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:: Astra - The Black Chord (CD)
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Trackliste...
1. Cocoon
2. The Black Chord
3. Quake Meat
4. Drift
5. Bull Torpis
6. Barefoot In The Head
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Line Up
Stuart Sclater - Bass
Richard Vaughan - Guitar, Mellotron, Moog, Vocals
David Hurley - Drums, Percussion, Flute
Brian Ellis - Guitar, Moog
Conor Riley - Mellotron, Moog, Organ, Piano, Vocals
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Vor nunmehr drei Jahren trat eine junge Band aus San Diego auf den Plan, um den Prog-Heroen der Vergangenheit zu huldigen und dem Genre ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Stets ausgestattet mit einer gehörigen Portion psychedelischen Vibes, samtweichen Orgelklängen und einer sympathischen Jam-Attitüde, stieß das Debüt ''The Weirding'' sowohl bei Freunden derartiger Klänge, als auch bei der Presse auf positives Echo.
Die Rede ist natürlich von den großartigen ASTRA, denen es nun obliegt, die neugewonnenen Fans mit frischem Material in Form des Zweitwerks ''The Black Chord'' bei der Stange zu halten und sich vielleicht sogar musikalisch weiterzuentwickeln.
Wie schon auf ''The Weirding'' erheben sich die Jungs auf ihrem neuen Album zu musikalischen Glanzleistungen. Ausgefeilte Arrangements, komplexe Rhythmen, ungewöhnliche Breaks und bestechende Ideen, wohin man blickt; dass hier wahre Genies am Werk sind, dürfte klar sein.
Besonders deutlich tritt dies beim knapp fünfzehnminütigen Titeltrack zutage. Das Songkonstrukt folgt einen gewissen Konzept, das sich peinlich genau analysieren lässt und beinahe dem Aufbau eines klassischen Dramas gleicht, so mitreißend ist es gestaltet. Hier zeigen sich ASTRA ohne Zweifel von ihrer proggigsten Seite. Da kann man das schon im Vorfeld der Veröffentlichung als erste Kostprobe ausgekoppelte ''Quake Meat'' direkt als straight bezeichnen, lässt sich dort doch eine eher traditionelle Vorgehensweise ausmachen. Auch dem tollen Gesang von Richard Vaughan wurde bei diesem Song glücklicherweise mehr Platz eingeräumt.
Mit ''Drift'' hat man ein lupenreines PINK FLOYD-Gedächtnisstück am Start, während das knackige ''Bull Torpis'' ASTRA einmal von ihrer härteren Seite präsentiert.
Zum Schluss darf natürlich auch eine kleine Hymne nicht fehlen und die gibt es unter dem Namen ''Barefoot In The Head'' auf die Ohren. Ausgedehnte Gitarrensoli, grandiose Melodien und eine herzerwärmend schöne Hook machen diesen Song zu meinem persönlichen Liebling auf ''The Black Chord''.
ASTRA ist es definitiv gelungen qualitätstechnisch an das Debüt anzuknüpfen. Der Unterschied ist aber, dass sich ''The Weirding'' vom Sound her eher auf unserem Planeten verorten ließ und somit etwas leichter zugänglich war, während man mit ''The Black Chord'' sehr weit in den Kosmos vorstößt und dadurch auch sperrigere Gefilde betritt. Die Zielgruppe, an welche ASTRA sich wohl hauptsächlich wenden dürften, wird das aber wohl kaum stören, ist sie doch im Normalfall noch Schwierigeres gewohnt.
Davon sollten sich normalsterbliche Retrofreunde aber keinesfalls abschrecken lassen. Riskiert einen Hördurchlauf, denn die Kalifornier gehören mittlerweile zu den ganz Großen im Prog-Bereich.
Jetzt warte ich nur noch darauf, das Gespann endlich mal auf einer Bühne bewundern zu dürfen. Doch bis dahin werden mir die zwei Alben mit Sicherheit noch einige freudige Stunden bereiten.
Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Johannes Deml (30. Juli 2012)
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