One of the Great Unsung Heroes Of Metal
Am 3. November 2011 verstarb GWAR Gitarrist Cory Smoot, a.k.a. Flattus Maximus. Bereits 2010 hat der Kerl ein zuerst als Projekt mit diversen Sängern (u.a. Randy Blythe/LAMB OF GOD und David Brockie a.k.a. Oderus Urungus/GWAR) angedachtes Konzeptalbum eingespielt, welches unter dem Titel „Religion is Fiction“ erscheinen hätte sollen. Irgendwie kam die ganze Geschichte aber aus Termingründen nicht zu Stande und Cory entschied sich dazu, dass Material selbst einzusingen und unter dem THE CORY SMOOT EXPERIMENT laufen zu lassen.
Was auf den insgesamt zwölf Songs auffällt, der gute Cory hat das komplette Album immens Basslastig produziert. Dies insofern, weil auch die Gitarren eine ganze Etage tiefergepeilt wurden – wir erreichen hier zwar beileibe keine Death Metal Dimensionen, aber für eine doch eher in den „Normalo Metal“ ausgerichteten Scheibe irgendwie ungewöhnlich. Handwerklich gibt es an „When Worlds Collide“ wenig auszusetzen, allein die Stimme von Cory Smoot stößt mitunter an ihre in die Wiege gelegten Grenzen – zu weit im Hintergrund (was wohl ob der Limitationen absichtlich passiert ist) plätschert das „Stimmchen“ des ex-GWAR Gitarristen dahin und überlässt so den Instrumenten nahezu kampflos die komplette Aufmerksamkeit.
„When Worlds Collide“ ist jetzt kein Überalbum geworden, wäre es vielleicht, wenn die wohl auf die verschiedenen Sänger hin getrimmten Songs auch von jenen übernommen worden wären, aber, und bitte das muss jetzt dick herausgestrichen werden: dieses Album ist das Vermächtnis eines der Great Unsung Heroes Of Metal (O-Ton Oderus Urungus/GWAR), welches noch dazu von Metal Blade Records als Benefizprojekt hochgezogen wurde – sämtliche Verkaufserlöse wandern in den Smoot Family Fund, der Cory’s Familie nach seinem Ableben finanziell unterstützen soll.
R.I.P. Cory Smoot!
Wertung: ohne Bewertung
Autor: reini (26. Mai 2012)
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