AMON AMARTH - Deceiver Of The Gods

:: Sacred Blood - Alexandros (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 29. Mai 2012
Genre: Power Metal
Label: Pitch Black Records
Info:
Sacred Blood bei Facebook
Laufzeit: 52:56 Min.
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Trackliste...
1. The Warrior's Scion
2. The Bold Prince of Macedonia
3. The Battle of the Granicus (Persian in Throes)
4. Phalanx Invicta
5. Marching to War
6. Golden Shields in the Sky
7. Death Behind the Walls
8. New God Rising (At the Oracle of Siwa)
9. Before the Gates of Ishtar
10. Battlefield Aenaon
11. The Apotheosis of Alexander
12. Ride Through the Achaemenid Empire
13. Heart of the Ocean (Nearchus Advancing)
14. Macedonian Force
15. Legends Never Die

Line Up
Epeios Focaeus (vocals)
Polydeykis (rhythm and lead guitars, acoustic and 12 string classic guitars, keyboards)
Jim “The Animal” (drums)
Review...
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Brilliant! Will man schon in der Oberstufe nichts über die alten Griechen erlernen, oder ist aufgrund des adoleszenten Hormonschubs schlicht nicht in der Lage dazu, kommt jetzt Hilfe aus der Wiege des Abendlands. Im 2008er-Debüt wurde die Schlacht bei den Thermopylen, welche das Ende der Perser in den - ähm - Perserkriegen einläutete, behandelt, nicht ganz so bunt wie in "300" aber dafür historisch deutlich genauer.

Weiter geht es mit einem 15 Tracks umfassenden Album, diesmal behandeln wir Alexander III. von Makedonien, vulgo Alexander der Große, eine nicht leicht zu vernachlässigende Größe der Geschichte. Von den 15 Tracks musizieren die drei Griechen auf etwas über der Hälfte im sehr epischen Power Metal-Bereich, der Rest sind Interludien, Intro, Outros und munteres, weiterführendes Geplapper im historischen Kontext.

Neben gängigem Metalinstrumentarium werden noch ungefähr 9 Millionen Folkinstrumente eingeflochten (vor allem in den Zwischenspielen), und die Anzahl der Sessionmusiker dürfte locker Legionsstärke haben. Umso erstaunlicher, dass das Wesentliche, die Musik, mehr als gefällig gelungen ist und gar nicht allzu überladen wirkt. Ein wenig scheinen US-Metal-Einflüsse durch, zu hören im eigentlichen Opener "The Bold Prince of Macedonia". Klasse Einstimmung auf das Album.

Das Album bietet generell sauber arrangiert und packend geschriebene Songs, denen das Wort "Pathos" natürlich nicht fremd ist, die aber dennoch nicht auf dem Reißbrett des Epic Power Metal zusammengezimmert worden sind. Ein wenig fehlt den Gitarren die Schärfe, da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, aber das ist nur ein kleines Manko. Dafür passiert zuviel auf dem Album, als dass man es einfach als ein erneutes 08/15-Produkt aus den südlandischen Hollywood-Metal Fließbandfabriken abtun könnte. Ganz klar einer der Pluspunkte ist die Stimme von Epeios Focaeus, der, mit charmantem Akzent, die großen Melodienbögen souverän und mitreißend intoniert.

Das Album ist nicht zuletzt aufgrund des Konzeptes, welches durch die vielen Zwischenteile zusammengehalten wird, äußerst homogen und unbedingt als ein Ganzes zu betrachten. Dadurch fällt es schwer, einen Anspieltipp zu nennen, am besten ganz durchhören.

Interessantes, starkes Album, und noch dazu sehr lehrreich. Das musikalische Äquivalent der legendären eierlegenden Wollmilchsau...

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Christian Wiederwald (17. Juni 2012)

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