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:: HYPNOSIA - Horror Infernal (Compilation) (CD)

Redaktionswertung: ohne Bewertung
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 29. Juni 2012
Genre: Thrash Metal
Label: I Hate Records
Info:
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Laufzeit: 50:09
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Trackliste...
1. Crushed Existence
2. Threshold Of Decay
3. Undead
4. Paralysed By Persecution
5. The Last Remains
6. Operation Clean-Sweep
7. The Storms Of Dead Worlds
8. Funeral Cross
9. Haunting Death
10. Undead
11. Perpetual Dormancy
12. Mental Terror
13. The Storms
14. Outbreak Of Evil (SODOM-Cover)
15. My Belief (POSSESSED-Cover)
16. Haunting Death (Live)

Line Up
Drums: Michael Sjöstrand (R.I.P. 2004)
Guitars, Vocals: Mikael Castervall
Lead Guitar: Hampus Klang
Bass: Lenny Blade
Review...
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Gott, wie ich die schwedische Underground-Schmiede I Hate Records liebe. Kein anderes Label in ganz Skandinavien sorgt sich so liebevoll um seine Thrash- und Doom-Maniacs und beliefert ebendiese nicht nur mit herrlichen Neuveröffentlichungen (z.B. JEX THOTH oder HELLISH CROSSFIRE), sondern auch immer wieder mit fein ausgegrabenen Old-School-Schätzen wie eben die HYPNOSIA-Compilation „Horror Infernal“. Die kompromisslose Hassbrut aus Växjö hatte in ihrer viel zu kurzen Karriere unheimlich Pech auf den Fersen kleben. Nicht nur, dass die Highspeed-Black/Death-Thrasher mit dem Gründungsjahr 1995 genau in die tote Zeit des Metal (und besonders des Thrash Metal!) gefallen sind, ihre einzige Full-Length „Extreme Hatred“ (2000) ist trotz unvergesslicher Undergroundperlen wie „Act Of Lunacy“, „Comatose“ oder „Circle Of The Flesh“ sträflichst unter Wert geschlagen worden. Mitunter deswegen war 2002 auch schon wieder Schluss mit Lärmen.

„Horror Infernal“ hingegen konzentriert sich nicht auf das feine Album, sondern auf die komplette Vorgeschichte der Schweden. Das bedeutet, die längst vergriffenen bzw. verschollenen Demos „Crushed Existence“ (1996) und „The Storms“ (1997) bekommen zehn Jahre nach dem Bandsplit ebenso ihre verdiente Ehrerbietung wie die alles zersägende EP-Gewaltorgie „Violent Intensity“ (1999). Aufgefettet wird das Ganze noch mit zwei grandiosen Cover-Versionen von SODOM und POSSESSED. Wer an HYPNOSIA bislang vorbeigeschrammt ist, dem sei gesagt, dass hier weder Weichspüler-Gemurkse á la METALLICA der letzten 20 Jahre, noch „ich möchte gerne progressiv thrashen, schaff es aber nicht“ der Marke MEGADETH oder „mengen wir unseren Riffs doch etwas Core-Pulver bei-Thrash“ wie von zig bekannten Jungbands bekannt, wartet. Bei HYPNOSIA gab es nur Vollstrom auf die Schnauze, aber so derbe, dass dir Nasen- und Jochbein zeitgleich zerbröseln. Eben so, wie es SLAYER und KREATOR, aber auch SADUS und uralte SEPULTURA praktizierten.

Das A&O sind also völlig vernichtende Gitarrenriffs, die nicht zuletzt bei Prügelknallern wie „Threshold Of Decay“, „Haunting Death“ oder „Perpetual Dormancy“ für tagelange Genickverstauchung sorgen. Wie bereits kurz erwähnt, haben sich HYPNOSIA im (Über)Schallgeschwindigkeitsbereich am Wohlsten gefühlt – ein prägnantes Beispiel ist etwa die Doublebass-Schlachtplatte „Paralysed By Persecution“, die die bandtypischen Death-Growls in den Thrash-Sound integriert und dermaßen viehisch durch eure Löffel drückt, das ihr mit 101%iger Sicherheit einen dauerhaften Tinnitus zelebrieren könnt. Soundtechnisch unterscheiden sich die drei verschiedenen Werke natürlich beträchtlich, das Rohe und Unkontrollierte ist gottlob aber überall herauszuhören.

„Horror Infernal“ ist wie maßgeschneidert für Kuttenbanger, die bei SLAYERs „Reign In Blood“, SEPULTURAs „Schizophrenia“ und DEMOLITION HAMMERs „Epidemic Of Violence“ noch heute zu früh abspritzen. Thrash Metal in Reinkultur – No Fucking Compromise! Ach ja, dass bei HYPNOSIA auch BULLET-Gitarrero Hampus Klang mitgezockt hat, hab ich euch bis hier absichtlich verschwiegen. Soll ja auch nicht von den außerordentlichen Qualitäten seiner viel zu früh verblichenen Ex-Combo ablenken.

Wertung: ohne Bewertung
Autor: FO (27. Juni 2012)

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