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:: Anvil - Strength Of Steel (Re-Release) (CD)

Redaktionswertung: 2.5 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 25. November 2011
Genre: Heavy Metal
Label: SPV / Steamhammer
Info: Anvil Homepage
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Laufzeit: 42:05
Kaufen: StormbringerShop | Amazon | ebay
Trackliste...
1. Strength Of Steel
2. Concrete Jungle
3. 9-2-5
4. I Dreamed It Was The End Of The World
5. Flight Of The Bumble Beast
6. Cut Loose
7. Mad Dog
8. Straight Between The Eyes
9. Wild Eyes (THE STAMPEDERS Cover)
10. Kiss Of Death
11. Paper General

Line Up
Guitar, Vocals: Steve "Lips" Kudlow
Bass: Ían Dickson
Drums: Robb Reiner
Guitar, Vocals: Dave Allison

Credits
Produced by ANVIL and Paul Lachapelle
Recorded and Mixed at Quest Recording Studios, Oshawa
Engineered by Paul "Dr. Snow" Lachapelle
Artwork: Modern Imageworks
Review...
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Der Rubel rollt momentan allerorts, wenn es um die kanadischen Sympathikusse ANVIL geht. Seit dem gut zwei Jahre zurückliegenden Erfolg mit der melancholischen-realistischen Banddokumentation, gibt es ein irrsinniges G’riss um die beinharten Heavy Metaler, deren offiziell 30. Geburtstag in diesem Jahr dabei fast untergegangen wäre. Weil aber vor allem die jüngeren Liebhaber der netten Ambosse kaum Berührungspunkte mit den alten ANVIL-Werken haben, schickt sich das Label Steamhammer jetzt an, die wichtigen ANVIL-Scheiben in neuem Digipak-Gewand wieder unters Volk zu mischen. Warum dabei aber gleich die Höhepunkte der Bandkarriere, nämlich die ersten drei Alben, übergangen wurden, muss noch geklärt werden.

Gestartet wird jedenfalls mit dem vierten Studioalbum namens „Strength Of Steel“, das bis heute noch als eines der umstrittensten Werke der Ahornblätter gilt. Im Gegensatz zu den ballernden Vorgängern haben Lips und Konsorten auf ihrem Viertwerk nämlich gewaltig auf die Bremse gedrückt, um den Bandstil variabler zu verhalten. Außerdem hatten die Jungs mit massiven Problemen zu kämpfen, denn nach dem Release des Vorgängers „Forged In Fire“ (1983) waren vier leere Jahre vergangen, in denen ANVIL nicht nur den Plattenvertrag, sondern beinahe auch den Kontakt ins Musikbusiness verloren hätten. Die Aufnahmekosten musste Paul Lachapelle vorstrecken, weil die Jungs damals praktisch von der Hand in den Mund gelebt haben.

Das hört man halt auch dem Album an, denn bereits der eröffnende Titeltrack erinnert mit seiner stampfenden Rhythmik und den ungewohnten Sprechgesang eher an MANOWAR als an ANVIL. Langatmig und zäh fließen Songs wie „Concrete Jungle“ oder „I Dreamed It Was The End Of The World“ aus den Boxen, ohne die thrashig-angehauchte Highspeed-Attitüde der Vorgänger zu erreichen. Dass Riffs und Texte bei Songs wie „9-2-5“ oder „Cut Loose“ recht platt sind, war man teilweise schon gewohnt, dennoch spürte man dem Werk die Angst vor dem großen Versagen zu jedem Zeitpunkt an. Die Highlights sind verdammt rar gestreut, das mit einem offiziellen Video unterstützte „Mad Dog“ und das brillante THE STAMPEDERS-Cover „Wild Eyes“ sorgen für Headbanging, der Rest plätschert eher uninspiriert und austauschbar dahin. Da hilft es auch nichts, dass ANVIL damals noch zwei Gitarren an Bord hatten.

„Strength Of Steel“ gehört keinesfalls zu den Glanzleistungen der Nordamerikaner, viel eher war es das erste wirklich schwache Album der lange Jahre unterbewerteten, mittlerweile aber stark überbewerteten Traditionsband. Die Neuversion mit vielen Fotos und Linernotes macht aber natürlich trotzdem was her im heimischen Schrank.

Wertung: 2.5 von 5.0
Autor: FO (23. Dezember 2011)

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