AMON AMARTH - Deceiver Of The Gods

:: OHMPHREY - Posthaste (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 2012
Genre: Jazz Rock
Label: Magna Carta
Info:
OHMPHREY bei Myspace
Laufzeit: 78:24 Min.
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Trackliste...
1. Devil's in the Details
2. The Sun Also Rises
3. Tom Bombadil
4. The River Runs
5. The Shoemaker's Back
6. Ramona's Car Wash
7. Reggaelic
8. Firestarter (live 2009)
9. 20/20 (live 2009)

Line Up
Chris Poland - GUITARS
Robertino Pagliari - BASS
Jake Cinnger - GUITARS
Joel Cummins - KEYBOARDS
Kris Myers - DRUMS
Review...
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Das erste Mal Durchhören und ich wähnte mich im Samstag- auf Sonntag-Nachtprogramm eines der dritten deutschen Sender. Dort wird gerne gejazzt und OHMPHREY hören sich aufs Erste an wie eine frei jazzende Gruppe, die aufgrund eines gewissen Hr. Chris Poland gerade noch in die Rock/Metal-Schiene passen. Garniert mit unzähligen, improvisationsähnlichen Teilen (daher die Bezeichnung "Jam-Supergroup), wird hier ein Instrumentalfeuerwerk abgebrannt, welches, wie schon erwähnt, am Anfang ein wenig an den Nerven zerrt.

Die kalten Fakten: Die Herrschaften firmieren unter dem Terminus "Jam-Soupergroup", scheinbar ein in den Staaten durchaus angesagter Zweig der Instrumentalmusik.
Der Name setzt sich aus OHM (ex-MEGADETHer Chris Poland und Robertino 'Pag' Pagliari) und McGee UMPHREY´S MC GEE (Jake Cinninger, Joel Cummings und Kris Myers - Jazzrock-Legende, so meine Recherchen). Es handelt sich hier um das Zweitwerk und bringt neben sieben Studiohämmern noch zwei Livestücke aus dem Jahr 2009 mit.

Wie schon gesagt, anfangs bedarf es einiger Konzentration und viel Geduld um in das Werk rein zu finden. Extreme Technik und eineinhalb Beine im Fusion/Jazz sorgen für Verwunderung und stark strapazierten Nerven.
Aber als mit voller Hingabe rezensierender Rezensent (Alter... Anm. d. Red.) hab ich auch nach dem dritten Mal nicht aufgegeben und wurde schlussendlich dann doch noch belohnt. Das liegt auch daran, dass es trotz der stark nach Improvisation riechenden "schaut mal was ich alles kann"-Parts immer wieder starke rote Fäden in den Songs gibt, die bisweilen beinahe melodische Momente bringen.

Musikalisch ist hier natürlich alles vom feinsten. Jeder bekommt gerne und oft Platz zum solieren und, obwohl die Gitarristen tonangeben sind sei hier der Bassist Robertino 'Pag' Pagliari hervorgehoben, der auf dem Bass Dinge vollbringt, die blankes Entsetzen bei vielen Musikern hervorrufen wird. Nicht nur bei seinen ausufernden Soli, nein auch im Normalbetrieb gelingt es ihm immer wieder, kleine Läufe einzubauen die nicht von dieser Welt sind.
Das Schlagzeug ist ein weiterer Pluspunkt (wie eigentlich eh alle Musiker hier), es soliert, wie im Jazz ohnedies üblich, eigentlich immer. Gerade Taktfolgen sind im gegebenen Musikstil wohl nicht bekannt. Und so verzählt sich der nicht aktiv musizierende Schreiber so gut wie immer, muss allerdings auch begeistert konstatieren, dass man hier ganz große Musik im ganz ureigenen Sinn hört.

Für Musiker und für Freunde sehr jazziger Kost ein durchaus spannendes Album!

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Christian Wiederwald (04. Mai 2012)

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