PROMETHEUS... 2010 gegründet von Matthias "Waldo" Waldner - 2010 auch schon das erste Album "Rebirth Of A Universe". Kann nicht gutgehen?
Doch! Kann! Und wie!
Eigentlich als Soloprojekt von Sänger und Gitarrist Matthias geplant, formierten sich sehr schnell um ihn herum noch Gernot an den Drums und Mark am Bass und auch am Gesang. Und dass die drei sich gefunden haben, beweisen sie bei ihrem Erstlingswerk.
"Rebirth Of A Universe" soll nicht nur ein mächtig klangvoller Name eines Albums sein, nein, es ist auch mächtig klangvoll in all seinen zwölf Nummern.
Die Wiedergeburt eines Universums kann man von der ersten Minute an miterleben. Man hat sich hier ehrlich Gedanken gemacht, eine Entstehung von etwas Großem melodisch zu erzählen. Eine Geschichte von etwas Neuem, welches heranwächst und immer größer wird. Aber auch von den Widerständen, die man erfahren muß, wenn man sich weiter entwickelt. Kämpfe zwischen Gut und Böse werden ausgetragen, Hoffnungen werden geweckt.
Eine Geschichte dermaßen in Songs zu verpacken, hat mich persönlich positiv umgehauen.
Mit der ersten Nummer "Sky Diver" hat man das Gefühl in Wolken einzutauchen. Einmal fühlt es sich an, wie ein zärtlicher Flug auf einem Schmetterling, dann wieder wie ein rasanter Ritt auf einem fliegenden Drachen. Aber auch hier lässt man uns schon so manche dunkle Wolke spüren, gegen die man ankämpft.
Die dritte Nummer, "Killer Swarm", empfängt uns auch genauso: als würde ein wildgewordener Wespenschwarm uns umkreisen, der aber nach ca. 30 Sekunden von einem sehr gelungenen Taktwechsel das Weite sucht.
Gespenstisch geht es in der zehnten Nummer "Ghost" zu. Hier treibt es der Spuk wohl zu bunt und wird von Matthias, einmal mit seinem vollen, reinen Gesang aber auch mit härteren Klängen, vertrieben.
Das Album "Rebirth Of A Universe" ist feinstens durchdacht, hat sehr melodische Gitarrenakzente gepaart mit einer reinen, kräftigen Stimme. Eine Stimme, die es auch schon mal etwas rauer und kräftiger angeht.
Aber auch die abwechslungsreichen Spiele von Bass und Drums kann man nicht überhören. Sie fügen sich dem Gesamten ohne Widerrede an. Takt- und Stimmungswechsel geben sich die gesamten 50 Minuten die Hand. Nicht nur einmal musste ich hier an FATES WARNING denken.
Ein Album für jeden, der es gerne melodisch mag. Melodisch in den Klängen der Stimme und den Instrumenten. Dennoch findet man auch oft härtere Riffs und abwechslungsreiche Drums. Langweilig wird es hier nicht und wir dürfen gespannt sein, auf welche Reise uns die Jungs in Zukunft noch mitnehmen.
Wertung: 4.5 von 5.0
Autor: Stürmchen (23. Oktober 2011)
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