Gibt es einen Gott? Und, falls ja, hat Gott Töne? Ok, auf diese Frage wird man wohl keine Antwort bekommen, aber PROMETHEUS versuchen zumindest auf ihrer EP „Tone Of The Gods“ uns die Göttlichkeit musikalisch ein wenig näher zu bringen.
Nach ihrem ersten Album „Rebirth Of The Universe“, welches von metallischen Melodien ja nur so vollgepackt war, war man schon gespannt, was man von den drei Jungs, die uns das zweite Album nur kurz nach dem ersten Album servierten, diesmal um die Ohren geschmettert bekommt.
Schon bei der ersten Nummer „Tone Of The Gods“ bemerkt man, dass die Band nicht am ersten Album anknüpft, sondern sich in härtere Gefilde wagt. Unverkennbar aber auch hier wieder die klare, bestimmte Stimme von Sänger Matthias Waldner, welcher übrigens alle Songs selber schreibt.
Düsterer geht es weiter beim zweiten Song „Rom“. Abwechselndes Screamen und Flüstern vermitteln im Intro einen verbotenen Eindruck, wechselt aber bald auch in eine herrische Ansage gepaart mit engelsgleichen melodischen Einspielungen. Hier will man wohl Rom aus dem Hinterhalt erobern, was zumindest einmal musikalisch gelang.
Mit Vollgas geht’s voran in „Lockheed“. Unterstützt wird Sänger Matthias hier von BOON-Frontman und Sänger Wolfgang Pendl. Der Song ist sehr energiegeladen und beide Sänger harmonieren hier, als gäbe es kein Morgen. Aufbruchsstimmung vermittelt bekommt man, zusätzlich zu den rasanten Melodien, auch von den eingespielten Engelsstimmen im Hintergrund.
Auf dem ganzen Album wird viel mit elektronischen Elementen experimentiert, welche zwar vom Tonband kommen, aber immer sehr passend eingesetzt werden um einem Song das gewisse etwas zu verleihen. Sehr gut zu hören bei „Cold Blood“, der vierten Nummer. Und holt sich Sänger Matthias nicht Unterstützung von außerhalb, wird er immer sehr passend von Bassist Mark begleitet.
Ein „Inferno“ erwartet uns bei Nummer fünf. Beginnend mit drohenden Bass Riffs, zwischendurch wird dies aber immer vom hoffnungsvoll klingenden Gesang unterbrochen.
Was PROMETHEUS bis jetzt immer gelungen ist, ist dass sie die richtige Stimmung eines Songs durch ihre Melodien vermitteln. Selbst wenn man nicht wüsste wie der Song eben heißt, kann man sich ein Bild machen, um was es in einem Song geht. Das ganze Feeling spürt man auch bei ihren Live-Auftritten.
Im abschließenden Song „Chemical“ geht es überraschenderweise sehr ruhig zu. Beginnend nur mit Gitarrenklängen und Gesang. Für sich allein stehend eine sehr schöne Nummer, aber man erwartet sie nicht, nachdem die vorangegangenen fünf Nummern doch sehr gewaltig waren. Dennoch, für einen Abschluss auch wieder passend. Hier sollte sich jeder selber ein Bild machen. Für mich persönlich klingt es nach einem Resümee für die komplette EP in einer anderen musikalischen Weise erklärt. Auch auf dieser Nummer holt sich Sänger Matthias Unterstützung von einem Freund: Michael Juklicek, Pop-Songwriter und Keyboarder, lässt mit Matthias die EP ausklingen.
Und gerade dieser, etwas andere Abschluss der ganzen Scheibe, lässt darauf schließen, dass Matthias, Mark und Gernot noch nicht fertig sind mit ihrem musikalischen Können. Kaum fertig produziert, steht auch schon das nächste Werk der Jungs parat. Und alle die nicht mehr an das Christkind glauben, dürfen sich heuer wieder auf Weihnachten freuen, denn die Veröffentlichung eines Remix Album ist für den 24. Dezember 2011 geplant.
Und auch danach halten sie uns bei Laune, denn für 2012 ist auch schon das 3. Album ist schon im Entstehen! Mehr News dazu erfährt ihr natürlich hier auf stormbringer.at
Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Stürmchen (30. Oktober 2011)
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