:: Andromeda - Manifest Tyranny (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 25. November 2011
Genre: Prog Metal, Prog Rock
Label: Inner Wound Recordings
Info: Andromeda Homepage
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Trackliste...
1. Preemptive Strike
2. Lies 'R' Us
3. Stay Unaware
4. Survival of the Richest
5. False Flag
6. Chosen by God
7. Asylum
8. Play Dead
9. Go Back to Sleep
10. Antidote

Line Up
David Fremberg - Vocals
Johan Reinholdz - Guitar
Martin Hedin - Keyboards
Thomas Lejon - Drums
Fabian Gustavsson - Bass
Review...
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„ANDROMEDA sind schon ziemlich verrückt“, das war mein erster Eindruck, als ich mir das neue Werk der Schweden mit dem Namen „Manifest Tyranny“ zum ersten mal zu Gemüte führte: Extrem progressive Arrangements in komplizierten Songstrukturen gepaart mit allerlei Spielerei. So wird die Individualität der Band – oder Beklopptheit, wie man's eben nennen will – ganz deutlich, wenn ein kompletter Song aus aneinandergereihten Politiker-Zitaten, die auf melodische Progressive-Rock-Riffs gepfeffert werden, und aus einem derart kitschigen Refrain, der auf weihnachtliche Dur-Harmonien geträllert wird, besteht oder wenn einer der Songs plötzlich durch seltsame Elektro-Beats eingeleitet wird. Ich persönlich mag diese kleinen „Ausfälle“, doch für wen das etwas zu abgedreht ist, sollte sich jetzt nicht abwenden, denn die Band hat natürlich einiges mehr zu bieten:

Die eingefleischten Progressive-Fans, die kein Problem damit haben, wenn man zwischendurch überhaupt nichts mehr von dem versteht, was einem da eigentlich gerade aus den Boxen entgegen dröhnt, sondern sich im Gegenteil über jede akustische Überforderung, die einem sämtliche Konzentrationsreserven abverlangt, freut wie ein Schneekönig (so wie ich), werden von dem Album auf jeden Fall überzeugt sein, denn in dieser Hinsicht hat „Manifest Tyranny“ so einiges zu bieten und beweist damit, dass ANDROMEDA musikalisch eine ganze Menge drauf haben und das auch so wenig wie möglich zurückhalten wollen. Für die Rocker, die mehr auf leichte Progressivität, kraftvolle Refrains, die einen förmlich mitreißen, und gefühlvolle Melodien, die einem Gänsehaut am ganzen Körper verschaffen, abfahren, werden hier mindestens genau so gut bedient, denn das Album bietet im Kontrast zu der oft komplizierten Songstruktur eine Menge überzeugender Beispiele für grandioses Songwriting, das einem vom Hocker haut. Mit den eher balladesken Songs „Survival Of The Richest“ und „Go Back To Sleep“ zeigt das schwedische Quintett dessen emotionalere Seite, während es gewaltig Druck und Power in die Songs einfließen lässt, was diese zu den meiner Meinung nach kraftvollsten und schönsten beiden Songs des Albums macht. Während der Vorgänger „Immunity Zone“ noch deutlich sperriger für den ein oder anderen Hörer zu sein schien, sollte dieses Album die nötige Ausgleichskomponente zur stark ausgeprägten Progressivität in Form eines wirklich gelungenen Songwritings einbringen und mehr Metal- und Rock-Fans begeistern können, die Wert auf technischen Anspruch in der Musik legen. Wer allerdings gar keinen Zugang zu Bands wie DREAM THEATER und Co. hat, sollte hiervon möglichst die Finger lassen.

Fazit: Bis auf einen etwas dumpf wirkenden Sound, der aber nach 1,2 mal hören schon nicht mehr groß stören sollte, bieten ANDROMEDA hier ein starkes, sehr individuelles Album, das die meisten Fans von gepflegtem Progressive-Metal begeistern wird, während es für viele Hörer jedoch etwas zu individuell sein könnte. Wer mit ANDROMEDA sowieso schon lange warm geworden ist, kann ohne Bedenken beherzt zugreifen, denn „Manifest Tyranny“ stellt auf jeden Fall eines der besten Alben ihrer Bandkarriere dar!

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Marco Frieborg (15. Dezember 2011)

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