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:: THE MURDER OF MY SWEET - Bye Bye Lullaby (CD)

Redaktionswertung: 3.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 25. Mai 2012
Genre: Rock
Label: AFM Records
Info: THE MURDER OF MY SWEET
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Laufzeit: 58:28 Min.
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Trackliste...
01. Armageddon
02. Fallen
03. Unbreakable
04. I Dare You
05. Violently Peaceful
06. Meant To Last Forever
07. Idolize
08. Kind Of Lousy
09. The One
10. Resurrection
11. Waiting For The 27th
(Booh Prologue)
12. Black September
13. Phantom Pain

Line Up
ANGELICA RYLIN - Vocals
DANIEL PALMQVIST - Guitars
JOHAN NIEMANN - Bass
ANDREAS LINDAHL - Keyboards
DANIEL FLORES - Drums
Review...
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“Divanity” hieß der 2010 erschienene Vorgänger der Schweden und der war schon ganz gut, hatte einige Ohrwürmer zu bieten. Nach Erscheinen verließen Bassist Johann Niemann und Gitarrist Daniel Palmqvist die Band und es scheint, als ob damit einiges an Qualität verloren gegangen ist.

Waren auf dem Erstling noch einige Ohrwürmer dabei, sucht man selbige auf "Bye Bye Lullaby" vergeblich, so hart das klingen mag.
Eigentlich passen die Zutaten, knackige, harte Riffs und die nach wie vor schöne Stimme von Angelica Rylin.
Es bleibt nur alles etwas unauffällig. Der Gesang klingt bisweilen, als ob sich die Dame etwas zurückhält. Erst gegen Ende des Albums zeigt sie ihren ganzen Stimmumfang, dabei hätte ein mehr, stimmlich meine ich das, vielen Songs unter Umständen zu einer etwas längeren Halbwertszeit verholfen. Gerne erinnere ich mich an "Follow The Rain" vom Erstling, wo die Dame mächtig aufgezeigt hat mit ihren Vocals.

So hören sich viele Songs an, als ob man im Proberaum hängen geblieben wäre. Einige Songs bieten noch viel an Potenzial, sind aber irgendwie unfertig, als ob man unbedingt ein Album veröffentlichen wollte, die Zeit aber zu kurz geworden ist, um den Songs ihre Entwicklung zu gönnen.
Nicht nur der Gesang, auch der Rest der Musiker spielt recht unauffällig, als ob hier noch mehr möglich gewesen wäre.

Musikalisch ist man nicht allzu weit entfernt vom Debüt, nach wie vor ist das hier moderner Metal, so modern er eben zum Jahrtausendwechsel war. Warum mir beim Durchhören andauernd die FARMER BOYS durch den Kopf gegangen sind weiß ich nicht, aber einige Riffs klingen nach der Hochzeit dieser deutschen Band, nicht als Kopie, aber in diese Richtung geht’s (gibt es die eigentlich noch, die FARMER BOYS?). Natürlich müssen sie sich auch den Vergleich mit NIGHTWISH gefallen lassen. Ein wenig wie eine abgespeckte Variante der heutigen Phase der Finnen/Schwedinnen klingen sie bisweilen, aber auch in diesen Momenten bleibt wenig hängen.

Ich hör mir während des Verfassens dieser Rezi "Divanity" an und frage mich ernsthaft, womit die Band die letzten beiden Jahre ihre Zeit verbracht hat.
Das soll nicht großkotzig klingen, aber der Erstling war so viel mehr als dieser Nachfolger und man ist geneigt, diese vertane Chance zu bedauern.
So viel an ungenütztem Potenzial.
Andererseits - vielleicht gelingt es beim dritten Album, wieder so catchy zu sein ohne die Langzeitwirkung zu verlieren. So wie es eben 2010 auf dem ersten Album schon gelungen ist.

Allein, so wie mit "Bye Bye Lullaby" wird dieses Unterfangen nicht gelingen.

Wertung: 3.0 von 5.0
Autor: Christian Wiederwald (17. Mai 2012)

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