Rhapsody of Fire

:: Candlemass - Psalms For The Dead (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: 3.0 Points
VÖ Datum: 8. Juni 2012
Genre: Doom Metal
Label: Napalm Records
Info: CANDLEMASS Homepage
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Laufzeit: 50:18
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Trackliste...
1. Prophet
2. The Sound Of Dying Demons
3. Dancing In The Temple (Of The Mad Queen Bee)
4. Waterwitch
5. The Lights Of Thebe
6. Psalms For The Dead
7. The Killing Of The Sun
8. Siren Song
9. Black As Time

Line Up
Vocals - Robert Lowe
Guitars - Mats Björkman
Guitars - Lars Johansson
Bass - Leif Edling
Drums - Jan Lind
Review...
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CANDLEMASS werden sich entgegen anderslautender Gerüchte nicht auflösen, „Psalms For The Dead“ stellt lediglich – laut Bandaussagen – das letzte Studioablum der Band dar, welche sich in Zukunft auf Live-Shows konzentrieren möchte. Ich gebe ja zu, dass ich die Frühphase dieser Band immer geliebt, aber die Querelen (auch nach der Reunion im Jahr 2001) mit ex-Sänger Messiah Marcolin führten schlussendlich zum Einstieg von SOLITUDE AETURNUS Wunderstimme Robert Lowe im Jahr 2006 und dem ziemlich bald folgenden „King of the Grey Islands“ Rundling, welcher ebenso wie das zwei Jahre später nachgeschobene Death Magic Doom“ vollends überzeugen konnte.

Viel anders ergeht es einem auch bei „Psalms For The Dead“ nicht - die (Mit) Begründer des epischen Doom Metals begeistern auch mit ihrem Schwanengesang auf höchstem Niveau. Sei es jetzt forsch und flott wie im Opener „Prophet“, welcher noch dazu mit herrlichen an HELLOWEEN angelehnten Twin-Guitar Duellen im Mittelteil aufzufahren weiß, oder heftig an BLACK SABBATH erinnernd wie im darauf folgenden „The Sound Of Dying Demons“; CANDLEMASS haben ein Abschiedsalbum auf absolut hohem Niveau abgeliefert. In weiterer Folge des Rundlings können die Schweden samt ihrem amerikanischen Sänger das Level absolut halten:

Die erste Single „Dancing In The Temple (Of The Mad Queen Bee)“ gefällt mit ihren hochmelodischen Zügen, die träg dahinkriechende „Waterwitch“ ist einfach nur super, super böse, der Titeltrack mit seinem zuckersüßen Refrain einfach nur wunder, wunder schön, „The Killing Of The Sun“ hat viel, viel SABBATH Luft geschnuppert und im „Siren Song“ überraschen CANDLEMASS mit einer richtigen Hammondorgel-Orgie!

CANDLEMASS beweisen auch in ihrem 28. Wirkungsjahr und dem elften und gleichzeitig (nach heutigem Stand der Dinge) letzten Studioalbum, dass sie den Epic Doom nicht nur mitbegründet haben, sondern diesen nach wie vor mitbestimmen.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: reini (31. Mai 2012)

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reinkaos
2 Beiträge
31.05.2012 (15:19 Uhr):

Ich muss gestehen, dass ich es bis jetzt geschafft habe, einen großen Bogen um alle CANDLEMASS Scheiben zu machen, auf denen Messiah Marcolin kein Bandmitglied mehr war.

Für mich persönlch wird "Nightfall" auf ewig eines der besten Metal Alben aller Zeiten sein, woran auch Herr Marcolin sehr großen Anteil hat, ohne die instrumentalischen Fähigkeiten der gesamten Band und ohne das vorhandene Können beim Liederschreiben ungewürdigt zu lassen. Dennoch werde ich nach dem ersten Durchlauf von "Psalms of the Dead" in meiner Meinung bestätigt, dass CANDLEMASS ohne Messiah Marcolin nicht mehr die CANDLEMASS sind, die ich so gerne höre. Vielleicht hätte ich mich mit den vorangehenden sans--Marcolin Scheiben vertraut machen sollen, vielleicht sogar müssen, um die wahre Qualität dieses Werkes ermessen zu können, aber so werde ich immer ein Marcolin Jünger bleiben, ohne aber dieses Werk zu verteufeln.

Davon bin ich eigentlich weit entfernt, denn "Psalms of the Dead" ist ein solides Doom Album, besser als viele, wenn nicht sogar alle, die mehr oder minder kläglich an den Versuchen scheitern wie CANDLEMASS zu klingen. Wenn ich dieses Album gehört hätte, ohne zu wissen, dass es die neue CANDLEMASS ist, dann wäre ich wahrscheinlich richtig euphorisch gewesen, so bewegt sich meine Begeisterung halt zwischen Mittelmaß und angedeuteter Extase.

Es gibt allerdings ein Lied auf dieser Scheibe, das zumindest mich sofort in die späten 80er Jahre zurück versetzt, und zwar 'The Lights Out There', eine CANDLEMASS Komposition der allerhöchsten Güte. Rob Lowe, gewollt oder nicht, klingt hier auch ein wenig wie Messiah Marcolin, was dem ganzen eine recht eigene Nuance verleiht. Trotz alledem finde ich, dass Herr Lowe bei SOLITUDE AETERNUS besser aufgehoben ist, aber das nur am Rande.

Alles in allem bin ich alles andere als enttäuscht von diesem Opus, vielleicht weil ich absolut gar nichts erwartet habe, aber richtig begeistert bin ich dann halt auch nicht. Für mich ist "Psalms of the Dead" eher eine "na ja" Angelenheit.

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