. New Orleans Voo Doo
4. On Fire
5. FukenEh!
6. Turn It Up
7. The Ride
8. Not Afraid
9. Conspiracy
10. Running
11. Paranormal
12. Swing Thing
Trivia...
Kommt auch als Limited Edition Digipak mit 2 Bonustracks:
13. The Station
14. Tonight Is Coming

und als Double Gatefold LP als blaues Vinyl

Line Up
Guitar, Vocals: Steve "Lips" Kudlow
Bass, Vocals: Glenn Five
Drums: Robb Reiner

Credits
Recorded with Dave Grohl at Studio 606
Produced by Bob Marlette
Review...
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So schnell kann es gehen. Da krebsen die hochsympathischen Kanadier von ANVIL jahrzehntelang im Heavy Metal Underground, bis 2008 plötzlich die Banddokumentation „Anvil: Die Geschichte einer Freundschaft“ das Licht der Welt erblickt. Der bekennende ANVIL-Fan Sacha Gervasi hat sich der leidvollen, rührenden und mit einer beispiellosen Männerfreundschaft ausgestatteten Geschichte der Toronto-Schmiede angenommen und somit ein Referenzwerk im visuellen Metaluniversum erschaffen. Der Lohn dafür waren nicht etwa nur Preise wie beim „Calgary International Film Festival 2008“ oder der „International Documentary Association“, sondern auch ein nie mehr für möglich gehaltener Hype, der ANVIL zu AC/DC Eröffnern, einer großen Amerika-Tour und einem Headliner Slot beim Wacken Festival verhalf.

Vier Jahre nach dem in mühsamer Knochenarbeit zusammengestellten Eigenproduktionsalbum „This Is Thirteen“ sind ANVIL mächtiger denn je zuvor, haben für das 14. Studioalbum „Juggernaut Of Justice“ mit The End Records nicht nur ein Label (in Europa wird das gute Stück von SPV/Steamhammer vertrieben) gefunden, sondern auch in Dave Grohls Studio aufgenommen und das Teil von OZZY OSBOURNE Producer Bob Marlette veredeln lassen. Vergönnen tut man es den Jungs auf jeden Fall, denn diese Seelenverbindung von Steve „Lips“ Kudlow (git, voc) und Robb Reiner (dr) (den Terminus „Lebensmensch“ lassen wir mal außen vor…) trieb selbst hartgesottenen Teufelsanbetern ehrliche Tränen der (Mit)Menschlichkeit in die Augen. Die Glanzzeiten ANVILs liegen sowieso in den good old 80ies, aber dank der fetten Produktion und einem knackigen Songwriting kann man zumindest vom besten ANVIL Album seit langer Zeit sprechen.

Kompromisse oder Experimente darf man natürlich auch nach 30 Jahren Bandgeschichte nicht von den Kanadiern erwarten, das erschließt sich schon beim ersten Blick, denn der Amboss am Cover und die drei-Wörter-Kombination beim Albumtitel bleiben stilprägend. Musikalisch fahren Lips und Konsorten ein schnörkelloses Heavy Metal Brett auf, das seine Wurzeln zu jeder Zeit im Punk’n’Roll verortet („On Fire“, „FukenEh!“) oder einfach nur bleischwer durch die Botanik wildert („New Orleans Voo Doo“, „Conspiracy“). Natürlich sind und bleiben ANVIL in punkto Spieltechnik stark limitiert (man beachte die völlig ident klingenden Anfangsriffs von „The Ride“ und „Running“), aber bei den Ahornblättern geht es nicht um Gefrickel, sondern um Metal, Lebensfreude, Party und eine große Portion Herz.

Hervorzuheben sind ausgerechnet die beiden letzten Tracks des Albums. „Paranormal“ ist ein siebenminütiger Schlürfer, der leider viel zu lang(atmig) geraten ist und das abschließende Instrumental „Swing Thing“ ist feinster Jazz Metal, der ganz am Ende aber sehr deplatziert wirkt. „Juggernaut Of Justice“ ist zwar ein deutlicher Schritt nach vorne, aber ANVIL würden ohne den derzeit grassierenden Hype auch weiterhin in der Zweiten Liga des Heavy Metal zocken. Da ist es auch irrelevant, ob man Dave Grohl oder Lemmy und seine Motörköpfe inspiriert hat. Als bieriger Feelgood Metal mit Sommerattitüde taugt das Ding trotzdem. Sympathiebonus gibt’s aber keinen, davon haben die Jungs ohnehin schon genug gehamstert.

Wertung: 3.0 von 5.0
Autor: FO (16. Juni 2011)

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