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:: Kopek - White Collar Lies (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: 4.5 Points
VÖ Datum: 25. Mai 2012
Genre: Rock
Label: Century Media
Info: www.Kopekofficial.com
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Trackliste...
01. Love Is Dead
02. The Easy Way (D.B. Cooper)
03. Cocaine Chest Pains
04. Fever
05. White Collar Lies
06. Running Scared
07. Love Sick Blues
08. Sub Human
09. Bring It On Home
10. Floridian
11. Bigger Than Us All
12. Sin City

Line Up
Vocals, Guitar: Daniel Jordan
Bass: Brad Kinsella
Drums: Shane Cooney
Review...
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Man nehme ein paar Riffs der Marke saucool und schmecke diese mit Lyrics auf Englisch-Einführungskurs-Niveau ab, die jeder picklige Pubertierende in null Komma nichts mitgrölen kann - und fertig ist der Alternative-Hit: "Love is dead, dance is dead, rock is dead, heavy metal is dead". Eigentlich ist sowas ja zum Gähnen und tausendfach gehört (Ja, Du bist gemeint, Du Single-Auskopplung namens „Love Is Dead“!), aber beschämenderweise ertappe ich mich selbst beim Mitsummen und verhaltenen Headbangen. Gar nicht mal so schlecht, meine Herren, wenn auch allzu offensichtlich auf chartstauglich getrimmt.

Das Debüt-Album der drei Iren von KOPEK hat eigentlich bereits mehr als ein Jahr auf dem Buckel, wurde aber erst jetzt für den hiesigen Markt entdeckt. Die Mischung erinnert an einen rotzigen Bastard aus NADA SURF und den BACKYARD BABIES. Das Songwriting knüpft ab und an gar an Grosstaten der irischen Hookline-Experten von „ASH“ an. Ob‘s mit der Scheibe in der Musikgeschichte aber zu mehr als einer Fussnote reicht, wage ich zu bezweifeln – so bietet „White Collar Lies“ kaum eigenständige Anknüpfungspunkte. Aber zugegebenermassen gilt die „war alles schon mal da“ – Leier für einen Grossteil der heute aktiven Combos. Und immerhin hat der irische Dreier mit Daniel Jordan einen Sänger mit Wiedererkennungspotential am Start, der ein bisschen wie Matthew Bellamy von MUSE – nach jahrelangen Whiskey- und Nikotin-Exzessen – klingt.

Für die oben erwähnten Teenager, die neben den ersten Bart- und anderen Haaren gerade erst die „rebellische“ Rock-Musik für sich entdecken, sind KOPEK fraglos eine lohnende Anschaffung. Aber auch Leute, die nicht so viel Wert auf Innovationen legen und eine handwerklich superbe sowie eingängige Sommer-Rock-Platte suchen, sind mit „White Collar Lies“ sicherlich gut bedient. Und solange bei der Verwertung altbekannter Zutaten solch geile Nummern wie „The Easy Way“ oder „Love Sick Blues“ rauskommen, lass auch ich mir das gerne gefallen. Vier Sterne haben sich die drei Köche damit allemal verdient!

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: symX (01. Juni 2012)

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