BATTLE BEAST - Battle Beast

:: BARONESS - Yellow & Green (CD)

Redaktionswertung: 4.5 Points
Userwertung: 2.2 Points
VÖ Datum: 17. Juli 2012
Genre: Psychedelic Rock
Label: Relapse Records
Info: baronessmusic.com
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Laufzeit: 77:24
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Trackliste...
Disc 1:

1 Yellow Theme
2 Take My Bones Away
3 March to the Sea
4 Little Things
5 Twinkler
6 Cocainium
7 Back Where I Belong
8 Sea Lungs
9 Eula

Disc 2:

1 Green Theme
2 Board Up the House
3 Mtns. (The Crown & Anchor)
4 Foolsong
5 Collapse
6 Psalms Alive
7 Stretchmarker
8 The Line Between
9 If I Forget Thee, Lowcountry

Line Up
John Baizley - Guitar / Vocals
Pete Adams - Guitar / Vocals
Allen Blickle - Drums
Matt Maggioni - Bass
Review...
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Nach Rot und Blau sind nun Gelb und Grün an der Reihe. Die Farbenfetischisten aus Savannah, Georgia schaffen mit ihrem aktuellen Werk das nicht für möglich gehaltene Kunststück und begeistern mit einem Doppelalbum, welches kaum Füller, dafür aber umso mehr Killer enthält. Wiederrum von Mastermind John Baizley in Artwork-technische Szene gesetzt (obwohl die „Rubensdamen“ in den letzten drei Jahren doch einige Pfunde verloren haben), ist es diese faszinierende Mischung aus süchtig machender Eingängigkeit und verspielter Progressivität, die BARONESS wohl endgültig vom Geheimtipp des Underground in die erste Liga der Rocktitanen spülen könnte.

Auch wurde – im Gegensatz zur Blauen Scheibe - auf die diversen Zwischenspiele verzichtet, „Yellow & Green“ agiert getreu dem Motto Let The Music Do The Talking. Wenn diesmal John Baizley seine Stimme ruhen lässt („Yellow Theme“, „Green Theme“. „Stretchmaker“ bzw. „If I Forget Thee, Lowcountry“), kommt wahnsinnig aufregende Rockmusik und nicht nur thematisch notwendige Soundspielereien heraus. Es ist sowieso ungemein schwierig dieses Monsterwerk stilpassend einzuordnen, Progressive Sludge Metal klingt irgendwie zu hart, wird den zig berührenden Momenten dieses Doppeldeckers nicht gerecht, Art Rock würde mir persönlich ja am ehesten zusagen, denn BARONESS versprühen wahrhafte KUNST, noch dazu läuft das Quartett zu keiner Sekunde Gefahr künstlich oder aufgesetzt zu wirken. Den Vieren nimmt man diese down to earth Einstellung auch ob ihrer sattelfest im 70er Rock befestigten und auch ausgelebten Roots ab, mehr noch, fast albumfüllend glaubt man glatt selber in die Blütezeit des Rocks zurücktransferiert zu werden.

Ruhe vs. Gefühlsausbrüche, verschachtelte Strukturen tanzen munter mit einer gar poppigen Ausrichtung Hand in Hand, und gerade dann wenn es ruhig, wenn es anmutig wird, dann spielt John Baizley all seine Klasse aus. Sei es jetzt das hypnotisierende „Twinkler“, das zu Anfang verzaubernde und dann irgendwie abgefahrene „Concanium“, der herrlich relaxte „Foolsong“, oder der einfach nur coole „Collapse“, BARONESS agieren mit einer stilistischen Breite, welche andere Bands in ihrer ganzen Karriere nicht auf die Reihe bekommen (genial, wie vor dem elegischen Instrumental „If I Forget Thee, Lowcountry“ mit „The Line Between“ ein psychedelischer Hart(!!!)rocker rausgedroschen wurde) und die Jungs vergessen dabei niemals das Wichtigste im Auge zu behalten: mit ihrer Kunst zu unterhalten, was ihnen – nebenbei bemerkt – auf „Yellow & Green“ in beeindruckender Manier geglückt ist.

Wertung: 4.5 von 5.0
Autor: reini (09. Juli 2012)

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emmagoldman
6 Beiträge
31.07.2012 (15:37 Uhr):

ich finde das album fürchterlich. wobei die musik geht, aber die stimme! dass sowas von relapse produziert wird, finde ich eigentlich sehr bedenklich. kann man echt gleich bon jovi hören - hoffentlich spielen sie heute mehr von den alten sachen. von mir aus das ganze rote album. sonst heißt's wohl "take my balls away"...

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